(openPR) Der Klimawandel und die damit verbundenen Risiken und Folgen für die Umwelt sind in aller Munde. Die Auswirkungen sind teilweise schon vor der eigenen Haustür sichtbar und die Landwirtschaft in Deutschland beklagt momentan enorme Probleme und Verluste durch die ungewohnt frühe und starke Sonneneinwirkung.
Noch vor wenigen Jahren schien es nicht unbedingt gesichert, ob und wenn ja wann der Mensch das Weltklima tatsächlich verändern würde. Mittlerweile zeigen jedoch international anerkannte Studien und Forschungsergebnisse der Klimaforschung, dass sich ein vom Menschen verursachter Klimawandel bereits deutlich abzeichnet. Neben den prognostizierten Änderungen in den Umweltbedingungen sind erhebliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu befürchten.
Der Mensch, dessen durchschnittliche Hautoberfläche zwischen 1,5 bis 2 qm beträgt und damit eine enorme "Angriffsfläche" für jede Art von schädlichen Einflüssen bietet, setzt sich diesen intensiven Auswirkungen der Sonneneinstrahlung besonders in der bevorstehenden Urlaubszeit oft noch zu unkritisch aus.
Gefahren durch zu starke Sonneneinstrahlung – drohen “australische Verhältnisse”?
Das Ozonloch machte auf eine besondere Gefahr aufmerksam. Die Sonneneinstrahlung wird für unsere Haut immer gefährlicher, denn der schützende Film der Ozonschicht, die unsere Erde vor der aggressiven Strahlung schützt, wird immer dünner.
Zuerst haben die Menschen auf der Südhalbkugel, insbesondere die Australier, die Auswirkungen zu spüren bekommen. Schafe erblindeten in den letzten Jahren häufiger bei hoher Sonnenbelastung und die Zahl der Hautkrebserkrankungen nahm ständig zu. Aber auch in Europa ist die Ozonschicht dünner geworden und somit die Sonne zunehmend gefährlicher für die Haut geworden.
International unterscheiden die Mediziner zwischen sechs verschiedenen Hauttypen, die unterschiedlich schnell einen Sonnenbrand bekommen. Am empfindlichsten sind die "nordischen Typen" mit sehr hellen oder gar roten Haaren, deren Haut "schneeweiß" ist. Innerhalb weniger Minuten bekommen diese Menschen in der Sommersonne besonders leicht einen Sonnenbrand. Sonnenbäder sollten für diese Personengruppe ein Tabu sein, bzw. nur nach fachärztlicher Hautanalyse und Risikoanalyse in geeigneter Dosis erfolgen. Diese Empfehlung gilt jedoch auch zunehmend für alle anderen Hauttypen, abgestuft nach ihrem jeweiligen Risikoprofil.
Ultraviolette Strahlung, die auf den Menschen wirkt, setzt sich aus Sonnen-, Himmels- und Umgebungsstrahlung im Wellenlängenbereich zwischen 200 nm und 400 nm zusammen. Aufgrund der unterschiedlichen Wirkung der UV-Strahlung auf den Menschen werden drei Bereiche unterschieden (UV-A, UV-B und UV-C). Die UV-C-Strahlung wird vollständig durch die Atmosphäre absorbiert. Die UVA-Strahlung wird bereits seit 1992 von der International Agency for Cancer Research als Klasse 2A Karzinogen klassifiziert. Unter anderem haben mehrere Studien ergeben, dass häufige Solariumsbesuche das Melanomrisiko erhöhen können. Die UV-B-Strahlung ist, wegen der damit verbundenen Gefahr eines Sonnenbrandes, für die Gefährdung der Haut besonders relevant. Positive Wirkungen hat die UV-B-Strahlung jedoch für die Vitamin D-Produktion. Negativ ist besonders das gesteigerte Hautkrebsrisiko zu nennen. Bis zum Jahr 2040 wird ein Anstieg der UV-B-Strahlung von 6 % erwartet. Dies wird nach Einschätzung nationaler und internationaler Experten zu einer deutlichen Steigerung der Hautkrebsrate führen.
Im Rahmen des 5. Rheinischen Hautkrebs-Symposiums am 9. Juni 2007 in Bonn, im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, findet für Interessierte ein kostenloses Patienten-Forum zum Thema Hautkrebs-Gefährdung statt.
Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Uwe Reinhold, Hautarzt und Mitgründer des Medizinischen Zentrums Bonn, Friedensplatz, finden Vorträge und Diskussionen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Haut statt. Jeder, dem dieses Thema im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht, ist eingeladen, die Vorträge der Hautexperten mit anschliessender Diskussion und Fragestunde, zu besuchen.
Die Experten:
Prof. Dr. Andreas Bott (Geschäftsführender Direktor Meteorologisches Institut der Universität Bonn): Welche Gefahren birgt der Klimawandel? Welche Rolle spielt das Wetter in Sachen Hautkrebs? Steigt die Hautkrebsgefahr durch den Klimawandel? Häufige Irrtümer beim Sonnenschutz. Schatten suchen - Sonnenbrand vermeiden? UV-A/UV-B - welche Strahlen sind bei welchem Wetter aktuell? Schützen Wolken vor Hautkrebs? Welche Folgen hat die Abnahme der Ozonkonzentration auf die UV-B –Einstrahlung?
Dr. med. Herbert Kirchesch (Hautarzt, Köln): Was ist Hautkrebs?
Prof. Dr. med. Uwe Reinhold (Hautarzt, Medizinisches Zentrum Bonn, Friedensplatz): Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung von Hautkrebs.
Dr. med. Rolf Ostendorf (Hautarzt, Mönchengladbach): Wie schützen wir uns vor Hautkrebs?
Der Besuch im Haus der Geschichte ist an diesem Tag kostenlos und das Patientenforum steht am Samstag, 9. Juni 2007, allen Bonner Bürgern von 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr offen.
Weitere Informationen unter: www.hautkrebs-symposium.de
MedicalUnit
Klaus M. Hartgens
Innungstrasse 15 D
50354 Hürth
Fon: 02233-169455
Fax: 02233-375128
Mail:
www.medicalunit.de





