30.05.2007 - 08:50 - Politik, Recht & Gesellschaft

Bürgerforum zur Einführung der "Eigenverantwortlichen Schule" in Hollenstedt

Pressemitteilung von: CDU Ortsverband Hollenstedt
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Am 14.06.2007 findet um 19.30 Uhr im Hollenstedter Hof, Am Markt 1, 21279 Hollenstedt ein Bürgerforum rund um die Einführung der Eigenverantwortlichen Schule in Niedersachsen statt. Als Gäste werden neben dem schulpolitischen Sprecher der CDU – Landtagsfraktion, Herr Karl-Heinz Klare auch der Vorsitzende des Kreiselternrates, Herr Fritz Hullen, der Vorsitzende des Arbeitskreises Schule in unserem Kreis und Landesvorsitzenden der Jungen Union, Herr Kristian Tangermann und der Landtagsabgeordnete aus unserem Wahlkreis, Herr Heiner Schönecke, erwartet.

In den letzten Studien ist deutlich geworden, dass auch in Niedersachsen die Schulen nicht genug Kompetenz vermitteln, um den jungen Menschen einen Schlüssel zum Berufsleben zu geben. Darum muss die Qualität an den Schulen verbessert werden, dies ist ein primäres Ziel der Landespolitik. Bisher wurden dazu viele organisatorische Voraussetzungen geschaffen, z. B. neue Erlasse erarbeitet und zentrale Abschlussprüfungen in der Schule eingeführt.

An diesem Abend werden die wichtigsten Fragen und Antworten der Eigenverantwortlichen Schule umfangreich vorgestellt. Nachdem Karl – Heinz Klare zunächst einen Überblick über die Neuerungen der Eigenverantwortlichen Schule verschafft hat, wird eine Podiumsdiskussion mit den Gästen stattfinden. Im Anschluss daran erhalten alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Fragen direkt an die Diskussionsteilnehmer zu richten.

Am 01.08.2007 wird in Niedersachsen die Eigenverantwortliche Schule eingeführt und umgesetzt. Das ist die letzte Stufe eines umfangreichen Reformprogramms. Niedersachsen ist damit Vorreiter in der Bundesrepublik. Die Schulen werden eigenverantwortlich in der Planung, Durchführung und Auswertung des Unterrichtes und der Erziehungsarbeit.

Durch die Erweiterung der Gestaltungsspielräume, bei weiterhin guter Unterstützung durch den Schulträger, sollen die Schulen in der Lage sein, die Qualität des Unterrichts nachhaltig zu verbessern. Der Weg wird von der überregulierten Schule zur Eigenverantwortlichen Schule führen. Es wird von den Schulen eine deutlich stärkere Verantwortung im täglichen Handel für die Bildung übernommen. Die Schulen werden ihre eigenen schulischen und unterrichtlichen Profile entwickeln, das Personal selbst auswählen, sowie eigene Wege zur Erreichung der Ziele gehen. Die Entscheidungsstrukturen werden deutlich vereinfacht und sind somit effizienter.

Der Schulvorstand ist das zentrale Organ in der Eigenverantwortlichen Schule. Durch die Einführung des Schulvorstandes, werden die Eltern und Schüler mit in die Entscheidungsprozesse eingebunden. Er wird sich aus Lehrervertretern, Elternvertretern und Schülervertretern zusammensetzen - je nach Schulform variieren die Zusammensetzungen der Eltern und Schülervertretern. So wird es in der Grundschule keine Schülervertreter geben, diese Plätze nehmen Elternvertreter ein. Der Schulvorstand hat einen großen Teil der Befugnisse der bisherigen Gesamtkonferenz und darüber hinaus eine besondere Rolle bei der Qualitätsentwicklung bekommen. Der Vorstand entscheidet nicht über den Lehrplan aber u.a. über:

- die Frage, ob und in welchem Umfang die Schule, die ihr vom Kultusministerium eingeräumten Entscheidungsspielräume im Rahmen der „Deregulierung“ in Anspruch nimmt
- den von der Schulleitung vorgelegten Plan zur Verwendung der Haushaltsmittel
- Anträge auf Einrichtung einer besonderen Organisationsform (z.B. Umwandlung in Ganztagsschule) oder eines Schulversuchs
- die Ausgestaltung der Stundentafel und Grundsätze für die Durchführung von Projektwochen
- Schulpartnerschaften
- Grundsätze für die Werbung und das Sponsoring in der Schule
- Grundsätze für die jährliche Überprüfung der Arbeit der Schule, d.h. die Selbstevaluation und die Qualitätsentwicklung
- Einen Vorschlag für Schulprogramm und Schulordnung (die Entscheidung trifft die Gesamtkonferenz im Einvernehmen mit dem Schulvorstand).

Die Gesamtkonferenz behält die Entscheidungsbefugnisse im pädagogischen Bereich. Die Teilkonferenzen, wie z.B. die Klassen- oder Fachkonferenzen, behalten grundsätzlich ihre bisherigen Aufgaben.

Die grundsätzliche Überlegung zur Eigenverantwortlichen Schule ist die Entwicklung zu einer lernenden Organisation, die von der Erkenntnis ihrer Mitglieder getragen wird. Alle Mitglieder als Einzelperson und alle Mitglieder als Gesamtheit werden ständig dazu lernen und die Ergebnisse, die daraus folgenden Maßnahmen, Aktivitäten und relevanten Aspekte bei der Entwicklung der Schule berücksichtigen. Dadurch wird die Qualität nachhaltig gesteigert.

Damit die Schulen die neuen Aufgaben leisten können, werden erhebliche finanzielle Mittel bereitgestellt. So werden z.B. die Schulleiter in Unterrichtsverpflichtung mit niedersachsenweit 295 neuen Planstellen entlastet. Die Anzahl der Feuerwehrlehrkräfte wird auf annähernd 2000 aufgestockt, um so einer besseren Unterrichtsversorgung entgegen zu kommen.

Selbstverständlich bleibt die Bildung weiterhin in staatlicher Verantwortung und wird dementsprechend beaufsichtigt. Der Schulträger wird an den schulischen Beratungsprozessen beteiligt sein. Die Schulen werden bei der Erfüllung ihrer Ziele nicht allein gelassen. Im Rahmen von Inspektionen werden den Schulen laufend Hilfestellungen bei der Entwicklung und Weiterentwicklung Ihrer Schulprogramme gegeben, s.d. die Unterrichtsqualität auch mit den Aspekten von Außerhalb weiter verbessert wird.

Zusammenfassend muss die Einführung der Eigenverantwortlichen Schule als große Chance gesehen werden, neue Formen der Zusammenarbeit und Qualitätsentwicklung zu erarbeiten.

CDU Ortsverband Hollenstedt und Umgebung
Moisburger Str. 8a
21279 Hollenstedt

Kontakt:
Heinrich Platte
1. Vorsitzender

Pressekontakt:
Caroline Baumann
Geschäftsführerin

www.cdu-hollenstedt.de
www.mitglied-werden.cdu.de

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