(openPR) Erfolgreiche Operationen in Monrovia an Bord der „Africa Mercy“
Monrovia/Liberia, 3. Juli 2007 – Auf dem weltweit größten privaten Klinikschiff, der „Africa Mercy“, hat das 25köpfige Operationsteam die Arbeit aufgenommen. Bis Ende des Jahres plant die Schiffsbesatzung im Hafen von Monrovia im afrikanischen Liberia zahlreiche kostenlose Operationen, darunter Korrekturen von Fehlstellungen, Verbrennungen, gynäkologische Eingriffe, Augenoperationen und Tumorentfernungen, durchzuführen. Die erste Patientin der 152 Meter langen “Africa Mercy“ ist die blinde Suah Paye. Suah Paye ist die Familienälteste einer sehr großen Bauernfamilie und lebt am Existenzminimum. Die Familie erwirtschaftet gerade so viel, um sich selbst zu ernähren. „Als man Suah ein paar Tage nach der Operation die Augenbinde abnahm, tanzte die alte Frau glücklich im Behandlungsraum herum“, schilderte Dr. Glenn Strauss, der seit März 2000 ehrenamtlich für Mercy Ships arbeitet. „Das schwimmende Krankenhaus ist für viele Menschen in Liberia die letzte Hoffnung auf Heilung, da es in dem armen afrikanischen Staat kaum Ärzte gibt.“
Das erste Kind, das von dem amerikanischen Augenarzt operiert wurde, ist die 11jährige Lisa Moore. Lisa kam mit einer angeborenen Linsentrübung zu dem Ärzteteam des Klinikschiffes. Ohne diesen Eingriff wären Lisas Aussichten auf eine Schulbildung sehr gering gewesen. Auch zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen wäre mit dieser Krankheit für sie sehr schwierig geworden.
„Häufig leben unsere Patienten jahrelang in Dunkelheit, ohne Aussicht auf ein normales Leben. Eine Operation, die nur rund 15 Minuten dauert, ändert dies dramatisch“, sagt Dr. Strauss. „Und genau das liebe ich an diesem Beruf so. Denn ich habe die Möglichkeit, das Leben der Menschen in Liberia zu verbessern.“
In den nächsten drei Wochen wird Dr. Steve Arrowsmith, Chirurg der VVF Ltd., mit einem 90minütigen Eingriff das Leben von 47 Frauen verändern. Er operiert Blasen-Scheiden-Fisteln, die in Afrika aufgrund fehlender Geburtshilfe entstehen. Die Folgen: Inkontinenz, Einsamkeit und Armut. Häufig werden die Frauen nämlich wegen der Krankheit von ihren Familien verstoßen.
Dank der sechs hochmodernen Operationssäle des privaten Klinikschiffes „Africa Mercy“ konnte die Kapazität der Behandlungen und Operationen von Mercy Ships verdoppelt werden. Außer den Augenoperationen und den gynäkologischen Eingriffen von Dr. Arrowsmith werden auf der ehemaligen dänischen Eisenbahnfähre ab dem 9. Juli 2007 orthopädische Behandlungen durchgeführt. Ab September werden Korrekturen im Bereich plastischer Chirurgie sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie vorgenommen.
Für Spenden zur Finanzierung der aktuellen Projekte hat Mercy Ships ein Konto eingerichtet: 915440 bei der Raiffeisenbank Singoldtal (BLZ 701 694 13).











