13.06.2007 - 10:12 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Deutsche Investmentindustrie spürt Gegenwind des intensiveren Wettbewerbs
Pressemitteilung von: Fitch Ratings
Fitch Ratings sieht für die deutsche Investmentindustrie einen zunehmend schärferen Wettbewerb. Das nicht zuletzt durch ausländische Anbieter, die die Wachstumschancen durch die Novellierung des Investmentrechts aktiv zu Ihrem Vorteil nutzen.
“Das verstärkte Eindringen ausländischer Anbieter in den Markt und eine erhöhte Nachfrage nach speziell entwickelten Produktlösungen stellen für eine große Zahl von Häusern am deutschen Markt, die sich noch sehr stark auf das inländische Kerngeschäft konzentrieren, eine beträchtliche Herausforderung dar. Aus dieser Entwicklung heraus besteht Anpassungsbedarf sowohl mit Blick auf die Produktionsseite wie auch bei den Vertriebsmodellen”, sagt Roger Schneider, Direktor in der Gruppe Fund and Asset Manager Rating von Fitch.
Diejenigen Vermögensverwalter, die in der Lage sind, spezialisierte und auf den Investoren zugeschnittene Produkte anzubieten, werden zunehmend zu einer Herausforderung gegenüber jenen, die sich nicht ausreichend auf das liberalisierte Umfeld einstellen, so die Einschätzung von Fitch. Die Bedeutung ausländischer Anbieter, die verstärkt in traditionelle Vertriebskanäle eindringen, wird analog zum steigenden Marktanteil zunehmen. Gleichzeitig werden Finanzintermediäre und unabhängige Vertriebsplattformen eine wichtigere Rolle spielen. Innerhalb des Marktes intensiviert sich der Wettbewerb durch die Emission so genannter Zertifikate (Strukturierte Schuldverschreibungen) durch Banken. Sie erschweren zunehmend die Fähigkeit der Investmentgesellschaften, Mittelzuflüsse zu generieren.
Die Asset Management-Industrie in Deutschland verfügt über ein verwaltetes Anlagevolumen von mehr als 1,4 Billionen Euro zum Jahresende 2006. Sie ist in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gewachsen. Deutschland ist einer der größten Anlagemärkte in Europa.
Die deutsche Bundesregierung hat sich in jüngerer Vergangenheit auf weitreichende Reformen besonders im Bereich der Rentenversicherung, aber auch beim Investmentrecht verständigt. Sie ist damit der lange vorherrschenden Einschätzung der Märkte entgegengetreten, Deutschland sei überreguliert und zu wenig innovationsfähig. Die ergriffenen Maßnahmen ermöglichen nun den Investmentgesellschaften effektiver in den Wettbewerb einzutreten, besonders mit Blick auf Investmentcenter wie Luxemburg oder Irland. Letztlich werden die umgesetzten Reformen Innovationen weiter fördern und damit weiter entwickelte Anlagelösungen ermöglichen. Diese werden langfristig das Wachstum der Industrie stärken und Deutschlands Rolle als ein führendes Finanzzentrum unterstreichen.
Während sowohl der deutsche institutionelle Markt - mit verwalteten Mitteln in Höhe von etwa 650 Mrd. Euro - wie auch der Publikumsfondsmarkt - mit 570 Mrd. Euro Anlagevermögen zum Jahresende 2006 - von den durch die Reform flexibler gestalteten Anlagemöglichkeiten profitieren sollten, zeigen sich im Publikumsgeschäft Zeichen einer Konsolidierung. Investoren verkaufen traditionelle Investmentprodukte und reinvestieren zunehmend entweder in risikoarme Geldmarktinstrumente oder wählen Anlageinstrumente außerhalb der Investmentindustrie, die über ein deutlich höheres Risikopotential verfügen.
“Daneben bestehen nach wie vor Wachstumschancen: Zum einen dürfte die Beteiligung von Asset Managern in den Bereichen betriebliche und private Altersvorsorge nach den durchgeführten Reformen weiter steigen. Zum anderen sind frische Impulse durch erweiterte Produktangebote im Rahmen der Novellierung des Investmentrechts auch hier zu erwarten,“ fügt Aymeric Poizot hinzu, Senior Direktor in der Gruppe Fund and Asset Manager Rating von Fitch.
Der jetzt veröffentlichte Report: „The German Asset Management Industry: Dynamics and Challenges,” unternimmt eine Bestandsaufnahme des deutschen Marktes. Neben einer Analyse der Investmentströme in Deutschland werden detailliert Trends und Herausforderungen der Investmentindustrie untersucht.
Dieser Report ist der zweite einer Serie von länderspezifischen Untersuchungen, die in den kommenden Monaten veröffentlicht werden, so etwa für Großbritannien und Frankreich. Er ist kostenlos verfügbar auf der Webseite der Gesellschaft unter www.fitchratings.com.
Fitch’s Fund und Asset Manager Ratinggruppe hat Asset Manager Ratingprodukte entwickelt, die sich auf die qualitative Untersuchung eines Vermögensverwalters konzentrieren, wie auch eine Methodologie auf Basis der Fondsebene, die sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien anwendet.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Fitch Ratings
Junghof 24
Frankfurt/Main
Christian Giesen (Media Relations)
Fitch Ratings wurde 1913 gegründet und ist eine der drei großen international tätigen Full-Service-Ratingagenturen. Fitch’s Expertise in der Bewertung von Ländern, Finanzinstitutionen, Unternehmen und strukturierten Produkten umfasst die Kapitalmärkte in 100 Staaten. In Deutschland ist Fitch seit 1999 mit einer Niederlassung in Frankfurt am Main vertreten. Als einer der international führenden Anbieter von unabhängigen Bonitätsratings bietet Fitch weltweit Ratings für nahezu alle Asset-Klassen an.
“Das verstärkte Eindringen ausländischer Anbieter in den Markt und eine erhöhte Nachfrage nach speziell entwickelten Produktlösungen stellen für eine große Zahl von Häusern am deutschen Markt, die sich noch sehr stark auf das inländische Kerngeschäft konzentrieren, eine beträchtliche Herausforderung dar. Aus dieser Entwicklung heraus besteht Anpassungsbedarf sowohl mit Blick auf die Produktionsseite wie auch bei den Vertriebsmodellen”, sagt Roger Schneider, Direktor in der Gruppe Fund and Asset Manager Rating von Fitch.
Diejenigen Vermögensverwalter, die in der Lage sind, spezialisierte und auf den Investoren zugeschnittene Produkte anzubieten, werden zunehmend zu einer Herausforderung gegenüber jenen, die sich nicht ausreichend auf das liberalisierte Umfeld einstellen, so die Einschätzung von Fitch. Die Bedeutung ausländischer Anbieter, die verstärkt in traditionelle Vertriebskanäle eindringen, wird analog zum steigenden Marktanteil zunehmen. Gleichzeitig werden Finanzintermediäre und unabhängige Vertriebsplattformen eine wichtigere Rolle spielen. Innerhalb des Marktes intensiviert sich der Wettbewerb durch die Emission so genannter Zertifikate (Strukturierte Schuldverschreibungen) durch Banken. Sie erschweren zunehmend die Fähigkeit der Investmentgesellschaften, Mittelzuflüsse zu generieren.
Die Asset Management-Industrie in Deutschland verfügt über ein verwaltetes Anlagevolumen von mehr als 1,4 Billionen Euro zum Jahresende 2006. Sie ist in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gewachsen. Deutschland ist einer der größten Anlagemärkte in Europa.
Die deutsche Bundesregierung hat sich in jüngerer Vergangenheit auf weitreichende Reformen besonders im Bereich der Rentenversicherung, aber auch beim Investmentrecht verständigt. Sie ist damit der lange vorherrschenden Einschätzung der Märkte entgegengetreten, Deutschland sei überreguliert und zu wenig innovationsfähig. Die ergriffenen Maßnahmen ermöglichen nun den Investmentgesellschaften effektiver in den Wettbewerb einzutreten, besonders mit Blick auf Investmentcenter wie Luxemburg oder Irland. Letztlich werden die umgesetzten Reformen Innovationen weiter fördern und damit weiter entwickelte Anlagelösungen ermöglichen. Diese werden langfristig das Wachstum der Industrie stärken und Deutschlands Rolle als ein führendes Finanzzentrum unterstreichen.
Während sowohl der deutsche institutionelle Markt - mit verwalteten Mitteln in Höhe von etwa 650 Mrd. Euro - wie auch der Publikumsfondsmarkt - mit 570 Mrd. Euro Anlagevermögen zum Jahresende 2006 - von den durch die Reform flexibler gestalteten Anlagemöglichkeiten profitieren sollten, zeigen sich im Publikumsgeschäft Zeichen einer Konsolidierung. Investoren verkaufen traditionelle Investmentprodukte und reinvestieren zunehmend entweder in risikoarme Geldmarktinstrumente oder wählen Anlageinstrumente außerhalb der Investmentindustrie, die über ein deutlich höheres Risikopotential verfügen.
“Daneben bestehen nach wie vor Wachstumschancen: Zum einen dürfte die Beteiligung von Asset Managern in den Bereichen betriebliche und private Altersvorsorge nach den durchgeführten Reformen weiter steigen. Zum anderen sind frische Impulse durch erweiterte Produktangebote im Rahmen der Novellierung des Investmentrechts auch hier zu erwarten,“ fügt Aymeric Poizot hinzu, Senior Direktor in der Gruppe Fund and Asset Manager Rating von Fitch.
Der jetzt veröffentlichte Report: „The German Asset Management Industry: Dynamics and Challenges,” unternimmt eine Bestandsaufnahme des deutschen Marktes. Neben einer Analyse der Investmentströme in Deutschland werden detailliert Trends und Herausforderungen der Investmentindustrie untersucht.
Dieser Report ist der zweite einer Serie von länderspezifischen Untersuchungen, die in den kommenden Monaten veröffentlicht werden, so etwa für Großbritannien und Frankreich. Er ist kostenlos verfügbar auf der Webseite der Gesellschaft unter www.fitchratings.com.
Fitch’s Fund und Asset Manager Ratinggruppe hat Asset Manager Ratingprodukte entwickelt, die sich auf die qualitative Untersuchung eines Vermögensverwalters konzentrieren, wie auch eine Methodologie auf Basis der Fondsebene, die sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien anwendet.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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Fitch Ratings wurde 1913 gegründet und ist eine der drei großen international tätigen Full-Service-Ratingagenturen. Fitch’s Expertise in der Bewertung von Ländern, Finanzinstitutionen, Unternehmen und strukturierten Produkten umfasst die Kapitalmärkte in 100 Staaten. In Deutschland ist Fitch seit 1999 mit einer Niederlassung in Frankfurt am Main vertreten. Als einer der international führenden Anbieter von unabhängigen Bonitätsratings bietet Fitch weltweit Ratings für nahezu alle Asset-Klassen an.
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