07.06.2007 - 20:28 - Gesundheit & Medizin
Zum 100. Geburtstag von Rachel Carson, der großen Visionärin der ökologischen Idee
Pressemitteilung von: Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie e. V. / PR Agentur: ScharfPR
Die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie e. V. (DGUHT.de) in Würzburg erinnert in diesen Tagen, anlässlich des 100ten Geburtstages, an Rachel Carson, der großen Visionärin der ökologischen Idee.
Zu Ehren der Vorkämpferin vergibt die DGUHT noch in diesem Jahr erstmals die Rachel-Carson-Medaille. "Die Medaille soll an Persönlichkeiten für deren Lebensleistung oder an Institutionen für hervorragende, nachhaltige Leistungen im Sinne des Satzungszwecks der DGUHT vergeben werden", erläutert Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Pesch aus Erlangen, Präsident der DGUHT. "Dies ist beispielsweise bei Personen der Fall, die sich durch die Entwicklung von Methoden zur Vermeidung oder Behandlung von umweltbedingten Erkrankungen verdient gemacht haben oder die öffentlich für eine Reduzierung der Umweltschadstoffe eingetreten sind. Analoges gilt für Institutionen, die sich bei der Behandlung von umweltbedingten Erkrankungen besonderes engagiert haben."
Am 27. Mai 1907 wurde die Zoologin, Biologin und Schriftstellerin Rachel Louise Carson geboren. Ihr bekanntestes Werk ist "The Silent Spring" (Der stumme Frühling") von 1962. Getreu ihrer Aussage "In der Natur existiert nichts für sich allein" beleuchtet Carson darin den Pestizid-Einsatz und seine Wirkung auf unsere Ökosysteme. Das Sachbuch gilt in Amerika als Initialzündung der bis dahin zerstreuten lokalen Umweltbewegungen. Es veränderte die Agrar- und Umweltpolitik der amerikanischen Regierung und nimmt noch heute Einfluss auf unser aller Denken. Die Autorin starb am 14. April 1964 im Alter von 56 Jahren an Krebs. "Die Macht ihres Wissens und die Schönheit ihrer Sprache machten sie zu einer der einflussreichsten Frauen unserer Zeit", schrieb die New York Times, anlässlich ihres Todes. Carson erhielt 1980 posthum die höchste zivile Auszeichnung der USA, die Presidential Medal of Freedom.
Geboren wurde Carson in der Nähe von Pittsburgh, Pennsylvania. Ihre Eltern lebten vom Apfelanbau. Sie besuchte das College for Women, studierte Zoologie und setzte ihr Studium am Marine Biological Laboratory in Massachusetts fort. Durch die schlechte finanzielle Situation und familiäre Umstände konnte sie ihre Doktorarbeit nicht fortsetzen. Sie erhielt am US-Fischereiamt eine Teilzeitarbeit als wissenschaftliche Autorin. Mit Erfolg veröffentlichte Carson nach dem Krieg einige Bücher über die Meereswelt. Sie kündigte ihre Anstellung und konzentrierte sich ab 1958 als freie Autorin auf das Schreiben.
In den USA wurden seit Anfang der vierziger Jahre Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) und noch gefährlichere Pestizide über Agrarflächen gesprüht, um Insektenpopulationen auszurotten, die die Ernten zu vernichten drohten. Die Tatsache, dass so das ökologische Gleichgewicht zerstört werden würde, wollte man nicht glauben. Carson hatte schon in den Kriegsjahren Einblick in geheime Berichte über Pestizide. Untersuchungen hatten ergeben, dass das fettlösliche DDT sich im Körper ablagert, anreichert und an Säuglinge weitergegeben wird. Sie sammelte fortan wichtige Informationen darüber, dass Pestizide nicht nur Insekten töten, sondern auch die Vögel, die von ihnen leben. Dass auf diese Weise das das ökologische Gleichgewicht ins Schwanken gerät und damit auch die Lebensgrundlage der Menschen, war eine Erkenntnis, die in den sechziger Jahren als revolutionär galt.
Ebenso revolutionär, doch oftmals leider nicht gehört, sind heutzutage die Erkenntnisse in Bezug auf Umweltschadstoffe und ihre Auswirkungen auf den Menschen. Bedingt durch die globale Technisierung und Chemisierung entstehen gänzlich neue Vergiftungskrankheiten, die früher in der nicht-industrialisierten Welt logischerweise nicht entstehen konnten. Mittlerweile ist sogar in vielen Städten die Qualität der Außenluft deutlich besser als die der Luft in Innenräumen - eine makabre Situation, da der Mensch in Mitteleuropa etwa 80 bis 90 Prozent des Tages in Innenräumen zu Hause, am Arbeitsplatz oder im Transitbereich (Verkehrsmittel) verbringt. Die Kehrseite dieser zunehmenden Konzentration des Lebensablaufs auf geschlossene Räume ist eine Zunahme gesundheitlicher Probleme, u. a. verursacht durch Formaldehyd, Holzschutzmittel, PCB, flüchtige bzw. schwer flüchtige organische Verbindungen, Schimmelpilzbefall, elektromagnetische Felder sowie Lüftungs- und Heizverhalten. "So wundert es nicht", so der DGUHT-Präsident Prof. Dr. Pesch, "dass gerade durch die allgegenwärtig zunehmende Umweltverschmutzung auch der Mensch als eine Art Endlager betrachtet werden muss." Dadurch, dass Menschen chronisch Schadstoffen ausgesetzt sind, die sich in ihren Körpern anreichern, entwickeln sich umweltinduzierte "Speicher-Krankheiten". Diese äußern sich durch unterschiedliche Organmanifestation und Symptomatik, durchwegs jedoch unter Mitbeteiligung neuraler Strukturen und der Psyche. Dies hat zur Folge, dass die eigentlichen Ursachen dieser Erkrankungen nicht erkannt werden, woraus sich häufig fatale therapeutische Konsequenzen für die Patienten ergeben, insbesondere bei Patienten mit Chronischer Chemikalienunverträglichkeit und / oder Chronischem Erschöpfungssyndrom. Anstatt die toxischen Chemikalien aus dem Umfeld zu beseitigen, werden die Patienten häufig in psychiatrische Abteilungen eingeliefert.
www.dguht.de
Ansprechpartner für die Presse:
Christine Scharf
ScharfPR
agentur für unternehmenskommunikation
Untere Ringstraße 48
97267 Himmelstadt
Tel. 09364 / 815 79 50
Fax 09364 / 815 79 55
E-Mail:
Die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie e. V. (DGUHT):
Hauptanliegen der 1993 in Würzburg gegründeten Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Umwelt- und Humantoxikologie. Forschungen auf diesem Gebiet werden initiiert, durchgeführt und betreut. Wissenschaftliche Informationen und Erfahrungsaustausch über umwelt- und humantoxikologische Entwicklungen werden unterstützt, wissenschaftliche Publikationen über schädliche Einwirkungen auf Umwelt und Mensch gefördert, archiviert und dokumentiert. Regelmäßige Symposien, Kolloquien und Workshops bieten ein Forum für die Präsentation von Versuchsergebnissen und Therapieansätzen sowie fachübergreifende Diskussionen. Mit dem Ziel, Umweltschadstoffe zu reduzieren, wirkt die DGUHT auf Gesetzgeber und Verwaltungen ein. Sie unterhält die Arbeitskreise "Gesundes Wohnen" und "Qualitätsmanagement Verbraucherschutz". Hier werden ausgewählte Themen in Theorie und Praxis interdisziplinär behandelt.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Präsident ist Professor Dr. med. Hans Jürgen Pesch vom Pathologischen Institut der Universität Erlangen. Der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Manfred Hoffman aus Weidenbach ist Vizepräsident. Das Amt des Schatzmeisters bekleidet Dr. rer. nat. Gerhard Führer vom Institut Peridomus in Himmelstadt. Rechtsanwalt Wolfgang Baumann aus Würzburg ist Schriftführer.
Ausführliche Informationen zu Intentionen und Aktivitäten der Gesellschaft bietet die Website www.dguht.de
Zu Ehren der Vorkämpferin vergibt die DGUHT noch in diesem Jahr erstmals die Rachel-Carson-Medaille. "Die Medaille soll an Persönlichkeiten für deren Lebensleistung oder an Institutionen für hervorragende, nachhaltige Leistungen im Sinne des Satzungszwecks der DGUHT vergeben werden", erläutert Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Pesch aus Erlangen, Präsident der DGUHT. "Dies ist beispielsweise bei Personen der Fall, die sich durch die Entwicklung von Methoden zur Vermeidung oder Behandlung von umweltbedingten Erkrankungen verdient gemacht haben oder die öffentlich für eine Reduzierung der Umweltschadstoffe eingetreten sind. Analoges gilt für Institutionen, die sich bei der Behandlung von umweltbedingten Erkrankungen besonderes engagiert haben."
Am 27. Mai 1907 wurde die Zoologin, Biologin und Schriftstellerin Rachel Louise Carson geboren. Ihr bekanntestes Werk ist "The Silent Spring" (Der stumme Frühling") von 1962. Getreu ihrer Aussage "In der Natur existiert nichts für sich allein" beleuchtet Carson darin den Pestizid-Einsatz und seine Wirkung auf unsere Ökosysteme. Das Sachbuch gilt in Amerika als Initialzündung der bis dahin zerstreuten lokalen Umweltbewegungen. Es veränderte die Agrar- und Umweltpolitik der amerikanischen Regierung und nimmt noch heute Einfluss auf unser aller Denken. Die Autorin starb am 14. April 1964 im Alter von 56 Jahren an Krebs. "Die Macht ihres Wissens und die Schönheit ihrer Sprache machten sie zu einer der einflussreichsten Frauen unserer Zeit", schrieb die New York Times, anlässlich ihres Todes. Carson erhielt 1980 posthum die höchste zivile Auszeichnung der USA, die Presidential Medal of Freedom.
Geboren wurde Carson in der Nähe von Pittsburgh, Pennsylvania. Ihre Eltern lebten vom Apfelanbau. Sie besuchte das College for Women, studierte Zoologie und setzte ihr Studium am Marine Biological Laboratory in Massachusetts fort. Durch die schlechte finanzielle Situation und familiäre Umstände konnte sie ihre Doktorarbeit nicht fortsetzen. Sie erhielt am US-Fischereiamt eine Teilzeitarbeit als wissenschaftliche Autorin. Mit Erfolg veröffentlichte Carson nach dem Krieg einige Bücher über die Meereswelt. Sie kündigte ihre Anstellung und konzentrierte sich ab 1958 als freie Autorin auf das Schreiben.
In den USA wurden seit Anfang der vierziger Jahre Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) und noch gefährlichere Pestizide über Agrarflächen gesprüht, um Insektenpopulationen auszurotten, die die Ernten zu vernichten drohten. Die Tatsache, dass so das ökologische Gleichgewicht zerstört werden würde, wollte man nicht glauben. Carson hatte schon in den Kriegsjahren Einblick in geheime Berichte über Pestizide. Untersuchungen hatten ergeben, dass das fettlösliche DDT sich im Körper ablagert, anreichert und an Säuglinge weitergegeben wird. Sie sammelte fortan wichtige Informationen darüber, dass Pestizide nicht nur Insekten töten, sondern auch die Vögel, die von ihnen leben. Dass auf diese Weise das das ökologische Gleichgewicht ins Schwanken gerät und damit auch die Lebensgrundlage der Menschen, war eine Erkenntnis, die in den sechziger Jahren als revolutionär galt.
Ebenso revolutionär, doch oftmals leider nicht gehört, sind heutzutage die Erkenntnisse in Bezug auf Umweltschadstoffe und ihre Auswirkungen auf den Menschen. Bedingt durch die globale Technisierung und Chemisierung entstehen gänzlich neue Vergiftungskrankheiten, die früher in der nicht-industrialisierten Welt logischerweise nicht entstehen konnten. Mittlerweile ist sogar in vielen Städten die Qualität der Außenluft deutlich besser als die der Luft in Innenräumen - eine makabre Situation, da der Mensch in Mitteleuropa etwa 80 bis 90 Prozent des Tages in Innenräumen zu Hause, am Arbeitsplatz oder im Transitbereich (Verkehrsmittel) verbringt. Die Kehrseite dieser zunehmenden Konzentration des Lebensablaufs auf geschlossene Räume ist eine Zunahme gesundheitlicher Probleme, u. a. verursacht durch Formaldehyd, Holzschutzmittel, PCB, flüchtige bzw. schwer flüchtige organische Verbindungen, Schimmelpilzbefall, elektromagnetische Felder sowie Lüftungs- und Heizverhalten. "So wundert es nicht", so der DGUHT-Präsident Prof. Dr. Pesch, "dass gerade durch die allgegenwärtig zunehmende Umweltverschmutzung auch der Mensch als eine Art Endlager betrachtet werden muss." Dadurch, dass Menschen chronisch Schadstoffen ausgesetzt sind, die sich in ihren Körpern anreichern, entwickeln sich umweltinduzierte "Speicher-Krankheiten". Diese äußern sich durch unterschiedliche Organmanifestation und Symptomatik, durchwegs jedoch unter Mitbeteiligung neuraler Strukturen und der Psyche. Dies hat zur Folge, dass die eigentlichen Ursachen dieser Erkrankungen nicht erkannt werden, woraus sich häufig fatale therapeutische Konsequenzen für die Patienten ergeben, insbesondere bei Patienten mit Chronischer Chemikalienunverträglichkeit und / oder Chronischem Erschöpfungssyndrom. Anstatt die toxischen Chemikalien aus dem Umfeld zu beseitigen, werden die Patienten häufig in psychiatrische Abteilungen eingeliefert.
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Tel. 09364 / 815 79 50
Fax 09364 / 815 79 55
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Die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie e. V. (DGUHT):
Hauptanliegen der 1993 in Würzburg gegründeten Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Umwelt- und Humantoxikologie. Forschungen auf diesem Gebiet werden initiiert, durchgeführt und betreut. Wissenschaftliche Informationen und Erfahrungsaustausch über umwelt- und humantoxikologische Entwicklungen werden unterstützt, wissenschaftliche Publikationen über schädliche Einwirkungen auf Umwelt und Mensch gefördert, archiviert und dokumentiert. Regelmäßige Symposien, Kolloquien und Workshops bieten ein Forum für die Präsentation von Versuchsergebnissen und Therapieansätzen sowie fachübergreifende Diskussionen. Mit dem Ziel, Umweltschadstoffe zu reduzieren, wirkt die DGUHT auf Gesetzgeber und Verwaltungen ein. Sie unterhält die Arbeitskreise "Gesundes Wohnen" und "Qualitätsmanagement Verbraucherschutz". Hier werden ausgewählte Themen in Theorie und Praxis interdisziplinär behandelt.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Präsident ist Professor Dr. med. Hans Jürgen Pesch vom Pathologischen Institut der Universität Erlangen. Der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Manfred Hoffman aus Weidenbach ist Vizepräsident. Das Amt des Schatzmeisters bekleidet Dr. rer. nat. Gerhard Führer vom Institut Peridomus in Himmelstadt. Rechtsanwalt Wolfgang Baumann aus Würzburg ist Schriftführer.
Ausführliche Informationen zu Intentionen und Aktivitäten der Gesellschaft bietet die Website www.dguht.de
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