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Eigene Diabetes-Gefährdung erkennen: Neuer Fragebogen des DIfE zeigt individuelles Risiko für Typ-2-Diabetes

30.07.200714:39 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Die Krankheit verläuft lange Zeit nur mit unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit oder Gewichtszunahme. Häufig sind Augen, Nieren oder Füße bereits geschädigt, bevor die Diagnose gestellt wird: Typ-2-Diabetes mellitus. Dabei kann jeder dieser Krankheit aktiv vorbeugen, wenn er zum Beispiel sein eigenes Risiko für eine Typ-2-Diabetes-Erkrankung kennt. Bislang war dies allerdings relativ schwierig.



Wissenschaftlern des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke ist es nun gelungen, einen entsprechenden Fragebogen zu entwickeln, der im Internet genutzt werden kann. "Unser sogenannter Diabetes-Risiko-Score gibt Aufschluss darüber, wie hoch das persönliche Diabetes-Risiko ist. Die Berechnungen des wissenschaftlich abgesicherten Tests basieren auf Ergebnissen der Brandenburger Ernährungs- und Krebsstudie, die seit 1994 läuft und an der mittlerweile über 27.000 Erwachsene teilgenommen haben," sagt Dr. Matthias Schulze vom DIfE.

Die AOK Brandenburg begrüßt das Projekt. Sprecher Jörg Trinogga: "Derzeit sind rund fünf Millionen Deutsche an Typ-2-Diabetes erkrankt. Viele Menschen wissen allerdings gar nicht, dass sie bald betroffen sein können. Der DIfE-Fragebogen klärt in wenigen Minuten darüber auf, wie hoch das individuelle Risiko ist und zeigt Möglichkeiten auf, dieses Risiko zu verringern."

Den Link zum Diabetes-Risiko-Score findet man auf der Website der märkischen AOK unter www.aok-brandenburg.de. Jeder Testteilnehmer erhält eine Einschätzung seines persönlichen Risikos, innerhalb der nächsten fünf Jahre an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Der Test ist für Personen zwischen 35 und 65 Jahren geeignet. Er ist nicht anwendbar, wenn bereits ein Diabetes bekannt ist oder schon erhöhte Blutzuckerwerte gemessen wurden.

Für den individuellen Diabetes-Risiko-Score werden sowohl unveränderbare Faktoren wie das Alter als auch Kriterien betrachtet, die jeder selbst beeinflussen kann. Folgende Größen berücksichtigt der Test:

- Alter: Unter 40 Jahren tritt Typ-2-Diabetes sehr selten auf.
- Bluthochdruck: Erhöhter Blutdruck kann das Risiko verstärken.
- Übergewicht: Viel Fett im Bauchbereich erhöht das Risiko.
- Körpergröße: Sie spielt für die Fettverteilung am Bauch eine Rolle.
- Aktivität: Bewegung hilft das Körpergewicht niedrig zu halten. Außerdem verbessert sie die Insulinwirkung, die den Blutzuckerspiegel reguliert.
- Rauchen: Starkes Rauchen verstärkt die Diabetes-Gefährdung und kann außerdem zu Krebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.
- Vollkornbrot: Vollkornprodukte senken das Risiko.
- Fleisch: Je größer der Konsum von Rind-, Schweine-, Kalb- oder Lammfleisch, desto höher die Wahrscheinlichkeit, an Typ-2-Diabetes mellitus zu erkranken.
- Kaffee: Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und gesenktem Typ-2-Diabetes-Risiko.
- Alkohol: Verstärkter Alkoholkonsum zieht eine stärkere Diabetes-Bedrohung nach sich und kann außerdem zu Leberschäden, Krebserkrankungen oder Sucht führen.

Weitere Informationen zum Thema Diabetes sowie individuelle Gesundheitsangebote erhalten Sie beim AOK-Gesundheitstelefon 0180 2 653333*.

* für nur 6 Cent aus dem Festnetz der Deutschen Telekom

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