23.07.2007 - 10:52 - Kunst & Kultur

Bildverarbeitung auf der documenta

Pressemitteilung von: MVTec Software GmbH
Bild im Großformat
Deep Play: Harun Farockis Kunstinstallation auf der documenta in Kassel
Wie Machine Vision in den Tempel der modernen Kunst einzieht

Die documenta in Kassel gilt als wichtigster Event zeitgenössischer Kunst auf diesem Planeten. Nur handverlesene Künstler bekommen die Ehre, hier ausstellen zu dürfen. Einer von Ihnen benutzt die Machine Vision Software HALCON, um seiner fesselnden Installation Leben einzuhauchen.

Harun Farocki, gebürtiger Tscheche aus Berlin, analysiert in ’Deep Play’ das Fußball-WM-Endspiel 2006 Italien gegen Frankreich, verteilt auf zwölf Bildschirmen. Das Kunstwerk zählt, einschlägigen Medien nach zu urteilen, in der Besuchergunst bisher zu den beliebtesten auf der documenta.

Farocki hat zur Verwirklichung diese Installation auf deutsche Spitzentechnologie zurückgegriffen: Die automatisierte Analyse der Videosequenzen von Spielzügen - aus verschiedenen Kamerapositionen aufgenommen - wurde mit der Bildverarbeitungssoftware HALCON von MVTec, München (www.mvtec.com), realisiert. Dieses Softwarepaket wird in der Regel in der industriellen Bildverarbeitung (Machine Vision) unter härtesten Bedingungen an Produktionsstraßen und in der Robotik eingesetzt. Kurz: HALCON lehrt Maschinen das Sehen und wird weltweit als Technologieführer auf diesem Gebiet angesehen.

Im Fall ’Deep Play’ wurde HALCON kreativ zweckentfremdet. Unter Nutzung dieser Software hat Farockis Partner in diesem Projekt, der Lehrstuhl „Bildverstehen“ an der Technischen Universität München, die einzelnen Spielzüge der Fußballer in einer Form analysiert und visualisiert, wie es bisher nie umgesetzt wurde. Und genau das verleiht der Installation den Kunstcharakter: Sie zeichnet einen neuen Weg, dem Betrachter ein Fußballspiel in das Bewusstsein zu bringen. Mehrere Blickwinkel werden vereint und ermöglichen vollkommen neue Erkenntnisse auf der Grundlage mathematischer Bildanalyse.

Das Projekt wurde im Rahmen der Entwicklung automatischer Verfahren zur Spielanalyse der TU-Professoren Michael Beetz und Bernd Radig umgesetzt. Bildsequenzen zu ’Deep Play’ findet man auf einschlägigen Videoportalen im Internet.

--> Bild-Download (Bild und Bildunterschrift):
www.mvtec.com/presse/2007-07-20

Über HALCON
HALCON ist die umfassende Standardsoftware-Bibliothek mit integrierter Entwicklungsumgebung (IDE) für Machine Vision. HALCON zeigt eine außergewöhnliche Leistungsfähigkeit für Blob-Analyse, Morphologie, Pattern-Matching, Vermessung, 3D-Objekterkennung, binokularer Stereoanalyse und viele mehr. HALCON verfügt über mehr als 1300 Operatoren und stellt Schnittstellen zu hunderten industriellen Bildeinzugsgeräten zur Verfügung. HALCON ist dazu plattformunabhängig und kompatibel zu Windows, Linux und Solaris. Mehr Infos: www.halcon.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Ansprechpartner:
Dr. Lutz Kreutzer, Manager PR & Marketing | MVTec Software GmbH, Neherstr.1, D-81675 München
Tel. +49 89 457695-0 | Fax +49 89 457695-55 | www.mvtec.de |

Über MVTec
Die MVTec Software GmbH ist ein führender Hersteller von Standardsoftware für die industrielle Bildverarbeitung. MVTec-Produkte werden weltweit in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten eingesetzt: in der Halbleiterindustrie, der Oberflächeninspektion von Geweben und anderen Materialien, der Qualitätskontrolle und generellen Inspektionsverfahren, der Medizintechnik, der Sicherheitstechnik und vielen anderen Arbeitsfeldern. MVTec hat mehr als 30 etablierte Vertriebe in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien (China, Japan, Korea, Indien u.a.). Seit 2007 hat MVTec einen Sitz in Boston, Massachusetts (USA), um den nordamerikanischen Markt besser zu betreuen. Mehr Informationen: www.mvtec.com

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