(openPR) Bereits seit 2002 werden präventive Darmspiegelungen für Patienten ab 55 Jahren von allen Kassen voll bezahlt. Dennoch wird die Chance zur Krebsfrüherkennung noch viel zu selten genutzt.
Nach Informationen der Deutschen Krebshilfe erkranken in Deutschland jedes Jahr mehr als 70.000 Menschen an Darmkrebs, rund 28.000 sterben jährlich daran. Bösartige Darmtumoren sind damit, nach Brustkrebs bei Frauen und Lungenkrebs bei Männern, die zweithäufigste Krebstodesursache bei beiden Geschlechtern (Quelle: Robert Koch Institut).
Dabei ist Darmkrebs heilbar – sofern bei einer Darmspiegelung der Tumor, oder auch Polypen, die oft die Vorstufe eines Tumors bilden, frühzeitig erkannt werden. Bei einer Darmspiegelung – im medizinischen Fachjargon Koloskopie (kolos = Darm) genannt – untersucht der Arzt mit einem so genannten Endoskop die Darmschleimhaut nach Auffälligkeiten. Mit Hilfe dieses Instruments kann er an verdächtigen Stellen auch Gewebeproben entnehmen und Darmpolypen abtragen.
Für Patienten ab 55 Jahren ist die Vorsorge-Darmspiegelung kostenlos
"Leider lerne ich Darmkrebspatienten oft erst dann kennen, wenn der Krebs bereits so weit fortgeschritten ist, dass eine Heilung kaum noch möglich ist", berichtet der Wendlinger Onkologe Robert Eckert. "Dabei könnten so viele Patienten gerettet werden, wenn sie Vorsorgemöglichkeiten in Anspruch nehmen würden." Ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, tragen Menschen, in deren Familien Darmkrebs gehäuft auftritt oder die oft an chronischen Entzündungen des Darmtraktes leiden. Aber auch eine fleisch- und fettreiche Ernährung kann das Entstehen von Darmkrebs begünstigen. Besonders gefährdet für Neuerkrankungen sind jedoch Menschen ab Mitte fünfzig. Aus diesem Grund ist die Vorsorge-Koloskopie bereits seit 1. Oktober 2002 für alle gesetzlich Versicherten ab dem vollendeten 55. Lebensjahr kostenlos. Genutzt wird diese große Chance, Darmkrebs frühzeitig zu erkennen oder gar nicht erst entstehen zu lassen, jedoch noch viel zu selten.
Angst braucht vor der Untersuchung niemand zu haben, denn sie ist nicht schmerzhaft: "Ich hatte selbst schon einmal eine Darmspiegelung", sagt Eckert. Am unangenehmsten sei die mineralhaltige Spüllösung gewesen, die man vor der Spiegelung trinken muss, damit der Darm für die Untersuchung gereinigt wird. "Vorbeugen ist immer besser als heilen", ergänzt der Internist Torsten Kamp, der in Wendlingen mit Eckert eine internistische Gemeinschafts- und onkologische Schwerpunktpraxis betreibt. "Die Koloskopie ist die zuverlässigste Methode, um Darmkrebs früh erkennen und diagnostizieren zu können. In 90 Prozent aller Fälle entsteht Darmkrebs aus Polypen, die zunächst gutartig sind. Wenn wir bei der Vorsorgeuntersuchung solche Polypen entdecken, können wir diese in einem Schritt entfernen."
Es muss nicht immer Krankenhaus sein
In Nürtingen und Wendlingen war die endoskopische Vollversorgung durch niedergelassene Fachärzte auch bisher schon gewährleistet. In Kirchheim gab es für Patienten, die Magen- und Darmspiegelungen vornehmen lassen wollten, bis vor kurzem jedoch keine Alternative zum Krankenhaus.
Seit 1. April 2007 ergänzt der auf Erkrankungen des Verdauungstraktes spezialisierte Chirurg Bernd Bair das Ärzteteam des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Kirchheim. Neben Magen- und Darmspiegelungen kann Bair in der chirurgischen Abteilung des MVZ auch Operationen an Darm und Enddarm durchführen. Vorteil für die gesamte Region: Selbst Behandlungen, für die Patienten bislang Wege bis nach Stuttgart auf sich nehmen mussten, können nun auch lokal erfolgen.
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Dr. med. Bernd Bair
MVZ Kirchheim GmbH
Hahnweidstr. 23
73230 Kirchheim/Teck
Tel.: 07021 861472
Fax: 07021 861473
www.chirurgische-praxis.de
www.aezk.de
Dr. med. Robert Eckert
Internistische Gemeinschaftspraxis und Onkologische Schwerpunktpraxis
Dr. Torsten Kamp + Dr. Robert Eckert
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Niedergelassene Fachärzte und Allgemeinmediziner arbeiten im Raum Kirchheim-Nürtingen-Wendlingen fachübergreifend eng zusammen. Damit stellen sie für die Bevölkerung in der gesamten Region eine durchgehend heimatnahe Versorgung sicher. Selbst viele Operationen - beispielsweise am Bewegungsapparat oder an Darm und Enddarm - können inzwischen auf höchstem Qualitätsniveau in fachärztlichen OP-Zentren durchgeführt werden.





