15.06.2007 - 12:16 - Kunst & Kultur
Beuys müsste bei der documenta 12 Lizenzgebühren zahlen
Pressemitteilung von: ArtPreiner
Beuys geplante Führungen mit den RAF-Terroristen wären bei der documenta 12 antragspflichtig gewesen.
Wie gestern Spiegel-online unter dem Titel “Dürer ich führe” berichtete, erinnert das Kunstmagazin Monopol in seiner neuen Ausgabe an eine 35 Jahre alte Aktion von Joseph Beuys. Damals wollte der Künstler die beiden RAF-Terroristen Ulrike Meinhof und Andreas Baader über die documenta führen. Monopol bat verschiedene Künstler wie z.B. Herbert Grönemeyer, Inga Humpe, John Bock und Durs Grünbein Auskunft zu geben, wen sie am liebsten über die documenta führen würden.
Monopol hat die Rechnung allerdings ohne Buergel und Noack gemacht. Denn wenn die Promis einfach so losgehen und ihre Führung vom Stapel lassen, können sie sicher sein, dass hinter der nächst besten Skulptur ein Führungsüberwacher hervorspringt und barsch nach dem genehmigten Antrag hierzu fragt. Wehe dem, der ist dann nicht vorhanden! Aus die Maus, pfusch die Lärche. Mund halten und Lizenzgebühren abdrücken.
Joseph Beuys hatte mit “seiner” documenta noch Glück. Er konnte sich mit jedem und jeder auf der documenta austauschen, ohne vorher zu überprüfen, ob er genug Bargeld oder zumindest eine goldene Kreditkarte bei sich trug. Denn die muss man ab morgen wohl eingesteckt haben, wenn man unerlaubterweise ein Grüppchen um sich schart und Wissens- oder auch Nichtwissenswertes von sich gibt. Denn, wozu wurden sonst die Bedingungen ersonnen, die externe Führungen nur mehr gegen Voranmeldung und erteilter Erlaubnis auf den Parcours schicken?
Deswegen, Vorsicht an alle kreativen Köpfe da draußen und nicht vergessen: Führungen brav rechtzeitig vorher anmelden und genehmigen lassen. Schade, dass es keinen Beuys mehr gibt. Der hätte sicher eine vielbeachtete Kunstaktion daraus gemacht.
Die österreichische Kunsthistorikerin fordert deshalb alle auf, eine Führungsaktion zu veranstalten. "Ich fordere deshalb alle auf den 14. Juli zum Tag der unauthorisierten documetaführungen werden zu lassen." freut sich Michaela Preiner schon sichtlich auf den 14. Juli. Den 14. Juli hat sie als geschichtsträchtiges Thema (Sturm auf die Bastille) ganz bewusst gewählt. Sie ist schon gespannt, wieviel "revolutionäres" Potential noch in der internationalen Kunstszene steckt.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Dr. Michaela Preiner
Sanderstraße 23
97070 Würzburg
09313206969
Michaela Preiner:
Die promovierte Kunsthistorikerin und Ausstellungsrezensentin ist spezialisiert auf die Themen zeitgenössische Kunst und den Kunstmarkt. Die geborene Österreicherin arbeitet seit 2007 als freie Journalistin in Deutschland und ist beliebte Rednerin bei Messen z.B. Messe Frankfurt, Art-Innsbruck und hat sich auf die Themen zeitgenössiches Kunst und den Kunstmarkt spezialisiert.
Wie gestern Spiegel-online unter dem Titel “Dürer ich führe” berichtete, erinnert das Kunstmagazin Monopol in seiner neuen Ausgabe an eine 35 Jahre alte Aktion von Joseph Beuys. Damals wollte der Künstler die beiden RAF-Terroristen Ulrike Meinhof und Andreas Baader über die documenta führen. Monopol bat verschiedene Künstler wie z.B. Herbert Grönemeyer, Inga Humpe, John Bock und Durs Grünbein Auskunft zu geben, wen sie am liebsten über die documenta führen würden.
Monopol hat die Rechnung allerdings ohne Buergel und Noack gemacht. Denn wenn die Promis einfach so losgehen und ihre Führung vom Stapel lassen, können sie sicher sein, dass hinter der nächst besten Skulptur ein Führungsüberwacher hervorspringt und barsch nach dem genehmigten Antrag hierzu fragt. Wehe dem, der ist dann nicht vorhanden! Aus die Maus, pfusch die Lärche. Mund halten und Lizenzgebühren abdrücken.
Joseph Beuys hatte mit “seiner” documenta noch Glück. Er konnte sich mit jedem und jeder auf der documenta austauschen, ohne vorher zu überprüfen, ob er genug Bargeld oder zumindest eine goldene Kreditkarte bei sich trug. Denn die muss man ab morgen wohl eingesteckt haben, wenn man unerlaubterweise ein Grüppchen um sich schart und Wissens- oder auch Nichtwissenswertes von sich gibt. Denn, wozu wurden sonst die Bedingungen ersonnen, die externe Führungen nur mehr gegen Voranmeldung und erteilter Erlaubnis auf den Parcours schicken?
Deswegen, Vorsicht an alle kreativen Köpfe da draußen und nicht vergessen: Führungen brav rechtzeitig vorher anmelden und genehmigen lassen. Schade, dass es keinen Beuys mehr gibt. Der hätte sicher eine vielbeachtete Kunstaktion daraus gemacht.
Die österreichische Kunsthistorikerin fordert deshalb alle auf, eine Führungsaktion zu veranstalten. "Ich fordere deshalb alle auf den 14. Juli zum Tag der unauthorisierten documetaführungen werden zu lassen." freut sich Michaela Preiner schon sichtlich auf den 14. Juli. Den 14. Juli hat sie als geschichtsträchtiges Thema (Sturm auf die Bastille) ganz bewusst gewählt. Sie ist schon gespannt, wieviel "revolutionäres" Potential noch in der internationalen Kunstszene steckt.
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Michaela Preiner:
Die promovierte Kunsthistorikerin und Ausstellungsrezensentin ist spezialisiert auf die Themen zeitgenössische Kunst und den Kunstmarkt. Die geborene Österreicherin arbeitet seit 2007 als freie Journalistin in Deutschland und ist beliebte Rednerin bei Messen z.B. Messe Frankfurt, Art-Innsbruck und hat sich auf die Themen zeitgenössiches Kunst und den Kunstmarkt spezialisiert.
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