12.06.2007 - 14:43 - Energie & Umwelt
Tierquälerei in Nürnberger Delfinarium?
Pressemitteilung von: Journal Society GmbHPR Agentur: Journal Society GmbH
Pressemitteilung vom 12. Juni 2007
Tierquälerei im Nürnberger Delfinarium? - Tierschützer fordern Schließung
Nur vier Tage lebte der von der Nürnberger Zoo-Leitung lang erwartete kleine
Tümmler. Am Sonntag starb der kleine Meeressäuger angeblich an
Unterzuckerung. Dies ist bereits das sechste tote Delfinbaby im Nürnberger
Tiergarten innerhalb von drei Jahren. Damit verstarben dort seit 1973
bereits frühzeitig 32 Delfine.
Der geplante Neubau der Nürnberger Delfin-Lagune für 10,3 Millionen Euro
wird damit von Tierschützern in Frage gestellt, zumal befürchtet wird, dass
aufgrund der mangelnden Nachzuchten wieder Wildfänge eingebracht werden
könnten, deren Importe zwar unter das Washingtoner Artenschutzabkommens
fallen würden, gleichwohl aber über Umwege von anderen Zoos möglich seien.
Lt. Mitteilung der Bundesregierung dürfen Delfine zu Forschungs- und
Bildungszwecken importiert werden. Ein Importverbot der Bundesregierung für
Delfine sei nicht vorgesehen, so Ingbert Liebing MdB, von der
CDU/CSU-Fraktion. Insgesamt wurden bereits 23 Delfine verschiedener Arten
aus sog. freier Wildbahn, überwiegend erfolglos, in Nürnberg angesiedelt.
Jürgen Ortmüller, Wal- und Delfinschützer aus Hagen/Westf., der bereits
spektakuläre Walschutzaktionen mit den ehemaligen Greenpeace-Mitbegründer
Paul Watson zum Schutz der Wale unternommen hat und der für Ende Juni in
Berlin eine Fachtagung zum Thema Delfintherapie mit dem bekannten TV-Trainer
von „Flipper“, Richard O’Barry, vorbereitet, zum Tod des Nürnberger
Delfin-Babys: „In den Delfinarien werden die Delfine gequält. Die kleinen
Becken entsprechen nicht einer artgerechten Haltung und die mangelhafte
unnatürliche Wasserqualität gibt den Meeressäugern den Rest. Das ist, als
wenn wir unsere Kinder in engen, schlecht belüfteten Besenkammern großziehen
würden. Die intelligenten Meeressäuger brauchen ihren natürlichen Freiraum
mit einem täglichen Schwimmverhalten von rund 50 - 100 Kilometern. So
dümpeln sie auf 1000 m² dahin. Der Tod des kleinen Delfinbabys in Nürnberg
war nur eine Frage der Zeit.“ Der Walschutzexperte weißt darauf hin, dass
Wale und Delfin nicht domestiziert werden könnten. Die permanenten
Totgeburten würden das beweisen.
Richard O’Barry aus Florida, Meeressäuger-Spezialist am Earth Island
Institut, äußerte sich gegenüber jsg zu den Delfinarien in Deutschland und
zu der Totgeburt in Nürnberg: „Die Sterberaten und die Totgeburten in den
Delfinarien bezeugen die mangelnden Überlebenschancen der Tiere in
Gefangenschaft. Die Betreiber der Delfinarien sollten zur Vernunft kommen
und diese intelligenten Freunde der Menschen mit ihrer Geldgier nicht weiter
quälen. Ein weiterer Zukauf von Delfinen und eine weitere Zucht der Delfine
sollten auch in Nürnberg unterbleiben. Die Delfinarien in Deutschland sollten geschlossen werden.“
Erfolge der auch in Nürnberg
geplanten Delfintherapie seien äußerst zweifelhaft, wissenschaftlich
international nicht bewiesen und mit rund 8000 € Kosten für die Eltern kaum
zu bezahlen. Delfine seien Wildtiere und im Umgang mit Kindern ungeübt, so
der Flipper-Trainer. Richard O’Barry will zusammen mit Simone Alberti vom
Verein „Menschen für Tier§Recht Nürnberg e.V.“ am 29. Juni 2007 in Nürnberg
Gespräche mit der Zoo-Leitung und örtlichen Politikern führen, um den Import
weiterer Delfine nach Nürnberg zu stoppen.
Zoo-Direktor Encke in Nürnberg zur weiteren Entwicklung des Delfinariums:
„Direkte Importe aus freier Wildbahn sind nicht vorgesehen. Tausch,
Transfers etc. innerhalb des Europäischen Zuchtprogramms (EEP) sind
selbstverständlich anstrebenswert. Jeder zweite Transfer ist ein Wildfang.
Alle EEP’s funktionieren so.“
Der Delfinschützer Ortmüller dazu: „Das ist Betrug! Einerseits wird durch
Encke vorgetäuscht, dass Nürnberg keine Wildfänge aufnimmt und andererseits
ist es ihm völlig egal, dass durch Transfers, dem sog. branding-loan, doch
Fänge aus freier Wildbahn zu ihm gelangen. In Japan werden jedes Jahr bis zu
20 000 Delfine abgeschlachtet, wobei vorher die Stärksten für die
Delfinarien zu einem Preis von bis 100 000 Dollar aussortiert werden.
Deshalb beteiligt sich jeder Zoo mit einem Delfinarium mittelbar an der
Ausrottung der intelligenten Meeressäuger und kassiert jährlich Millionen
Euro für Eintrittsgelder und zweifelhafte Delfintherapien.—Ende
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Jürgen Ortmüller
0172/876 2002
Journal Society GmbH
Presseagentur/Mediengesellschaft
Amtsgericht Hagen HR-B Nr.:4037
Möllerstr. 19
58119 Hagen
Tel.: 02334/9190-12
Fax: 02334/9190-19
mobil: 0172/876 2002
Digitale Pressemappe:
www.presseportal.de/story.htx?firmaid=43450
Tierquälerei im Nürnberger Delfinarium? - Tierschützer fordern Schließung
Nur vier Tage lebte der von der Nürnberger Zoo-Leitung lang erwartete kleine
Tümmler. Am Sonntag starb der kleine Meeressäuger angeblich an
Unterzuckerung. Dies ist bereits das sechste tote Delfinbaby im Nürnberger
Tiergarten innerhalb von drei Jahren. Damit verstarben dort seit 1973
bereits frühzeitig 32 Delfine.
Der geplante Neubau der Nürnberger Delfin-Lagune für 10,3 Millionen Euro
wird damit von Tierschützern in Frage gestellt, zumal befürchtet wird, dass
aufgrund der mangelnden Nachzuchten wieder Wildfänge eingebracht werden
könnten, deren Importe zwar unter das Washingtoner Artenschutzabkommens
fallen würden, gleichwohl aber über Umwege von anderen Zoos möglich seien.
Bildungszwecken importiert werden. Ein Importverbot der Bundesregierung für
Delfine sei nicht vorgesehen, so Ingbert Liebing MdB, von der
CDU/CSU-Fraktion. Insgesamt wurden bereits 23 Delfine verschiedener Arten
aus sog. freier Wildbahn, überwiegend erfolglos, in Nürnberg angesiedelt.
Jürgen Ortmüller, Wal- und Delfinschützer aus Hagen/Westf., der bereits
spektakuläre Walschutzaktionen mit den ehemaligen Greenpeace-Mitbegründer
Paul Watson zum Schutz der Wale unternommen hat und der für Ende Juni in
Berlin eine Fachtagung zum Thema Delfintherapie mit dem bekannten TV-Trainer
von „Flipper“, Richard O’Barry, vorbereitet, zum Tod des Nürnberger
Delfin-Babys: „In den Delfinarien werden die Delfine gequält. Die kleinen
Becken entsprechen nicht einer artgerechten Haltung und die mangelhafte
unnatürliche Wasserqualität gibt den Meeressäugern den Rest. Das ist, als
wenn wir unsere Kinder in engen, schlecht belüfteten Besenkammern großziehen
würden. Die intelligenten Meeressäuger brauchen ihren natürlichen Freiraum
mit einem täglichen Schwimmverhalten von rund 50 - 100 Kilometern. So
dümpeln sie auf 1000 m² dahin. Der Tod des kleinen Delfinbabys in Nürnberg
war nur eine Frage der Zeit.“ Der Walschutzexperte weißt darauf hin, dass
Wale und Delfin nicht domestiziert werden könnten. Die permanenten
Totgeburten würden das beweisen.
Richard O’Barry aus Florida, Meeressäuger-Spezialist am Earth Island
Institut, äußerte sich gegenüber jsg zu den Delfinarien in Deutschland und
zu der Totgeburt in Nürnberg: „Die Sterberaten und die Totgeburten in den
Delfinarien bezeugen die mangelnden Überlebenschancen der Tiere in
Gefangenschaft. Die Betreiber der Delfinarien sollten zur Vernunft kommen
und diese intelligenten Freunde der Menschen mit ihrer Geldgier nicht weiter
quälen. Ein weiterer Zukauf von Delfinen und eine weitere Zucht der Delfine
sollten auch in Nürnberg unterbleiben. Die Delfinarien in Deutschland sollten geschlossen werden.“
Erfolge der auch in Nürnberg
geplanten Delfintherapie seien äußerst zweifelhaft, wissenschaftlich
international nicht bewiesen und mit rund 8000 € Kosten für die Eltern kaum
zu bezahlen. Delfine seien Wildtiere und im Umgang mit Kindern ungeübt, so
der Flipper-Trainer. Richard O’Barry will zusammen mit Simone Alberti vom
Verein „Menschen für Tier§Recht Nürnberg e.V.“ am 29. Juni 2007 in Nürnberg
Gespräche mit der Zoo-Leitung und örtlichen Politikern führen, um den Import
weiterer Delfine nach Nürnberg zu stoppen.
Zoo-Direktor Encke in Nürnberg zur weiteren Entwicklung des Delfinariums:
„Direkte Importe aus freier Wildbahn sind nicht vorgesehen. Tausch,
Transfers etc. innerhalb des Europäischen Zuchtprogramms (EEP) sind
selbstverständlich anstrebenswert. Jeder zweite Transfer ist ein Wildfang.
Alle EEP’s funktionieren so.“
Der Delfinschützer Ortmüller dazu: „Das ist Betrug! Einerseits wird durch
Encke vorgetäuscht, dass Nürnberg keine Wildfänge aufnimmt und andererseits
ist es ihm völlig egal, dass durch Transfers, dem sog. branding-loan, doch
Fänge aus freier Wildbahn zu ihm gelangen. In Japan werden jedes Jahr bis zu
20 000 Delfine abgeschlachtet, wobei vorher die Stärksten für die
Delfinarien zu einem Preis von bis 100 000 Dollar aussortiert werden.
Deshalb beteiligt sich jeder Zoo mit einem Delfinarium mittelbar an der
Ausrottung der intelligenten Meeressäuger und kassiert jährlich Millionen
Euro für Eintrittsgelder und zweifelhafte Delfintherapien.—Ende
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