10.07.2007 - 12:25 - Kunst & Kultur
Einladung und Pressemitteilung zur Ausstellung „AFRIKA“ von Barbara Hauser
Pressemitteilung von: Galerie Ralph Schriever / PR Agentur: pr cologne agentur für kommunikation
Vernissage in der Galerie Ralph Schriever,
Pfeilstraße 11, 50672 Köln
am 13. Juli 2007, Beginn 19 Uhr
Barbara Hausers Afrika-Bilder in der Galerie Ralph Schriever: Es sind starke, stolze, unabhängige Gestalten, die Barbara Hauser auf ihren Afrika-Bildern zeigt, darunter viele Frauen, von unserem westlichen Schönheitsideal meilenweit entfernt und dennoch beeindruckend in ihrer Ausdrucksstärke. Sie irritieren uns, weil sie jenseits unserer Normvorstellungen existieren, in einer anderen Welt, fernab von werbewirksam aufbereiteten Konsumlandschaften. Sie sind scheinbar unbeirrbar in ihrem Auftreten, ihren Gesten, ihrer Mimik.
„Sunrise“ heißt eines dieser Bilder, es zeigt eine alte Afrikanerin, die sich ihres nackten, schon lange nicht mehr perfekten Körpers nicht schämt, ihn im Gegenteil ganz selbstverständlich mit auffallenden Schmuckstücken behangen zur Schau stellt. Sie scheint diesen Körper als potentielles Objekt der Betrachtung gar nicht wahrzunehmen, denn ihr Gesichtsausdruck ist vergeistigt und entrückt. „Scepsis“ heißt ein anderes Bild dieser Serie, das eine ebenfalls alte nackte Frau zeigt, die ihrer (westlichen) Betrachterin einen tatsächlich sehr skeptischen, aber keineswegs unsicheren Blick schenkt. Andere, jüngere afrikanische Frauen stellt Barbara Hauser in ihrer ganzen Schönheit, Sinnlichkeit, Lebenslust oder auch Nachdenklichkeit dar: Perfekte Gesichter und Körper – beim Tanz in farbenfrohen Gewändern, lachend oder sinnierend; von Verfall scheinen sie ebenso wenig bedroht zu sein wie die Kinder, die Barbara Hauser gemalt hat.
Gnadenlos wie die Natur ist die Perspektive dieser Malerin, die ihre Objekte dennoch in ihrer Würde darstellt, mit Achtung und einer gewissen Bewunderung. Allerdings ist sie weit entfernt davon, diese exotische Welt zu idealisieren. Stark bewaffnete Krieger mit brutalem Gesichtsausdruck, sich gegenseitig zerfleischende Löwen oder Zebras zeigen die Kehrseite der Medaille. Es sind Bilder eines fremdartigen Kontinents, die sich auch dem Touristen in Afrika nicht ohne weiteres erschließen – vertraut in ihrer Ursprünglichkeit und bedrohlich in der nackten Gewalt, die sie abbilden.
Barbara Hauser – Milieustudien aus nächster Nähe
Barbara Hauser wollte es immer ganz genau wissen. Sie beschränkte sich auch in den Milieustudien, die sie in Europa betrieb, nicht auf intellektuelle oder feministische Überlegungen zum Leben der Prostituierten, Obdachlosen, Stripper, Transsexuellen oder Geishas. Sie zog es vor, sich ihr eigenes Bild zu machen und verbrachte Monate in den entsprechenden Milieus, bevor sie ans Werk ging. Und auch dann verließ sie sich nicht auf ihre Erinnerungen. Als Vorstudie dienten ihr Fotografien, und auf deren Basis entstanden ihre Bilder. „Die 37-jährige Münchnerin gehört“, so die renommierte Kunsthistorikerin Renate Roos, „zu jener Generation von Künstlern, die der Fotografie ihren Wirklichkeitsanspruch aberkennt und ihn wieder der Malerei überlassen“.
Nur auf den ersten Blick wirken Barbara Hausers Bilder erschreckend naturalistisch. Mit einer zunächst brutal wirkenden Direktheit bildet sie Leiber, Gesichter und Szenen mit häufig sexuellen Implikationen aus dem Leben ihrer Protagonist(inn)en ab. Erst auf den zweiten Blick erkennt man ihre Seele – das Mitgefühl, die Sympathie der Malerin für die dargestellten Personen. Nur aus diesem Grund liefern sie sich ihr aus, entblößen sich – in all ihrer Deformiertheit und Kaputtheit – mit einer ganz unbekümmerten Selbstverständlichkeit, die berührt und erschüttert. Mehr als jeder theoretische oder gar sozialpädagogische Diskurs ergreifen uns diese Bilder und machen uns mit einer uns fremden, faszinierenden Welt vertraut, in der sehr komplexe, interessante Menschen zu Hause sind. Barbara Hauser führt uns in ihre Nähe, in ihre sehr menschliche Realität, und nur auf diesem Weg sind Veränderungen möglich.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website: www.barbara-hauser.de.
Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
pr cologne
agentur für kommunikation
Antonie Schweitzer
Ehrenstraße 18-26
50672 Köln
Fon: 0221-250 89 93
Fax: 0221-250 89 94
Mobil: 0179-469 04 44

www.pr-cologne.de
Kurzportrait Galerie Ralph Schriever
Die Galerie Ralph Schriever ist auf zeitgenössische Pop-Art spezialisiert. Inhaber Ralph Schriever ist seit sieben Jahren als Galerist in Köln: Drei Jahre lang war sein Standort in der Darmstädter Straße, zwei Jahre lang in der St. Apern Straße, und seit zwei Jahren ist er nun schon in der renommierten Kölner Pfeilstraße ansässig.
Ralph Schriever möchte seinen Kunden nur Kunst anbieten, die ihm selbst gefällt, die er sich auch gerne in seinen eigenen vier Wänden aufhängen würde. Die lebensoffene, unbeschwerte Pop-Art entspricht dem Naturell des unkonventionellen Galeristen, der ursprünglich aus der Werbung kommt. „Mit den Bildern muss man leben können“, so sein Credo, „sie muss gute Laune machen. Kunst nur als Investition zu betrachten ist ein freudloses Unterfangen“.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Mit offenen Augen geht er, wie er sagt, durch die Stadt, interessiert sich für alles, ist immer neugierig, auf fremde Einflüsse, Menschen, Künstler und Bilder. Auch Schaufenster und Messen inspirieren ihn. Das Resultat ist ein differenziertes Programm zeitgenössischer Pop-Art, in dem auch echte Warhols oder Schüler des großen Meisters, zum Beispiel der Warhol-Assistent Sten Kaufmann, zu haben sind, aber auch andere interessante internationale Künstler, die sich dieser Tradition verpflichtet fühlen, sie aufgreifen, fortführen und neu interpretieren. Für Ralph Schriever ist es wichtig, dass er seine Künstler intensiv betreut, berät, sie begleitet und aufbaut.
Weitere Informationen auf der Website der Galerie: www.galerie-schriever.de.
Pfeilstraße 11, 50672 Köln
am 13. Juli 2007, Beginn 19 Uhr
Barbara Hausers Afrika-Bilder in der Galerie Ralph Schriever: Es sind starke, stolze, unabhängige Gestalten, die Barbara Hauser auf ihren Afrika-Bildern zeigt, darunter viele Frauen, von unserem westlichen Schönheitsideal meilenweit entfernt und dennoch beeindruckend in ihrer Ausdrucksstärke. Sie irritieren uns, weil sie jenseits unserer Normvorstellungen existieren, in einer anderen Welt, fernab von werbewirksam aufbereiteten Konsumlandschaften. Sie sind scheinbar unbeirrbar in ihrem Auftreten, ihren Gesten, ihrer Mimik.
„Sunrise“ heißt eines dieser Bilder, es zeigt eine alte Afrikanerin, die sich ihres nackten, schon lange nicht mehr perfekten Körpers nicht schämt, ihn im Gegenteil ganz selbstverständlich mit auffallenden Schmuckstücken behangen zur Schau stellt. Sie scheint diesen Körper als potentielles Objekt der Betrachtung gar nicht wahrzunehmen, denn ihr Gesichtsausdruck ist vergeistigt und entrückt. „Scepsis“ heißt ein anderes Bild dieser Serie, das eine ebenfalls alte nackte Frau zeigt, die ihrer (westlichen) Betrachterin einen tatsächlich sehr skeptischen, aber keineswegs unsicheren Blick schenkt. Andere, jüngere afrikanische Frauen stellt Barbara Hauser in ihrer ganzen Schönheit, Sinnlichkeit, Lebenslust oder auch Nachdenklichkeit dar: Perfekte Gesichter und Körper – beim Tanz in farbenfrohen Gewändern, lachend oder sinnierend; von Verfall scheinen sie ebenso wenig bedroht zu sein wie die Kinder, die Barbara Hauser gemalt hat.
Gnadenlos wie die Natur ist die Perspektive dieser Malerin, die ihre Objekte dennoch in ihrer Würde darstellt, mit Achtung und einer gewissen Bewunderung. Allerdings ist sie weit entfernt davon, diese exotische Welt zu idealisieren. Stark bewaffnete Krieger mit brutalem Gesichtsausdruck, sich gegenseitig zerfleischende Löwen oder Zebras zeigen die Kehrseite der Medaille. Es sind Bilder eines fremdartigen Kontinents, die sich auch dem Touristen in Afrika nicht ohne weiteres erschließen – vertraut in ihrer Ursprünglichkeit und bedrohlich in der nackten Gewalt, die sie abbilden.
Barbara Hauser – Milieustudien aus nächster Nähe
Barbara Hauser wollte es immer ganz genau wissen. Sie beschränkte sich auch in den Milieustudien, die sie in Europa betrieb, nicht auf intellektuelle oder feministische Überlegungen zum Leben der Prostituierten, Obdachlosen, Stripper, Transsexuellen oder Geishas. Sie zog es vor, sich ihr eigenes Bild zu machen und verbrachte Monate in den entsprechenden Milieus, bevor sie ans Werk ging. Und auch dann verließ sie sich nicht auf ihre Erinnerungen. Als Vorstudie dienten ihr Fotografien, und auf deren Basis entstanden ihre Bilder. „Die 37-jährige Münchnerin gehört“, so die renommierte Kunsthistorikerin Renate Roos, „zu jener Generation von Künstlern, die der Fotografie ihren Wirklichkeitsanspruch aberkennt und ihn wieder der Malerei überlassen“.
Nur auf den ersten Blick wirken Barbara Hausers Bilder erschreckend naturalistisch. Mit einer zunächst brutal wirkenden Direktheit bildet sie Leiber, Gesichter und Szenen mit häufig sexuellen Implikationen aus dem Leben ihrer Protagonist(inn)en ab. Erst auf den zweiten Blick erkennt man ihre Seele – das Mitgefühl, die Sympathie der Malerin für die dargestellten Personen. Nur aus diesem Grund liefern sie sich ihr aus, entblößen sich – in all ihrer Deformiertheit und Kaputtheit – mit einer ganz unbekümmerten Selbstverständlichkeit, die berührt und erschüttert. Mehr als jeder theoretische oder gar sozialpädagogische Diskurs ergreifen uns diese Bilder und machen uns mit einer uns fremden, faszinierenden Welt vertraut, in der sehr komplexe, interessante Menschen zu Hause sind. Barbara Hauser führt uns in ihre Nähe, in ihre sehr menschliche Realität, und nur auf diesem Weg sind Veränderungen möglich.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website: www.barbara-hauser.de.
Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
pr cologne
agentur für kommunikation
Antonie Schweitzer
Ehrenstraße 18-26
50672 Köln
Fon: 0221-250 89 93
Fax: 0221-250 89 94
Mobil: 0179-469 04 44
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Kurzportrait Galerie Ralph Schriever
Die Galerie Ralph Schriever ist auf zeitgenössische Pop-Art spezialisiert. Inhaber Ralph Schriever ist seit sieben Jahren als Galerist in Köln: Drei Jahre lang war sein Standort in der Darmstädter Straße, zwei Jahre lang in der St. Apern Straße, und seit zwei Jahren ist er nun schon in der renommierten Kölner Pfeilstraße ansässig.
Ralph Schriever möchte seinen Kunden nur Kunst anbieten, die ihm selbst gefällt, die er sich auch gerne in seinen eigenen vier Wänden aufhängen würde. Die lebensoffene, unbeschwerte Pop-Art entspricht dem Naturell des unkonventionellen Galeristen, der ursprünglich aus der Werbung kommt. „Mit den Bildern muss man leben können“, so sein Credo, „sie muss gute Laune machen. Kunst nur als Investition zu betrachten ist ein freudloses Unterfangen“.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Mit offenen Augen geht er, wie er sagt, durch die Stadt, interessiert sich für alles, ist immer neugierig, auf fremde Einflüsse, Menschen, Künstler und Bilder. Auch Schaufenster und Messen inspirieren ihn. Das Resultat ist ein differenziertes Programm zeitgenössischer Pop-Art, in dem auch echte Warhols oder Schüler des großen Meisters, zum Beispiel der Warhol-Assistent Sten Kaufmann, zu haben sind, aber auch andere interessante internationale Künstler, die sich dieser Tradition verpflichtet fühlen, sie aufgreifen, fortführen und neu interpretieren. Für Ralph Schriever ist es wichtig, dass er seine Künstler intensiv betreut, berät, sie begleitet und aufbaut.
Weitere Informationen auf der Website der Galerie: www.galerie-schriever.de.
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