22.06.2007 - 11:34 - Industrie, Bau & Immobilien

Bayerische Immobilienwirtschaft fordert Unterstützung beim Klimaschutz

Pressemitteilung von: VdW Bayern / PR Agentur: Agentur ComMenDo
Umsetzung der Klimaagenda kann nicht allein von Unternehmen getragen werden – Sondersteuer bedroht Investitionskraft

München, 22.06.2007 – Nach den Plänen der Bundesregierung sollen bis 2020 durch Gebäudesanierungen und effizientere Heizungsanlagen 41 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart werden. Auf die Wohnungsunternehmen kommen Kosten in Milliardenhöhe zu. Doch ein Ausbau der Förderprogramme ist bisher nicht vorgesehen. „Die nötigen Investitionen sind für unsere sozial-orientierten Mitgliedsunternehmen nicht ohne staatliche Hilfe machbar", sagt Xaver Kroner, Verbandsdirektor des VdW Bayern (Verband bayerischer Wohnungsunternehmen) und Mitglied der Arge der Bayerischen Immobilienwirtschaft auf einer Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft.

Die bayerische Wohnungswirtschaft teile die Klimaschutzziele grundsätzlich. Für milliardenschwere Investitionen fehlten aber die Mittel. Bisher gebe es von der Bundesregierung keine Signale, ihre Förderprogramme auszubauen. Das Gebäudesanierungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) laufe nur bis 2009 und sei wegen des Zinsänderungsrisikos gerade für kleinere Wohnungsunternehmen nicht attraktiv. Bei einer Darlehenslaufzeit von 30 Jahren ende der subventionierte Zinssatz bereits nach zehn Jahren, danach würden die Zinsen an die aktuellen Kapitalmarktkonditionen angepasst werden.

Energieeinsparinvestitionen an Mieter weitergeben

Ein positiver Anreiz für Investitionen wäre deren einfachere Umlegbarkeit auf die Miete. Dies sei auch deshalb gerechtfertigt, weil die Mieter direkt von sinkenden Nebenkosten profitieren würden.

An den von der Bundesregierung erhofften steigenden Investitionen in energetische Sanierung durch den neu eingeführten Gebäudeenergiepass zweifelt Kroner: „Hier werden Mittel gebunden, die dann für Modernisierungsmaßnahmen fehlen."

Sondersteuer auf EK02-Bestände schwächt Investitionskraft

Eine gegenwärtig diskutierte verpflichtende Besteuerung für unversteuertes Eigenkapital von ehemals gemeinnützigen Wohnungsunternehmen, so genannte EK02-Bestände, in Höhe von drei Prozent, würde allein die bayerischen Wohnungsunternehmen knapp 450 Millionen Euro kosten. „Dadurch würde für zahlreiche Wohnungsunternehmen jede Investitionstätigkeit für viele Jahre zum Erliegen kommen", erklärt Kroner. Die Folgen würden von drastischen Mieterhöhungen bis zum Verkauf von Beständen reichen. An die politischen Entscheider appelliert der Verbandsdirektor, Lösungen zu finden, die eine verpflichtende Besteuerung verhindern.
* * *
Der Abdruck ist frei. Wir bitten um ein Belegexemplar.
* * *
Zeichen (inkl. Leerzeichen): 2.588
* * *

Ansprechpartner für die Medien:
Tobias Straubinger, Medienreferent
VdW Bayern
Stollbergstraße 7, 80539 München
Telefon: (089) 29 00 20-305, Fax: (089) 228 59 40
E-Mail:
Internet: www.vdwbayern.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Ansprechpartner der betreuenden Agentur:
Karina Möckel, Team 1 "Bauen & Wohnen"
ComMenDo Agentur für UnternehmensKommunikation GmbH
Hofer Straße 1, 81737 München
Telefon: (089) 67 91 72-0, Fax: (089) 67 91 72-79
E-Mail:
Internet: www.commendo.de
* * *

Im VdW Bayern sind knapp 500 bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 339 Wohnungsgenossenschaften und 83 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 560.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

News-ID: 142375 • Views: 1150

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr