(openPR) Heimbewohner-Interessenvertreter setzen sich erfolgreich für mehr Personal ein
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. In einem Schreiben vom 3. März 2007 wiesen die „Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung“ Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter auf die nicht ausreichende Personalsituation in der Bremer Heimaufsicht hin und baten um Abhilfe. Nach fast drei Monaten des Wartens und Hoffens erhielten sie nun die gute Nachricht aus dem Haus der Senatorin: das Personal der zuständigen Heimaufsichtsbehörde wird aufgestockt.
Die engagierten Interessenvertreter der Heimbewohner hatten schon länger den Eindruck, es stehe nicht ausreichend Personal zur Verfügung und nutzten Anfang März einen Artikel im Bremer Weser-Kurier als Aufhänger für ihr Schreiben. Mitte Februar hatten sie in der Bremer Tageszeitung gelesen: „Sozialsenatorin will sich für mehr Personal einsetzen“. Dies bezog sich allerdings auf den Fall Kevin, bei dem u.a. zu viele Fälle von zu wenigen Fallmanagern bearbeitet werden mußten und bei dem der tragische Tod des Kleinkindes zu beklagen war. In Ihrem Schreiben begrüßten sie die Zusage der Senatorin, hier künftig mehr Personal einsetzen zu wollen. Gleichzeitig machten sie aber auf die ebenfalls unzureichende Personalsituation in der Bremer Heimaufsicht aufmerksam.
Heimaufsichtsbehörden kontrollieren und beraten Heime im Sinne des Heimgesetzes (HeimG) Altenpflegeheime, Altenwohnheime, Pflegeheime, Kurzzeitpflegeeinrichtungen, Wohnstätten der Behindertenhilfe, Hospize sowie Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen. In § 15 des HeimG heißt es zu den Kontrollaufgaben u.a. „Die zuständige Behörde nimmt für jedes Heim im Jahr grundsätzlich mindestens eine Prüfung vor.“
Nach eigenen Angaben ist die Bremer Behörde derzeit für ca. 180 Heime in Bremen und Bremerhaven zuständig. Beschäftigt sind damit fünf Sachbearbeiter/Innen, bei nur rund vier Vollzeitstellen. Damit kann die Behörde ihrer umfangreichen gesetzlichen Verpflichtung kaum in vollem Umfang nachkommen. Die Bremer Sozialsenatorin bestätigt in ihrem abschließenden Antwortschreiben auch: „… daß hier Verbesserungen notwendig sind, um der verantwortungsvollen Aufgabe der Heimaufsicht gerecht werden zu können.“ Angesichts der angespannten Haushaltslage in Bremen bat sie um Verständnis, keine neuen Stellen im öffentlichen Dienst schaffen zu können. Im Rahmen einer behördeninternen Ausschreibung könne jedoch eine Vollzeitstelle sofort in der Heimaufsicht neu besetzt werden. Die Besetzung einer zweiten Vollzeitstelle werde bis Ende des Jahres erfolgen.
Die Freude über diese gute Nachricht ist bei den „Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung“ natürlich groß. Nach ihrer Ansicht ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung. Unter dem Strich werden 1,25 Stellen für die Heimaufsicht neu geschaffen. Es bleibt abzuwarten, ob angesichts der steigenden Zahl von zu überwachenden Heimen und anderen Wohnformen diese Personalausstattung für die vielschichtigen Aufgaben der Behörde ausreichen wird. Über die Qualifikation der zusätzlichen Mitarbeiter/Innen ist noch nichts bekannt. Derzeit sind in Bremen Verwaltungsfachleute und Sozialarbeiter im Amt tätig. Wünschenswert wären hier zusätzliche Fachleute mit Pflegekompetenz.
Wer mehr über die „Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung“, ihr Engagement für Heimbewohner und viele weitere interessante Informationen erhalten möchte, findet diese im Internet unter http://www.heim-mitwirkung.de.
Infos über die Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung gibt es hier:
http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?board=39.0
Ansprechpartner für diese Presse-Info:
Reinhard Leopold c/o
Ehrenamtliche in der Heim-Mitwirkung
- Internet & Öffentlichkeitsarbeit -
Rembertistr. 9, 28203 Bremen
Telefon 0421 / 33 65 91-20
eMail:
http://www.heim-mitwirkung.de
Abdruck honorarfrei, Beleg wäre schön ;-)
Über die Ehrenamtlichen in der Heim-Mitwirkung:
"Ehrenamtliche in der Heimmitwirkung" - Ehrenamtliche Mitbürger engagieren sich generationsübergreifend in der Heim-Mitwirkung zur Verbesserung der Interessenvertretung von Heim-Bewohnern. Wir setzen uns als externe gewählte Heimbeiratsmitglieder oder als amtlich bestellte Heimfürsprecher für die Interessenvertretung von Heimbewohnern in Bremen ein. Unterstützt werden wir dabei durch die Heimaufsicht der Sozialbehörde. In Schulungen werden interessierte Ehrenamtliche auf die Aufgaben als externe Heimbeiratsmitglieder und Heimfürsprecher vorbereitet.
Unsere Themenpalette ist umfangreich und wird im wesentlichen durch das Heimgesetz und die Heimmitwirkungsverordnung bestimmt. Die Gesetze und Verordnungen sehen vor, daß in Heimen Heimbeiräte als Interessenvertreter der Heimbewohner zu wählen sind.
In den Fällen, in denen dies nicht möglich ist - z.B. in Behindertenheimen, bei dementen Bewohnern oder weil aus anderen Gründen kein Heimbeirat existiert - werden sogenannte Heimfürsprecher durch die Heimaufsicht amtlich bestellt. Durch diese gesetzlichen Regelungen wurden die Rechte der Heimbewohner deutlich gestärkt.
Aufgaben:
Interessenvertretung von Heimbewohnern, z.B.
- von jungen + alten Heimbewohnern
- von pflegebedürftigen Heimbewohnern
- von behinderten + nichtbehinderten Heimbewohnern
Ziele:
Jüngere und ältere Erwachsene über die Situation der Heimbewohner informieren und zum „Mitwirken“ motivieren, zur
- Stärkung von Heimbewohnerrechten
- Verbesserung der Heimbewohner-Situation
- Verbesserung der Information + Kommunikation
- Vermeidung der Isolation
- Problemlösung durch Konfliktmoderation / Einbeziehung von Heimaufsicht und anderen fachlichen Stellen
- u.v.m.
Mitwirkungsmöglichkeiten als:
- externes Heimbeiratsmitglied
- externer Heim(bewohner)fürsprecher
- Heim-Besucher
Mitwirkungsbereiche (Qualität von):
- Unterkunft
- Aufenthaltsbedingungen
- Heimordnung
- Verpflegung
- Freizeitgestaltung
- Betreuung
Gesetzliche Rahmenbedingungen:
- Heimgesetz (HeimG)
- Heimmitwirkungsverordnung (HeimmwV)
Organisation:
- örtliche Heimaufsichtsbehörde (fachliche, rechtliche und organisatorische Informationen)
- regionale, selbst organisierte Heimmitwirkungs-Gruppen (Info- und Erfahrungsaustausch)
Gründung + Anzahl der „Mitwirker“ (Bremen)
- gegründet im Dezember 2002 (Heimaufsicht + Seniorenvertretung Bremen), ca. 15 Personen
- inzwischen 35 – 40 Personen (Stand: 11/2006)
- März 2006 gründete sich zusätzlich eine unabhängige Selbsthilfegruppe















