20.06.2007 - 15:19 - Wissenschaft, Forschung, Bildung
Chiemgau Komet: Prähistorisches Artefakt entkräftet die These vom eiszeitlichen Toteisloch „Tüttensee“
Pressemitteilung von: Chiemgau Impact Research Team / PR Agentur: Chiemgau Impact Research Team
Artefakt ist gemäß einer Erörterung mit Jürgen Weiner M.A. (Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege) in das Mittel- bis Endneolithikum (ca. 3000 bis 2000 v.Chr), möglicherweise aber auch in die Bronzezeit zu stellen ist.
Sehr ungewöhnlich ist die Härte des verwendeten Quarzitmaterials, und ein Vergleichsobjekt ist aus Deutschland offenbar nicht bekannt. Selbst aus der norddeutschen Megalithkultur sind keine durchbohrten Äxte aus Silex überliefert, der dieselbe Härte wie der Quarzit besitzt. Wegen der Form des verwendeten Gerölls und des exzentrischen Ansatzpunktes der Bohrung ist zu vermuten, dass aus dem Rohling ein Prunkbeil werden sollte, das gemäß einer Erörterung mit Jürgen Weiner M.A. (Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege) in das Mittel- bis Endneolithikum (ca. 3000 bis 2000 v.Chr), möglicherweise aber auch in die Bronzezeit zu stellen ist.
Bemerkenswert im Zusammenhang mit dem Chiemgau-Impakt ist, dass der Beilrohling nicht in einem archäologisch ansprechbaren Horizont angetroffen wurde sondern in 1 m Tiefe aus der polymikten Trümmerbrekzie geborgen wurde, die rund um den Tüttensee in mehr als 30 Schürfen zutage getreten ist und die wegen dieser Konstellation als Auswurfmassen des Tüttensee-Impaktes gedeutet wird (chiemgau-impakt.de/artikel2d.pdf).
Mit der Artefakt-Datierung auf mehrere tausend Jahre nach der Eiszeit ist klar, dass alle Versuche, die ungewöhnliche Brekzie mit geologischen Prozessen der Eiszeit in Verbindung zu bringen, keine Basis haben. Stattdessen ist mit dem Fund des Artefaktes belegt, dass noch in der allerjüngsten geologischen Vergangenheit im Bereich des Tüttensees ein ungemein zerstörerisches geologisches Ereignis stattgefunden haben muss, für das in Ermangelung vernünftiger Alternativen nur der Impakt mit der Formung des Tüttensee-Kraters in Frage kommt. [Der Artikel zum Fund: www.bandkeramik.eu/artefakt.html]
Hans-Peter Matheisl
Ciemgau-Impact-Research-Team
Speckbichl 25
83324 Ruhpolding
www.chiemgau-impakt.de
Tel: 08663 883904
Handy: 0152 01918766
Seit dem Jahr 2000 stieß eine Gruppe von Heimatforschern im Raum zwischen Altötting und Traunstein nahe dem Chiemsee (Südost-Bayern) immer wieder auf eigenartige metallische Stücke im Untergrund, die sich als die extrem seltenen bzw. auf der Erde in natürlicher Form nicht vorkommenden Eisensilizid-Minerale Fe3Si (Gupeiit) und Fe5Si3, (Xifengit) erwiesen. Die Gruppe um Werner Mayer (Bergen), die einen offiziellen Auftrag und eine entsprechende Genehmigung zur Suche nach archäologisch bedeutenden Objekten in der Region besaß, stellte fest, dass das ungewöhnliche Material regelmäßig in der Nähe von auffälligen Kraterstrukturen und an Stellen gefunden wurde, für die ein menschlicher Eintrag kaum vorstellbar war. Die Krater hatten meist einen ausgeprägten Ringwall; einige waren aber - deutlich sichtbar - durch Pflügen bereits eingeebnet worden.
Die Verbreitung der eigenartigen Funde und flächig korrespondierende Auffälligkeiten eines Bienenhonig-Monitoring (durch Dr. B. Raeymaekers (2005)) erregte bei Wissenschaftlern der Universitäten München und Tübingen Interesse und veranlasste die Gruppe Mayer in der Folgezeit zu einem außergewöhnlichen Programm der systematischen Erforschung der Geländebefunde, in deren Verlauf die Idee des Einschlages eines extraterrestrischen Körpers in historischer Zeit immer mehr Gestalt annahm. Nach gewissen Konflikten mit Wissenschaftlern der genannten Universitäten entschloss sich die Gruppe der Heimatforscher dazu, Dr. Michael Rappenglück, Astronom und Archäoastronom, Institut für Interdisziplinäre Forschung Gilching, Prof. Dr. Kord Ernstson, Geologe, Geophysiker und Impaktforscher von der Universität Würzburg, sowie Privatdozent Dr. Uli Schüßler, Mineraloge und Petrologe, ebenfalls von der Universität Würzburg, um wissenschaftliche Unterstützung bei der weiteren Untersuchung des Phänomens zu bitten. Es kam zu einem Zusammenschluss der Entdecker um Werner Mayer mit den genannten Wissenschaftlern zum Chiemgau Impact Research Team (CIRT), zu dem Barbara Rappenglück, M.A., als Historikerin, hinzukam, nachdem auch die geschichtliche Bedeutung des Phänomens immer offensichtlicher wurde.
Weiterhin an dem Phänomen arbeiteten und arbeiten Wissenschaftler der Universitäten Tübingen, München, Antwerpen, Freiburg und Augsburg.
Im Oktober 2004 veröffentlichte die amerikanische Zeitschrift ASTRONOMY online einen Artikel über den "Chiemgau-Kometen"; gleichzeitig wurde ein ausführlicher wissenschaftlicher Artikel des CIRT über alle bis dahin bekannten Aspekte der Entdeckung im Internet publiziert. Beide Artikel wurden über das wissenschaftliche Internetforum CCNet (Cambridge Conference, Dr. Benny Peiser) innerhalb kürzester Zeit als "Big Bang of Bavaria" (DER SPIEGEL in einem Artikel über die Entdeckung) weltweit verbreitet, und ein enormes Medieninteresse setzte ein.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Der heutige Stand der Entdeckung mit all den inzwischen erbrachten neuen Befunden und gewonnenen Erkenntnissen wird auf der Internetseite www.chiemgau-impakt.de (Version in englischer Sprache www.chiemgau-impact.com) vorgestellt, wobei aber auch die wissenschaftliche Diskussion und Konflikte nicht ausgespart bleiben.
Das Medieninteresse mit Berichten in Presse und Rundfunk sowie mit Filmen im Fernsehen hat die Erforschung des Phänomens einer breiten Bevölkerung nahegebracht, hat Institute, Institutionen, Unternehmen, Gebietskörperschaften, Politiker und viele interessierte Privatpersonen aufmerksam gemacht und zu vielfältiger Unterstützung angeregt. Mit diesem großen Interesse und der zunehmenden Unterstützung reifte die Idee, einen gemeinnützigen Verein zu gründen, was am 3.Oktober 2006 in die Tat umgesetzt wurde.
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