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WDSF protestiert gegen einseitige Informationspolitik des Nürnberger Tiergartens

25.07.200713:53 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: WDSF protestiert gegen einseitige Informationspolitik des Nürnberger Tiergartens
WDSF-Präsidenten (lks. Jürgen Ortmüller, Richard O\'Barry)
WDSF-Präsidenten (lks. Jürgen Ortmüller, Richard O\'Barry)

(openPR) Das Presse- und Informationsamt der Stadt Nürnberg kündigte zum 25. Juli 2007 im Naturkundehaus des Tiergartens ein Pressegespräch an, in dem Niels van Elk, Präsident der EAAM (European Associaction for Aauatic Mammals), „einen Überblick über Delphinhaltung und verschiedene Problemkomplexe, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden, ansprechen wird“.

Das WDSF (Wal- und Delfinschutz-Forum) nimmt dazu wie folgt Stellung.

Wir sind außerordentlich erstaunt, dass ein Thema welches „in der Öffentlichkeit diskutiert wird“ hinter verschlossenen Türen unter Ausschluss der Öffentlichkeit nur mit Presse- und Fraktionsvertretern stattfindet. Die Präsidenten des WDSF, Richard O’Barry aus Florida, ehemaliger TV-Trainer von Flipper, und Jürgen Ortmüller (Hagen/Westf.), langjähriger Wal- und Delfinschutzexperte, hatten bereits bei ihrem Besuch in Nürnberg Ende Juni 2007 ein öffentliches Gespräch innerhalb des Delfinariums des Tiergartens Nürnberg gefordert. An dem Stadtratsfraktionsgespräch am 29.6.2007 hatten auf Einladung von Simone Alberti (Tier&Recht e.V. Nürnberg) beide teilgenommen, um auf die Problematik der Delfinhaltung, speziell in Nürnberg, hinzuweisen. Ortmüller hatte als Wirtschaftsexperte (Steuerberater) außerdem die Kostenexplosion der geplanten „Delfin-Lagune“ in Nürnberg kritisiert und auf die voraussichtliche erhebliche Neuverschuldung der Stadt Nürnberg hingewiesen und insbesondere an die befürwortende CSU-Vertretung appelliert, dass Vorhaben zu stoppen.

Das jetzige Pressegespräch im Naturkundehaus in Nürnberg gilt ausschließlich einem „Experten“ aus Holland, der dort Direktor eines Delfinarium ist und darauf verweist, dass in der EAAM „Wissenschaftler und Praktiker organisiert“ seien. Niels van Elk hat weder promoviert noch jemals wissenschaftlich anerkannte Dissertationen oder Beiträge veröffentlicht, so dass man ihn kaum als Wissenschaftler bezeichnen kann. Eine Vollmitgliedschaft in der EAAM ist lt. Internet-Seite (www.eaam.org) nur Zoo-Direktoren und -Managern, Biologen, Tiertrainern und anderen „wichtigen professionellen Wissenschaftlern“ vorbehalten. Delfinschützern und –kritikern ist eine Vollmitgliedschaft verwehrt. Es handelt sich bei der EAAM um eine einseitig ausgerichtete Organisation, die in erster Linie die eigenen Interessen und die anderer Zoos vertritt.

Ein Auswildern von Delfinen (Großer Tümmler) wird von der EAAM abgelehnt, zumal es sich nicht um eine gefährdete Tierart handele. Die von der EAAM, ohne wissenschaftlichen Hintergrund, festgelegten Voraussetzungen für eine Delfinhaltung in Gefangenschaft (http://www.eaam.org/housing_standards/) zeugen von absoluter Unkenntnis und Ignoranz gegenüber den Lebensgewohnheiten der Meeressäuger. EAAM fordert für Delfinarien eine Wasseroberfläche von 275m², eine Wassertiefe von 3,5 m und ein Wasservolumen von 1000m³ - wenn mindestens zwei dieser drei Kriterien erfüllt seien, wäre auch eine Abweichung von 10% niedriger akzeptabel. Diese offenbar selbst festgelegten Standards würden, zumindest in Deutschland, niemals eine aktuelle Genehmigung eines Delfinariums seitens der Vollzugsbehörden herbeiführen. Der Hinweis der EAAM, dass Delfine extrem geräuschempfindlich sind, ist zutreffend. Dabei soll eine Toleranz zwischen 0 und 60 kHz zu akzeptieren sein – verkannt wird allerdings die Dezibelbelastung während der Shows der Delfine, die eine akkustische Gefährdung der Tiere mit ihrem empfindlichen Sonarsystem, welches auch auf Geräusche reagiert, bedeutet.

Das WDSF bedauert, dass der Nürnberger Tiergarten keine weiteren Experten zu dem Presse- und Fraktionsgespräch zugelassen hat. Auch wurde offenbar bisher niemals ein kompetenter Vertreter der Vollzugsbehörden eingeladen, der über die Importbestimmungen der Delfine referieren könnte. Dag Encke vom Tiergarten wird sich bei einer geplanten Erweiterung des Delfinariums mit den neuen Vorschriften des Washingtoner Artenschutzabkommens und den einschlägigen EU-Richtlinien zum Import von Cetaceas (hier: Delfine) befassen müssen und dabei feststellen, dass ein Import dieser Meeressäuger für kommerzielle Zwecke verboten ist.

Die Bundesregierung hat z.B. dem geplanten Neubau des Delfinariums auf Rügen und der geplanten Delfintherapie ein klare Absage erteilt (s. Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen BT 16/5589).

Das WDSF fordert von den Stadtratsfraktionen der Stadt Nürnberg und den Tiergartenverantwortlichen eine ausgewogene Informationspolitik und umfangreiche Informationen gegenüber der Öffentlichkeit.

Das WDSF bleibt bei seiner Forderung, die Nürnberger „Delfin-Lagune“ aus tierschutzrechtlichen Gründen nicht zu bauen – Delfine können als Wildtiere nicht domestiziert oder erfolgreich nachgezüchtet werden. Das WDSF fordert den Stopp von Delfinnachzuchten und ein Importstopp der Delfine für Delfinarien.

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