15.06.2007 - 11:03 - Industrie, Bau & Immobilien
Neues Passivhaus Projektierungs Paket 2007 – Standardanwendung stark erweitert und internationalisiert
Pressemitteilung von: IG Passivhaus / PR Agentur: IG Passivhaus Deutschland
Darmstadt, 15. Juni 2007 – Das Passivhaus Institut Darmstadt hat die wichtigste Standardsoftware für Passivhäuser, das Passivhaus Projektierungs Paket (PHPP), entscheidend aktualisiert und erweitert. Unter dem Namen PHPP 2007 bietet die neueste Version der Anwendung Datenblätter für Nichtwohngebäude, eine stärkere Internationalisierung, ein verbessertes Verfahren für den Sommerfall und ein neues Datenblatt für Wärmepumpen-Kompaktgeräte. Das bewährte Tool für Gebäudeenergiebilanzen ist ab sofort direkt beim Passivhaus Institut oder über www.passiv.de erhältlich. Es kostet 93 Euro bzw. 55 Euro als Aktualisierung für ältere PHPPVersionen (jeweils zzgl. Versand).
Das PHPP ersetzt komplexe Gebäudesimulationen und wurde ursprünglich an über 300 Passivhäusern mit detaillierten wissenschaftlichen Messprogrammen validiert. Es wurde vom Passivhaus Institut Darmstadt erstmalig 1998 veröffentlicht und zuletzt 2004 aktualisiert. Die Berechnung eines Passivhauses nach PHPP (oder einem gleichwertigen Verfahren auf der Grundlage der DIN ISO 13790) ist Voraussetzung für einen vergünstigten Kredit der KfW-Förderbank.
Alle Neuerungen im PHPP 2007 im Detail
Nichtwohngebäude: Auf einem neuen Tabellenblatt kann der Strombedarf für Beleuchtung, Arbeitshilfenstrom und Küchen von Nichtwohngebäuden bilanziert werden. Ein weiteres Blatt dient der Überprüfung bzw. Projektierung der internen Wärmegewinne von Nichtwohngebäuden. Nutzungsprofile erleichtern die Projektierung des Strombedarfs und der internen Wärmequellen – zusätzlich können eigene Profile definiert werden.
Internationalisierung: Die Entwickler des PHPP haben auf das starke internationale Interesse am Passivhaus reagiert. Die neueste Version enthält zahlreiche neue Klimadaten, insbesondere komplette Klimadatensätze für Österreich und die Schweiz, Ostdeutschland sowie für wichtige Städte im übrigen Westeuropa. Struktur und Bedienung des Blattes wurden optimiert. Die Algorithmen zur Berechnung des Solarstrahlungsangebots und der Verschattung sind jetzt auch außerhalb Mitteleuropas gültig. Auf dem Tabellenblatt Lüftung ersetzt ein klimaunabhängiger Wirkungsgrad für Erdreichwärmeübertrager den Wärmebereitstellungsgrad.
Sommerfall: Für Fälle, in denen aktive Kühlung erforderlich ist, berechnet das PHPP 2007 nun den Nutzkältebedarf. Der Energiebedarf für latente Lasten, d.h. für Luftentfeuchtung, wird abgeschätzt. Das neue Blatt Kühlgeräte bestimmt den maximalen Kühlleistungsbedarf als Tagesmittelwert. Eine eventuelle Raumkühlung wurde in die Primärenergiebilanz aufgenommen. Das für Passivhäuser in Mitteleuropa bereits bewährte Sommerfallverfahren berücksichtigt nun explizit Erdreichkopplung, die Solarstrahlungsabsorption auf den opaken Außenoberflächen sowie verschiedene Arten der Nachtlüftung. Für den Sommerfall ermittelt das PHPP einen zweiten Satz Erdreichtemperaturen. Die Strahlungsbilanz opaker Außenbauteile kann nun ebenfalls berücksichtigt werden. Verschiedene Fensterlüftungsströme kann das PHPP nun übersichtlich nebeneinander darstellen.
Wärmepumpenkompaktgeräte: Im Hinblick auf die im Laufe des Jahres 2007 beginnende Zertifizierung von Wärmepumpen-Kompaktgeräten wurde das Blatt „Kompakt“ vollständig überarbeitet.
Pressekontakt:
IG Passivhaus Deutschland
Rheinstr. 44/46
64283 Darmstadt
Sabine Stillfried
06151-82699-33

Sebastian Boppert
06151-82699-17

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Über die IG Passivhaus Deutschland
Die Informationsgemeinschaft Passivhaus (IG-Passivhaus) ist ein nicht-kommerzielles, deutschlandweit und international tätiges Netzwerk. Vorrangige Ziele der IG Passivhaus sind die Verbreitung des Passivhauskonzepts und die Vermittlung von Informationen und angewandtem Wissen an Fachleute. Die IG Passivhaus Deutschland wird vom Wegbereiter des Passivhauses, Dr. Wolfgang Feist und durch ihre über 400 Mitglieder unterstützt.
Über das Passivhaus
Das Passivhaus ist ein Baustandard, der gegenüber dem Niedrigenergiehaus noch einmal 75 Prozent Energie und ebenso viele CO2-Emissionen einspart – es ist kein spezielles Produkt oder eine eingetragene Marke. Ein Passivhaus ist so energieeffizient, dass es ohne ein herkömmliches Heizungssystem auskommt. Im Vergleich zu durchschnittlichen bestehenden Wohngebäuden benötigt ein Passivhaus nur ein Zehntel der Heizenergie – umgerechnet in Öl ca. 1,5 Liter pro Quadratmeter im Jahr. Seinen verschwindend geringen Restenergiebedarf vereint das Passivhaus mit einem deutlich erhöhten Wohnkomfort: Ohne Zugluft, Schimmel oder kalte Oberflächen, jedoch mit frischer Luft in angenehm warmen Räumen. Europaweit wurden bereits über 10.000 Wohneinheiten im Passivhausstandard errichtet, der größte Teil davon in Deutschland. Die Mehrinvestitionen für Passivhausqualität liegen bei fünf bis zehn Prozent der normalen Baukosten.
Das PHPP ersetzt komplexe Gebäudesimulationen und wurde ursprünglich an über 300 Passivhäusern mit detaillierten wissenschaftlichen Messprogrammen validiert. Es wurde vom Passivhaus Institut Darmstadt erstmalig 1998 veröffentlicht und zuletzt 2004 aktualisiert. Die Berechnung eines Passivhauses nach PHPP (oder einem gleichwertigen Verfahren auf der Grundlage der DIN ISO 13790) ist Voraussetzung für einen vergünstigten Kredit der KfW-Förderbank.
Alle Neuerungen im PHPP 2007 im Detail
Nichtwohngebäude: Auf einem neuen Tabellenblatt kann der Strombedarf für Beleuchtung, Arbeitshilfenstrom und Küchen von Nichtwohngebäuden bilanziert werden. Ein weiteres Blatt dient der Überprüfung bzw. Projektierung der internen Wärmegewinne von Nichtwohngebäuden. Nutzungsprofile erleichtern die Projektierung des Strombedarfs und der internen Wärmequellen – zusätzlich können eigene Profile definiert werden.
Internationalisierung: Die Entwickler des PHPP haben auf das starke internationale Interesse am Passivhaus reagiert. Die neueste Version enthält zahlreiche neue Klimadaten, insbesondere komplette Klimadatensätze für Österreich und die Schweiz, Ostdeutschland sowie für wichtige Städte im übrigen Westeuropa. Struktur und Bedienung des Blattes wurden optimiert. Die Algorithmen zur Berechnung des Solarstrahlungsangebots und der Verschattung sind jetzt auch außerhalb Mitteleuropas gültig. Auf dem Tabellenblatt Lüftung ersetzt ein klimaunabhängiger Wirkungsgrad für Erdreichwärmeübertrager den Wärmebereitstellungsgrad.
Sommerfall: Für Fälle, in denen aktive Kühlung erforderlich ist, berechnet das PHPP 2007 nun den Nutzkältebedarf. Der Energiebedarf für latente Lasten, d.h. für Luftentfeuchtung, wird abgeschätzt. Das neue Blatt Kühlgeräte bestimmt den maximalen Kühlleistungsbedarf als Tagesmittelwert. Eine eventuelle Raumkühlung wurde in die Primärenergiebilanz aufgenommen. Das für Passivhäuser in Mitteleuropa bereits bewährte Sommerfallverfahren berücksichtigt nun explizit Erdreichkopplung, die Solarstrahlungsabsorption auf den opaken Außenoberflächen sowie verschiedene Arten der Nachtlüftung. Für den Sommerfall ermittelt das PHPP einen zweiten Satz Erdreichtemperaturen. Die Strahlungsbilanz opaker Außenbauteile kann nun ebenfalls berücksichtigt werden. Verschiedene Fensterlüftungsströme kann das PHPP nun übersichtlich nebeneinander darstellen.
Wärmepumpenkompaktgeräte: Im Hinblick auf die im Laufe des Jahres 2007 beginnende Zertifizierung von Wärmepumpen-Kompaktgeräten wurde das Blatt „Kompakt“ vollständig überarbeitet.
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64283 Darmstadt
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06151-82699-17
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Das Passivhaus ist ein Baustandard, der gegenüber dem Niedrigenergiehaus noch einmal 75 Prozent Energie und ebenso viele CO2-Emissionen einspart – es ist kein spezielles Produkt oder eine eingetragene Marke. Ein Passivhaus ist so energieeffizient, dass es ohne ein herkömmliches Heizungssystem auskommt. Im Vergleich zu durchschnittlichen bestehenden Wohngebäuden benötigt ein Passivhaus nur ein Zehntel der Heizenergie – umgerechnet in Öl ca. 1,5 Liter pro Quadratmeter im Jahr. Seinen verschwindend geringen Restenergiebedarf vereint das Passivhaus mit einem deutlich erhöhten Wohnkomfort: Ohne Zugluft, Schimmel oder kalte Oberflächen, jedoch mit frischer Luft in angenehm warmen Räumen. Europaweit wurden bereits über 10.000 Wohneinheiten im Passivhausstandard errichtet, der größte Teil davon in Deutschland. Die Mehrinvestitionen für Passivhausqualität liegen bei fünf bis zehn Prozent der normalen Baukosten.
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