06.07.2007 - 09:08 - Politik, Recht & Gesellschaft
VR China/Hongkong: 800 Taiwanern wurde die Einreise nach Hongkong verwehrt
Pressemitteilung von: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
„Schwarze Liste“ soll Proteste gegen die Verfolgung von Falun Gong durch China verhindern
Hongkong/Frankfurt am Main, 5. Juli 2007 – Die Einwanderungsbehörde der Sonderverwaltungszone Hongkong hat über 800 Taiwanern die Einreise verweigert, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Die betroffenen Personen stehen als Falun Gong-Praktizierende auf einer „Schwarzen Liste“. Sie wollten am 1. Juli anlässlich des 10. Jahrestags der Rückkehr Hongkongs zu China in der Sonderverwaltungszone für mehr Freiheit und Demokratie protestieren. Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsgesellschaft appelliert an die Europäische Union, sich für die Durchsetzung freiheitlicher und demokratischer Rechte in Hongkong einzusetzen.
Nach Informationen der IGFM erhielten 297 Betroffene kein Visum für die Einreise nach Hongkong und 515 Personen wurde die Einreise trotz gültigen Visums verweigert. Darüber hinaus kündigten die Behörden an, eine „Schwarze Liste“ mit den Namen taiwanesischer Falun Gong-Praktizierender an alle Fluggesellschaften zu versenden. Diesen Personen soll, so die Behörden, spätestens bei der Ankunft in Hongkong, nach Möglichkeit jedoch schon vor dem Abflug in Taiwan die Einreise verweigert werden. Einem Fax der Einwanderungsbehörde an eine Hongkonger Fluggesellschaft zufolge „werden Falun Gong-Anhänger als unwillkommene Hongkong-Reisende betrachtet“.
Die Regierung Taiwans verurteilte das Vorgehen der Hongkonger Behörden. Der Minister des taiwanesischen Informationsbüros, Shieh Jhy-wey, bezeichnete das Vorgehen Hongkongs als „völlig falsch“. Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, sieht in der Einreiseverweigerung einen kleinen Vorgeschmack, wie die chinesische Regierung in Peking 2008 mit Besuchern der Olympischen Spiele umgehen wird, die als Bürgerrechtler, Menschenrechtsaktivisten, Tibeter, Uiguren, Christen und Gewerkschafter auf den diversen „Schwarzen Listen“ stehen.
Während ihres Zwangsaufenthalts auf dem Flughafen erhielten die Betroffenen weder Nahrung und Getränke, noch Rechtsbeistand. Zudem wurde vom gewaltsamen Abnehmen von Fotokameras und Mobiltelefonen berichtet. Die abgewiesenen Personen wollten an legalen und friedlichen Protesten gegen die anhaltende Verfolgung Falun Gong-Praktizierender in China demonstrieren. Hongkong und Macao sind die einzigen Städte in China, wo derartige Proteste überhaupt möglich sind. „Das Hongkongs Führung dieses Einreiseverbot ausspricht, ist Beweis dafür, dass sie sich weiterhin massiv von der kommunistischen Einparteienregierung Chinas beeinflussen lässt“, so Lessenthin weiter.
Seitdem die VR China die buddhistische Meditationsschule Falun Gong im Jahre 1999 verboten hat, werden Praktizierende oft brutalen Repressalien ausgesetzt. So wurden hunderttausende Menschen verhaftet und in Arbeitslager deportiert, Zehntausende berichteten von Folter und Misshandlungen durch die chinesische Polizei und über Tausend sind an den Folgen der Folter gestorben.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9
60388 Frankfurt am Main
Tel: 069 420 108-0
eMail:
web: www.igfm.de
Die IGFM ist eine Menschenrechtsorganisation, die 1972 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Sie unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Nach Auffassung der IGFM sind nach dem Recht auf Leben und Sicherheit der Person, die bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- Religions- und Pressefreiheit die wichtigsten Menschenrechte. Ohne sie kann es weder Frieden noch sozialen Fortschritt geben. Die Grundlage ihrer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.
Hongkong/Frankfurt am Main, 5. Juli 2007 – Die Einwanderungsbehörde der Sonderverwaltungszone Hongkong hat über 800 Taiwanern die Einreise verweigert, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Die betroffenen Personen stehen als Falun Gong-Praktizierende auf einer „Schwarzen Liste“. Sie wollten am 1. Juli anlässlich des 10. Jahrestags der Rückkehr Hongkongs zu China in der Sonderverwaltungszone für mehr Freiheit und Demokratie protestieren. Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsgesellschaft appelliert an die Europäische Union, sich für die Durchsetzung freiheitlicher und demokratischer Rechte in Hongkong einzusetzen.
Nach Informationen der IGFM erhielten 297 Betroffene kein Visum für die Einreise nach Hongkong und 515 Personen wurde die Einreise trotz gültigen Visums verweigert. Darüber hinaus kündigten die Behörden an, eine „Schwarze Liste“ mit den Namen taiwanesischer Falun Gong-Praktizierender an alle Fluggesellschaften zu versenden. Diesen Personen soll, so die Behörden, spätestens bei der Ankunft in Hongkong, nach Möglichkeit jedoch schon vor dem Abflug in Taiwan die Einreise verweigert werden. Einem Fax der Einwanderungsbehörde an eine Hongkonger Fluggesellschaft zufolge „werden Falun Gong-Anhänger als unwillkommene Hongkong-Reisende betrachtet“.
Die Regierung Taiwans verurteilte das Vorgehen der Hongkonger Behörden. Der Minister des taiwanesischen Informationsbüros, Shieh Jhy-wey, bezeichnete das Vorgehen Hongkongs als „völlig falsch“. Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, sieht in der Einreiseverweigerung einen kleinen Vorgeschmack, wie die chinesische Regierung in Peking 2008 mit Besuchern der Olympischen Spiele umgehen wird, die als Bürgerrechtler, Menschenrechtsaktivisten, Tibeter, Uiguren, Christen und Gewerkschafter auf den diversen „Schwarzen Listen“ stehen.
Während ihres Zwangsaufenthalts auf dem Flughafen erhielten die Betroffenen weder Nahrung und Getränke, noch Rechtsbeistand. Zudem wurde vom gewaltsamen Abnehmen von Fotokameras und Mobiltelefonen berichtet. Die abgewiesenen Personen wollten an legalen und friedlichen Protesten gegen die anhaltende Verfolgung Falun Gong-Praktizierender in China demonstrieren. Hongkong und Macao sind die einzigen Städte in China, wo derartige Proteste überhaupt möglich sind. „Das Hongkongs Führung dieses Einreiseverbot ausspricht, ist Beweis dafür, dass sie sich weiterhin massiv von der kommunistischen Einparteienregierung Chinas beeinflussen lässt“, so Lessenthin weiter.
Seitdem die VR China die buddhistische Meditationsschule Falun Gong im Jahre 1999 verboten hat, werden Praktizierende oft brutalen Repressalien ausgesetzt. So wurden hunderttausende Menschen verhaftet und in Arbeitslager deportiert, Zehntausende berichteten von Folter und Misshandlungen durch die chinesische Polizei und über Tausend sind an den Folgen der Folter gestorben.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9
60388 Frankfurt am Main
Tel: 069 420 108-0
eMail:
web: www.igfm.de
Die IGFM ist eine Menschenrechtsorganisation, die 1972 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Sie unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Nach Auffassung der IGFM sind nach dem Recht auf Leben und Sicherheit der Person, die bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- Religions- und Pressefreiheit die wichtigsten Menschenrechte. Ohne sie kann es weder Frieden noch sozialen Fortschritt geben. Die Grundlage ihrer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.
News-ID: 144922 • Views: 1135
Schlagwörter
Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:
Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.
Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr
© 2004-2012 openPR | Impressum



