24.07.2007 - 17:26 - Gesundheit & Medizin
Die Rehabilitation von Atemwegserkrankungen
Pressemitteilung von: Espan-Klinik
Heutzutage hat die „Pneumologische Rehabilitation“, die Wiederherstellung oder Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei zugrunde liegenden akuten oder chronischen Lungenerkrankungen, einen festen Platz in der moder-nen Medizinwelt.
Um welche Krankheiten geht es?
Die häufigste Erkrankung der Atemwege, die zu einer Rehabilitationsmaßnahme führt, ist die COPD, d.h., die chronische Bronchitis mit Atemwegsverengung. Auslöser für diese Krankheit ist in 90% der Fälle das Rauchen. Die COPD ver-läuft schleichend, oft unbemerkt. Der Patient hustet und findet das normal. Auswurf kommt hinzu und im Lauf der Zeit auch Atemnot. An zweiter Stelle steht dann das Asthma bronchiale. Eine Erkrankung, die oft in frühester Kindheit beginnt und gekennzeichnet ist durch anfallsweise Atemnot, ausgelöst meistens durch Allergien oder Infekte der Atemwege.
Ebenfalls ein Grund für eine Rehabiltitationsmassnahme ist eine schwer verlau-fende Lungenentzündung, die manchmal dazu führt, dass Patienten künstlich beatmet werden müssen. In Zeiten der modernen Medizin werden zunehmend auch Patienten mit Lun-genoperationen zur Rehabilitation aufgenommen. In erster Linie handelt es sich hierbei um Patienten mit Lungenkrebs, denen ein Lungenlappen, manchmal a-ber auch bis zu einer Lungenhälfte, entfernt wurde.
Welche Voraussetzungen an den Standort sollten gegeben sein?
Es wird traditionell ein Standort mit einem „Reizklima“ bevorzugt, d.h., ein heil-klimatischer Kurort, der durch seine Klimafaktoren den Stoffwechsel und die Gesamtaktivität des Körpers anregen soll. Standorte, die dieses Prädikat tragen, finden sich v. a. in den Mittelgebirgslagen ( z.B. Bad Dürrheim). Ein zusätzlicher wichtiger Faktor für Rehabilationskliniken, die sich auf die A-temwege spezialisiert haben, ist die Sole. Es handelt sich hier um natürlich vor-kommendes, mit Kochsalz angereichertes Wasser, wie es in Soleheilbädern an-zutreffen ist. Das Solewasser wirkt bei Inhalation schleimlösend, auch eine ent-zündungshemmende Wirkung wird der Natursole zugeschrieben.
Wie sollte ein Rehabilitationsprogramm in einer Rehabiltitationsklinik für A-temwegserkrankungen aussehen? Heutzutage wird eine ganzheitliche Therapie mit Berücksichtigung medizini-scher, sporttherapeutischer, psychosozialer und ernährungswissenschaftlicher Aspekte angestrebt. D.h., die Therapie orientiert sich am Krankheitsbild des Pa-tienten; von medizinischer Seite wird versucht, die medikamentöse Therapie zu optimieren. Wichtig ist deshalb, dass Lungenfachärzte in der Klinik vorgehalten werden und dass eine 24-Stunden Arztpräsenz gegeben ist.
Von psychologischer Seite ist wichtig, bei der Verarbeitung der Krankheit zu helfen und bei Bedarf ein Verhaltenstraining anzubieten, z.B. Tabakentwöhnung bei Patienten, die noch Rauchen. Ebenso wichtig ist eine kompetente Ernährungsberatung, nicht nur bei Patien-ten mit Übergewicht. Gerade bei der COPD fällt auf, dass in einem fortgeschrit-tenen Krankheitsstadium viele dieser Patienten untergewichtig sind. Dies ist für die Krankheit ungünstig, es fehlt Muskulatur, auch zum Atmen. Ziel muss dann sein, durch entsprechende Ernährungsberatung auf eine Gewichtszunahme hin-zuwirken.
Von entscheidender Bedeutung, seit kurzem durch Studien wissenschaftlich be-legt, ist die medizinische Trainingstherapie (MTT). Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus auf den Patienten zugeschnittenem Ausdauer- und Mus-kelaufbautraining. Es konnte gezeigt werden, dass Patienten, die sich einer sol-chen Trainingstherapie unterziehen leistungsfähiger sind und eine verbesserte Lebensqualität haben. Wichtig ist allerdings, dass die Sporttherapie nach Ent-lassung, z. B. in Form von ambulantem Lungensport, fortgeführt wird – sonst geht der Effekt wieder verloren.
Es ist inzwischen erwiesen, dass körperliches Training insbesondere bei der COPD denselben Stellenwert hat wie die medikamentöse Therapie.
Ebenfalls sehr wichtig und von der Reha-Einrichtung zu leisten ist eine struktu-rierte Patientenschulung. Der Patient soll lernen, mit seiner Erkrankung umzu-gehen und sich auch bei Verschlechterungen der Erkrankung selbst zu helfen. Bei dem Krankheitsbild Asthma bronchiale ist der positive Effekt einer solchen Schulung nachgewiesen, für die COPD steht der Nachweis noch aus.
Werden die oben genannten Punkte einer umfassenden, ganzheitlichen Rehabi-litationsmassnahme berücksichtigt, so kommt es, das kann man als Pneumologe und Leiter einer solchen Einrichtung selbstbewusst sagen, in aller Regel zu ei-ner Verbesserung des körperlichen Befindens und der Leistungsfähigkeit. Eine chronische Atemwegserkrankung kann zwar nicht geheilt, aber sie kann mit den heutigen Möglichkeiten einer ineinander greifenden Therapie, gebessert und in ihrem Fortschreiten aufgehalten werden. Voraussetzung ist hier natürlich auch immer die entsprechende Motivation und Mitarbeit des Patienten.
M. Schnölzer, Chefarzt, Espan-Klinik, Bad Dürrheim
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Espan-Klinik
Gartenstrasse 9
78073 Bad Dürrheim
Tel.: 07726/650
Fax: 07726/9395932
E-Mail:
Die Espan-Klinik ist eine Rehabilitationsfachklinik für Atemwegserkrankungen. Seit über 30 Jahren behandeln wir speziell Krankheitsbilder wie COPD, Chronische Bronchitis, Asthma, Erschöpfung der Atempumpe, z.n. Operationen an den Atemwegen. Mit einem langjährigen erfahrenen Team arbeiten wir mit einem interdisziplinären Ansatz, der neben der medizinischen betreuung durch Fachärzte (Pneumologen) und hochspezialisierten Therapieangeboten auch die intensive psychologische Betreuung, sowie ein umfangreiches Scvhulungsprogramm unterhält. Basis für unsere behandlungen sind die natürlichen heilmittel des Kurortes bad Dürrheim, Sole und Heilklima. Unser Haus verfügt über insgeamt 204 Betten in unterschiedlichen Kategorien (incl. O²-Versorgung im Zimmer).
Die ruhige Lage direkt am Kurpark von bad Dürrheim sorgt für ein ruhiges Umfeld in ebenem Gelände.
Das umfangreiche Freizeitangebot des Club Bad Dürrheim ergänzt das Angebot in idealer Weise
Um welche Krankheiten geht es?
Die häufigste Erkrankung der Atemwege, die zu einer Rehabilitationsmaßnahme führt, ist die COPD, d.h., die chronische Bronchitis mit Atemwegsverengung. Auslöser für diese Krankheit ist in 90% der Fälle das Rauchen. Die COPD ver-läuft schleichend, oft unbemerkt. Der Patient hustet und findet das normal. Auswurf kommt hinzu und im Lauf der Zeit auch Atemnot. An zweiter Stelle steht dann das Asthma bronchiale. Eine Erkrankung, die oft in frühester Kindheit beginnt und gekennzeichnet ist durch anfallsweise Atemnot, ausgelöst meistens durch Allergien oder Infekte der Atemwege.
Ebenfalls ein Grund für eine Rehabiltitationsmassnahme ist eine schwer verlau-fende Lungenentzündung, die manchmal dazu führt, dass Patienten künstlich beatmet werden müssen. In Zeiten der modernen Medizin werden zunehmend auch Patienten mit Lun-genoperationen zur Rehabilitation aufgenommen. In erster Linie handelt es sich hierbei um Patienten mit Lungenkrebs, denen ein Lungenlappen, manchmal a-ber auch bis zu einer Lungenhälfte, entfernt wurde.
Welche Voraussetzungen an den Standort sollten gegeben sein?
Es wird traditionell ein Standort mit einem „Reizklima“ bevorzugt, d.h., ein heil-klimatischer Kurort, der durch seine Klimafaktoren den Stoffwechsel und die Gesamtaktivität des Körpers anregen soll. Standorte, die dieses Prädikat tragen, finden sich v. a. in den Mittelgebirgslagen ( z.B. Bad Dürrheim). Ein zusätzlicher wichtiger Faktor für Rehabilationskliniken, die sich auf die A-temwege spezialisiert haben, ist die Sole. Es handelt sich hier um natürlich vor-kommendes, mit Kochsalz angereichertes Wasser, wie es in Soleheilbädern an-zutreffen ist. Das Solewasser wirkt bei Inhalation schleimlösend, auch eine ent-zündungshemmende Wirkung wird der Natursole zugeschrieben.
Wie sollte ein Rehabilitationsprogramm in einer Rehabiltitationsklinik für A-temwegserkrankungen aussehen? Heutzutage wird eine ganzheitliche Therapie mit Berücksichtigung medizini-scher, sporttherapeutischer, psychosozialer und ernährungswissenschaftlicher Aspekte angestrebt. D.h., die Therapie orientiert sich am Krankheitsbild des Pa-tienten; von medizinischer Seite wird versucht, die medikamentöse Therapie zu optimieren. Wichtig ist deshalb, dass Lungenfachärzte in der Klinik vorgehalten werden und dass eine 24-Stunden Arztpräsenz gegeben ist.
Von psychologischer Seite ist wichtig, bei der Verarbeitung der Krankheit zu helfen und bei Bedarf ein Verhaltenstraining anzubieten, z.B. Tabakentwöhnung bei Patienten, die noch Rauchen. Ebenso wichtig ist eine kompetente Ernährungsberatung, nicht nur bei Patien-ten mit Übergewicht. Gerade bei der COPD fällt auf, dass in einem fortgeschrit-tenen Krankheitsstadium viele dieser Patienten untergewichtig sind. Dies ist für die Krankheit ungünstig, es fehlt Muskulatur, auch zum Atmen. Ziel muss dann sein, durch entsprechende Ernährungsberatung auf eine Gewichtszunahme hin-zuwirken.
Von entscheidender Bedeutung, seit kurzem durch Studien wissenschaftlich be-legt, ist die medizinische Trainingstherapie (MTT). Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus auf den Patienten zugeschnittenem Ausdauer- und Mus-kelaufbautraining. Es konnte gezeigt werden, dass Patienten, die sich einer sol-chen Trainingstherapie unterziehen leistungsfähiger sind und eine verbesserte Lebensqualität haben. Wichtig ist allerdings, dass die Sporttherapie nach Ent-lassung, z. B. in Form von ambulantem Lungensport, fortgeführt wird – sonst geht der Effekt wieder verloren.
Es ist inzwischen erwiesen, dass körperliches Training insbesondere bei der COPD denselben Stellenwert hat wie die medikamentöse Therapie.
Ebenfalls sehr wichtig und von der Reha-Einrichtung zu leisten ist eine struktu-rierte Patientenschulung. Der Patient soll lernen, mit seiner Erkrankung umzu-gehen und sich auch bei Verschlechterungen der Erkrankung selbst zu helfen. Bei dem Krankheitsbild Asthma bronchiale ist der positive Effekt einer solchen Schulung nachgewiesen, für die COPD steht der Nachweis noch aus.
Werden die oben genannten Punkte einer umfassenden, ganzheitlichen Rehabi-litationsmassnahme berücksichtigt, so kommt es, das kann man als Pneumologe und Leiter einer solchen Einrichtung selbstbewusst sagen, in aller Regel zu ei-ner Verbesserung des körperlichen Befindens und der Leistungsfähigkeit. Eine chronische Atemwegserkrankung kann zwar nicht geheilt, aber sie kann mit den heutigen Möglichkeiten einer ineinander greifenden Therapie, gebessert und in ihrem Fortschreiten aufgehalten werden. Voraussetzung ist hier natürlich auch immer die entsprechende Motivation und Mitarbeit des Patienten.
M. Schnölzer, Chefarzt, Espan-Klinik, Bad Dürrheim
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78073 Bad Dürrheim
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Fax: 07726/9395932
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Die ruhige Lage direkt am Kurpark von bad Dürrheim sorgt für ein ruhiges Umfeld in ebenem Gelände.
Das umfangreiche Freizeitangebot des Club Bad Dürrheim ergänzt das Angebot in idealer Weise
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