03.07.2007 - 19:24 - Wissenschaft, Forschung, Bildung
Bundesministerin Schirmherrin einer Schulpartnerschaft zwischen Deutschland und Namibia
Pressemitteilung von: Kulturverein Deutschland-Namibia e.V.
Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul übernimmt die Schirmherrschaft für eine Schulpartnerschaft zwischen der Dibasen-School in Okombahe, Namibia, und der Heinrich-von-Kleist-Schule in Wiesbaden, Deutschland.
Die Dibasen-Schule ist eine Junior-Secondary-School und entspricht damit einer deutschen Realschule. Die Schule liegt in einer Gemeinde, in der vorwiegend Damara leben, Angehörige einer der elf ethnischen Bevölkerungsgruppen Namibias. Der Name Dibasen bedeutet in der Sprache der Damara so viel wie „do-it-yourself“. Und das wollen die Schülerinnen und Schüler auch. Sie wollen ihr Leben und das Leben ihrer Eltern in ihrem Heimatland verbessern. Eine Grundvoraussetzung dafür ist allerdings eine gute Schulausbildung. Bei allem Engagement der Lehrer fehlt es aber an allen Ecken und Kanten an Geld vom Staat. Zum Beispiel müssen sich fünf Schülerinnen und Schüler ein Lehrbuch teilen.
Die Schulpartnerschaft wurde von Jutta MacConnell, Mitglied des Kulturvereins Deutschland-Namibia, angeregt. Während eines ethnologischen Forschungsaufenthaltes in Namibia wurde sie von Lehrern und Schülern der Dibasen-Schule von Okombahe zu einem kulturellen Nachmittag eingeladen. Dieser Nachmittag und die vielen Fragen nach Tradition und Kultur in Deutschland waren Anlass für Jutta MacConnell, eine Schule in ihrer Heimat Wiesbaden zu suchen, die bereit ist, eine Partnerschaft mit der Dibasen-School aufzunehmen, damit sich Jugendliche aus verschiedenen Kulturen kennen lernen. Es fand sich die Heinrich-von-Kleist-Schule -Verbundene Haupt- und Realschule mit Abendhauptschule- deren Leiterin, Helena Päßler, für die ersten Kontakte eine achte Realschulklasse aussuchte. Die ersten Briefe zwischen den Schülerinnen und Schülern der beiden Schulen wurden bereits gewechselt. Doch der Postweg ist ein sehr langwieriger und kann schon mal bis zu einem halben Jahr dauern, was den partnerschaftlichen Kontakt erschwert. Natürlich wäre ein Kontakt via e-mail wünschenswert, vielleicht kann hier ja die Partnerschaft helfen.
Jutta MacConnell und Helena Päßler freuen sich mit den Lehrern und Schülern beider Schulen, dass Heidemarie Wieczorek-Zeul die Schirmherrschaft übernimmt. Die Bundesministerin hat im Jahr 2004 Namibia besucht und anlässlich einer Gedenkfeier an die Gräueltaten der deutschen Schutztruppen im Kolonialkrieg von 1904 eine Rede gehalten, die in Namibia einen großen Eindruck hinterließ, und sie hat bei diesem Anlass auch ein Projekt der Versöhnung ins Leben gerufen, das die Damara einschließt.
Die Schülerinnen und Schüler der deutschen Schule haben jetzt der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung einen großen Umschlag mit Post an „ihre“ Brieffreunde in Namibia übergeben, damit die Ministerin hilft, den langwierigen Postweg ein wenig zu verkürzen.
Jutta MacConnell
Kulturverein Deutschland-Namibia e.V.
Niederwaldstraße 14
65187 Wiesbaden
Telfon: o611-810235
email:
Kulturverein DEUTSCHLAND – NAMIBIA e.V.
Vor etwa 10 Jahren wurde von Wiesbadener und Wiesbadenerinnen der Kulturverein Deutschland – Namibia gegründet, um die Entwicklung einer Region in Namibia, in der vorwiegend Herero und Damara leben, zu unterstützen. Zweck des gemeinnützigen Vereins ist die Förderung und Pflege internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten sowie des Gedankens der Völkerverständigung zwischen Deutschland und Namibia. Der Verein legt großen Wert auf die persönliche Begegnung als Grundlage für die Verständigung zwischen zwei Kulturen. In den zehn Jahren seines Bestehens hat der Verein schon einige Projekte erfolgreich durchgeführt, und er hat sich noch viel vorgenommen.
Realisierte Projekte:
• Das jüngste Projekt (2007): Eine Schulpartnerschaft zwischen der Heinrich-von-Kleist-Schule in Wiesbaden und der Dibasen-Junior-Secondary-School in Okombahe, einem kommunalen Gebiet, das unter der kolonialen Herrschaft - zuerst von Deutschland und später von Südafrika - ein Reservat für die ethnische Bevölkerung war. Schirmherrin der Schulpartnerschaft ist Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul.
• Im Jahr 2004 wurde mit der Förderung von zwei Schulen in dem kommunalen Gebiet von Otjimbingwe - ebenfalls früher ein Reservat - begonnen. Es sind dies die Primary School und die Junior-Secondary-School. Für die Primary School wurde ein Sportplatz gebaut, die Secondary School brauchte Hilfe in der technischen Ausstattung. Es wurden auch die Schulheime der Schulen mit neuen Matratzen ausgestattet.
• Seit 2005 ermöglicht der Verein der heute 15-jährigen Gwendolen den weiterführenden Schulbesuch in einer der besten Schulen in der Hauptstadt Windhoek. Gwendolen besticht mit sehr guten Leistungen.
• Für Mepemba, eine der besten Schülerinnen der Da-Palm-Secondary-School in Otjimbingwe, sichert der Verein finanziell ihren Schulbesuch. In Namibia werden Gebühren für die Schule und das Schulheim erhoben und müssen Schuluniformen von den Eltern gekauft werden. Das können viele Eltern sich nicht leisten.
• Der Kulturverein Deutschland-Namibia betreibt auch Wirtschaftsförderung. So hat er im Jahr 2000 ein Seminar für „Small-Business“ durchgeführt. Es nahmen über 20 Kleinunternehmer und –unternehmerinnen an dem Kurs teil „How to improve my business“. Des Weiteren wurde ein dreimonatiger Nähkurs durchgeführt. Alle Teilnehmerinnen dieses Kurses erhielten ein Zertifikat.
• Der Kulturverein Deutschland-Namibia hat Wege für ein community based tourism project geebnet, d.h., Gelder ermittelt, bei der Antragsgestaltung assistiert und alle Institutionen zusammengeführt, die ein solches Projekt in Otjimbingwe durchführen können. Das Konzept des Projektes wurde von der Namibian Nature Foundation unterstützt und fließt heute in ein EU-gefördertes Projekt ein, das den Naturschutz fördern soll.
• Im Weiteren unterstützte der Kulturverein ein Backprojekt in Otjimbingwe, das insbesondere die wirtschaftliche Selbständigkeit von Frauen sichert. Es wurden zwei Backöfen errichtet, um einen Anstoß zum eigenen Gewerbebetrieb zu setzen.
•
Geplante Projekte
• Bau einer Schulhalle an der Primary School, die auch als Versammlungsort für die Gemeinde dienen soll.
• Weitere Förderung guter Schüler und Schülerinnen.
• Schüleraustausch mit deutschen Schulen.
• Internetanschlüsse für Schulen zwecks besserer nationaler und internationaler Kommunikation
• Hilfe zur Selbsthilfe bei weiteren Projekten, die der Wirtschaftsförderung und der Entwicklung, insbesondere der Gemeinde Otjimbingwe dienen sollen.
Finanzierung der Projekte:
Die Projekte werden durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert.
Spendenkonto: Kulturverein Deutschland-Namibia e.V., Postbank NL Frankfurt, BlZ 500 100 60, Konto-Nummer: 5679 94-603
Vorsitz und Rückfragen:
Den Vorsitz des Vereins führt Eugen Deubner, e-mail:
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Zweite Vorsitzende ist Dr. Claudia von Seck, e-mail:
Die Schriftführung liegt bei Jutta MacConnell, e-mail:
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Die Dibasen-Schule ist eine Junior-Secondary-School und entspricht damit einer deutschen Realschule. Die Schule liegt in einer Gemeinde, in der vorwiegend Damara leben, Angehörige einer der elf ethnischen Bevölkerungsgruppen Namibias. Der Name Dibasen bedeutet in der Sprache der Damara so viel wie „do-it-yourself“. Und das wollen die Schülerinnen und Schüler auch. Sie wollen ihr Leben und das Leben ihrer Eltern in ihrem Heimatland verbessern. Eine Grundvoraussetzung dafür ist allerdings eine gute Schulausbildung. Bei allem Engagement der Lehrer fehlt es aber an allen Ecken und Kanten an Geld vom Staat. Zum Beispiel müssen sich fünf Schülerinnen und Schüler ein Lehrbuch teilen.
Die Schulpartnerschaft wurde von Jutta MacConnell, Mitglied des Kulturvereins Deutschland-Namibia, angeregt. Während eines ethnologischen Forschungsaufenthaltes in Namibia wurde sie von Lehrern und Schülern der Dibasen-Schule von Okombahe zu einem kulturellen Nachmittag eingeladen. Dieser Nachmittag und die vielen Fragen nach Tradition und Kultur in Deutschland waren Anlass für Jutta MacConnell, eine Schule in ihrer Heimat Wiesbaden zu suchen, die bereit ist, eine Partnerschaft mit der Dibasen-School aufzunehmen, damit sich Jugendliche aus verschiedenen Kulturen kennen lernen. Es fand sich die Heinrich-von-Kleist-Schule -Verbundene Haupt- und Realschule mit Abendhauptschule- deren Leiterin, Helena Päßler, für die ersten Kontakte eine achte Realschulklasse aussuchte. Die ersten Briefe zwischen den Schülerinnen und Schülern der beiden Schulen wurden bereits gewechselt. Doch der Postweg ist ein sehr langwieriger und kann schon mal bis zu einem halben Jahr dauern, was den partnerschaftlichen Kontakt erschwert. Natürlich wäre ein Kontakt via e-mail wünschenswert, vielleicht kann hier ja die Partnerschaft helfen.
Jutta MacConnell und Helena Päßler freuen sich mit den Lehrern und Schülern beider Schulen, dass Heidemarie Wieczorek-Zeul die Schirmherrschaft übernimmt. Die Bundesministerin hat im Jahr 2004 Namibia besucht und anlässlich einer Gedenkfeier an die Gräueltaten der deutschen Schutztruppen im Kolonialkrieg von 1904 eine Rede gehalten, die in Namibia einen großen Eindruck hinterließ, und sie hat bei diesem Anlass auch ein Projekt der Versöhnung ins Leben gerufen, das die Damara einschließt.
Die Schülerinnen und Schüler der deutschen Schule haben jetzt der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung einen großen Umschlag mit Post an „ihre“ Brieffreunde in Namibia übergeben, damit die Ministerin hilft, den langwierigen Postweg ein wenig zu verkürzen.
Jutta MacConnell
Kulturverein Deutschland-Namibia e.V.
Niederwaldstraße 14
65187 Wiesbaden
Telfon: o611-810235
email:
Kulturverein DEUTSCHLAND – NAMIBIA e.V.
Vor etwa 10 Jahren wurde von Wiesbadener und Wiesbadenerinnen der Kulturverein Deutschland – Namibia gegründet, um die Entwicklung einer Region in Namibia, in der vorwiegend Herero und Damara leben, zu unterstützen. Zweck des gemeinnützigen Vereins ist die Förderung und Pflege internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten sowie des Gedankens der Völkerverständigung zwischen Deutschland und Namibia. Der Verein legt großen Wert auf die persönliche Begegnung als Grundlage für die Verständigung zwischen zwei Kulturen. In den zehn Jahren seines Bestehens hat der Verein schon einige Projekte erfolgreich durchgeführt, und er hat sich noch viel vorgenommen.
Realisierte Projekte:
• Das jüngste Projekt (2007): Eine Schulpartnerschaft zwischen der Heinrich-von-Kleist-Schule in Wiesbaden und der Dibasen-Junior-Secondary-School in Okombahe, einem kommunalen Gebiet, das unter der kolonialen Herrschaft - zuerst von Deutschland und später von Südafrika - ein Reservat für die ethnische Bevölkerung war. Schirmherrin der Schulpartnerschaft ist Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul.
• Im Jahr 2004 wurde mit der Förderung von zwei Schulen in dem kommunalen Gebiet von Otjimbingwe - ebenfalls früher ein Reservat - begonnen. Es sind dies die Primary School und die Junior-Secondary-School. Für die Primary School wurde ein Sportplatz gebaut, die Secondary School brauchte Hilfe in der technischen Ausstattung. Es wurden auch die Schulheime der Schulen mit neuen Matratzen ausgestattet.
• Seit 2005 ermöglicht der Verein der heute 15-jährigen Gwendolen den weiterführenden Schulbesuch in einer der besten Schulen in der Hauptstadt Windhoek. Gwendolen besticht mit sehr guten Leistungen.
• Für Mepemba, eine der besten Schülerinnen der Da-Palm-Secondary-School in Otjimbingwe, sichert der Verein finanziell ihren Schulbesuch. In Namibia werden Gebühren für die Schule und das Schulheim erhoben und müssen Schuluniformen von den Eltern gekauft werden. Das können viele Eltern sich nicht leisten.
• Der Kulturverein Deutschland-Namibia betreibt auch Wirtschaftsförderung. So hat er im Jahr 2000 ein Seminar für „Small-Business“ durchgeführt. Es nahmen über 20 Kleinunternehmer und –unternehmerinnen an dem Kurs teil „How to improve my business“. Des Weiteren wurde ein dreimonatiger Nähkurs durchgeführt. Alle Teilnehmerinnen dieses Kurses erhielten ein Zertifikat.
• Der Kulturverein Deutschland-Namibia hat Wege für ein community based tourism project geebnet, d.h., Gelder ermittelt, bei der Antragsgestaltung assistiert und alle Institutionen zusammengeführt, die ein solches Projekt in Otjimbingwe durchführen können. Das Konzept des Projektes wurde von der Namibian Nature Foundation unterstützt und fließt heute in ein EU-gefördertes Projekt ein, das den Naturschutz fördern soll.
• Im Weiteren unterstützte der Kulturverein ein Backprojekt in Otjimbingwe, das insbesondere die wirtschaftliche Selbständigkeit von Frauen sichert. Es wurden zwei Backöfen errichtet, um einen Anstoß zum eigenen Gewerbebetrieb zu setzen.
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Geplante Projekte
• Bau einer Schulhalle an der Primary School, die auch als Versammlungsort für die Gemeinde dienen soll.
• Weitere Förderung guter Schüler und Schülerinnen.
• Schüleraustausch mit deutschen Schulen.
• Internetanschlüsse für Schulen zwecks besserer nationaler und internationaler Kommunikation
• Hilfe zur Selbsthilfe bei weiteren Projekten, die der Wirtschaftsförderung und der Entwicklung, insbesondere der Gemeinde Otjimbingwe dienen sollen.
Finanzierung der Projekte:
Die Projekte werden durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert.
Spendenkonto: Kulturverein Deutschland-Namibia e.V., Postbank NL Frankfurt, BlZ 500 100 60, Konto-Nummer: 5679 94-603
Vorsitz und Rückfragen:
Den Vorsitz des Vereins führt Eugen Deubner, e-mail:
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Zweite Vorsitzende ist Dr. Claudia von Seck, e-mail:
Die Schriftführung liegt bei Jutta MacConnell, e-mail:
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