Auftaktveranstaltung zum IHK-Arbeitskreis für Patentfachleute

Pressemitteilung von: IHK Gießen-Friedberg
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Stephan Hundertmark, Hans-Christian Metternich, Dr. Angelika Schlaefke, Dr. Frank Wendzinski (v.l.n.r.)
Gießen-Friedberg, 2. Juli 2007 - Nach einer Auftaktveranstaltung in der IHK in Gießen trifft sich künftig regelmäßig der Arbeitskreis „Patentfachleute aus Unternehmen“. Die Vizepräsidentin der IHK Gießen-Friedberg, Dr. Angelika Schlaefke, betonte zu Beginn, dass die Ansprechpartner für Patente in den Unternehmen nicht nur technische Fragen beantworten müssen: „Genauso müssen Sie den rechtlichen Rahmen kennen, betriebswirtschaftliche Bewertungen abgeben und strategisch denken.“ Hier sollen die Teilnehmer aus der Mitarbeit neue Impulse für ihr tägliches Geschäft erhalten. Der regelmäßige Austausch des Wissens mit Kollegen, die mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben, kann sehr hilfreich sein. Der Arbeitskreis „Patentfachleute“ für Mitgliedsunternehmen der IHK Gießen-Friedberg will dafür eine Plattform bieten. In gleichmäßigen Abständen werden sich die Mitglieder treffen und über aktuelle Probleme des gewerblichen Rechtsschutzes sprechen. Die Themen werden dabei von den Arbeitskreismitgliedern vorgegeben.

Zu den Veranstaltungen werden Referenten mit ihren Informationen beitragen. Den Anfang machte Hans-Christian Metternich, Hauptabteilungsleiter des Deutschen Patent- und Markenamtes in München. Er stellte in seinem Vortrag die Bedeutung von Patenten für Innovation und Wettbewerb heraus. Er machte darauf aufmerksam, dass 3,6 Prozent der Anmelder rund 60 Prozent der Patentanmeldungen einreichen. Dabei handelt es sich überwiegend um Großunternehmen. Er forderte insbesondere den Mittelstand auf, mehr Patente anzumelden. Kontrovers wurde diskutiert, dass die Patenterhaltung mit hohen Kosten verbunden ist. Das macht gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen schwer zu schaffen. So wurde auch gleich von einem Arbeitskreismitglied der Vorschlag gemacht, die Patenterhaltungsgebühren für den Mittelstand zu reduzieren. Dann gäbe es auch mehr Möglichkeiten für Patentanmeldungen. Metternich versprach, die Idee mit nach München zu nehmen.
Einen zweiten Vortrag hörten die Teilnehmer von Stephan Hundertmark vom Steinbeis-Transfer-Institut für Intellectual Property Management, ebenfalls München. Er stellte die Grundsätze ordnungsgemäßer Patentbewertung vor. Patentbewertungen haben unter anderem Bedeutung für den Wert eines Unternehmens. Um die Bewertungsansätze besser vergleichbar zu machen, hat Hundertmark zusammen mit anderen Experten eine Norm entwickelt. In der PAS 1070 werden die Grundsätze der Patentbewertung beschrieben.

Die nächste Arbeitskreissitzung wird im Herbst 2007 stattfinden. Die IHK Gießen-Friedberg übernimmt die Organisation. Für Interessenten steht Dr. Frank Wendzinski unter der Rufnummer 06031 / 609-2000 als Ansprechpartner zur Verfügung.

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Pressemeldung Nr. 101, 2.797 Zeichen, 42 Zeilen
Verantwortlich für den Inhalt: Bibiane Dünkel-Miersch, Tel. 0641 / 7954-2510
Pressestelle: Kurt Schmitt, Tel. 06031 / 609-1100

Über die IHK Gießen-Friedberg:
Rund 40.000 Unternehmen haben ihren Sitz im Bezirk der IHK Gießen-Friedberg. Von diesen arbeiten rund 1.800 Unternehmerinnen und Unternehmer ehrenamtlich in den IHK-Gremien mit. Weitere Informationen finden Sie unter www.giessen-friedberg.ihk.de

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