15.06.2007 - 14:18 - Tourismus, Auto & Verkehr

Tourismusprofessor Axel Dreyer der Hochschule Harz und Reinhold Messner im Gespräch

Pressemitteilung von: Hochschule Harz - Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

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Prof. Dr. Axel Dreyer und Reinhold Messner im Erfahrungsaustausch in Bozen
Auf Schloss Sigmundskron in Bozen trafen sich Reinhold Messner und der Wernigeröder Tourismusprofessor Axel Dreyer zu einem Erfahrungsaustausch. Als die Regierung der Autonomen Provinz Bozen (Südtirol) 2003 eine neue Nutzung des für Südtirol geschichtsträchtigen Schlosses auf den Weg brachte, gehörte Professor Dreyer von der Hochschule Harz zu der begutachtenden internationalen Kommission. Messner bekam seinerzeit den Zuschlag ein Bergmuseum zu errichten, das im letzten Jahr seine Pforten öffnete. Nun schaute sich Dreyer das MMM (Messner Mountain Museum) Firmian an und war insbesondere von der architektonischen Inszenierung begeistert.

Hauptgrund des Gesprächs waren jedoch die aktuellen Forschungsprojekte von Professor Dreyer, der an einem neuen Buch zum Sport- und Aktivtourismus arbeitet und als Leiter des Kompetenzzentrums Tourismus der Hochschule Harz mit seinem Mitarbeiter Martin Endreß nach innovativen Wander- und Aktivangeboten „55plus“ für den Harz sucht.

Einig waren sich Messner und Dreyer darüber, dass im Wettbewerb der Destinationen der regionalen Identität entscheidender Bedeutung zukommt. Regionale Eigenheiten sind einmalig, können kaum nachgeahmt werden und sind daher für eine Positionierung im Tourismusmarkt besonders geeignet. „Die Potenziale müssen besser genutzt werden, andere Regionen sind uns da weit voraus“, sagt Dreyer. In der Altmark habe sich in dieser Hinsicht mit dem Kulinarium schon viel getan, in der Weinregion Saale-Unstrut stehe es auf der Tagesordnung und der Harz müsse sich dieses Themas intensiver annehmen. Messner pflichtet dem bei: „Mein Winzer vermarktet schon 70% direkt und er strebt 100% an.“ Ein lohnendes Ziel, denn Direktvermarktung einheimischer Erzeugnisse erzielt die beste Handelsspanne, stärkt so Kleinbetriebe einer Region, verhindert weite Transportwege und tritt auf diese Weise sogar dem Klimawandel entgegen.

Hochschule Harz
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