18.05.2007 - 13:12 - Politik, Recht & Gesellschaft
Erziehungsbonus unsinnig - Business and Professional Women zum Kinderbetreuungskompromiss der Koalition
Pressemitteilung von: BPW Germany e.V. / PR Agentur: corprint Kommunikation, Weinheim
Der Verband der Business and Professional Women (BPW) Germany begrüßt den Beschluss des Koalitionsausschusses vom 14. Mai, wonach die Zahl der Betreuungsplätze für Kleinkinder bis 2013 auf 750.000 verdreifacht und ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz eingeführt werden soll. Auf heftige Kritik bei dem international aktiven Netzwerk für berufstätige Frauen stieß dagegen das Zugeständnis an die Union, das für Eltern, die ihre Kinder zu Hause erziehen, ein Betreuungsgeld vorsieht. Derzeit ist die Rede von 150 Euro monatlich.
„Dieser Erziehungsbonus ist wirtschaftlich unsinnig und familienpolitisch falsch“, wandte sich Dr. Bettina Schleicher, Präsidentin des BPW Germany, gegen die Einführung eines solchen Betreuungsgeldes. „Was als Maßnahme der ‚ausgleichenden Gerechtigkeit’ daherkommt und vorgibt, Eltern in der Wahlfreiheit der Kindererziehung zu unterstützen, wird in der Praxis nur eines bewirken: dass Frauen von der Berufstätigkeit abgehalten werden.“ Die Kosten für die Kinderbetreuung plus das entgangene Betreuungsgeld plus die steuerliche Schlechterstellung, weil das Ehegattensplitting bei der Erwerbstätigkeit beider Partner weniger stark ins Gewicht fällt – in erster Linie für Frauen werde sich angesichts dieser Bedingungen und ihrer nach wie vor geringeren Bezahlung die Ausübung eines Berufs unter dem Strich nicht mehr lohnen, macht Schleicher die ernüchternde Rechnung auf.
Statt Mütter zu ermutigen, für sich und ihre Kinder eine sichere wirtschaftliche Existenz aufzubauen, subventioniere der deutsche Staat sie dafür, dass sie zu Hause bleiben. Schleicher, Wirtschaftsanwältin in Berlin, sieht darin volkswirtschaftlich eine klare Fehlsteuerung: „Es kann nicht sein, dass wir als Steuerzahler zunächst Mädchen und Frauen mit Steuergeldern ausbilden und dann Steuergelder dafür einsetzen, dass diese Investitionen vergeblich waren.“ Der BPW Germany fordere daher, bei der Ausarbeitung des Gesetzentwurfs den Erziehungsbonus ersatzlos zu streichen.
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Kontakt:
BPW-Germany e.V., Bundesgeschäftsstelle
Lange Straße 3, 37127 Niemetal
Dr. Bettina Schleicher, Präsidentin BPW Germany e.V.
Tel.: 030 - 84 18 71 34, Fax: 030 - 84 10 84 84, E-Mail:
Dr. Christiane Pfeiffer, Pressereferentin BPW Germany e.V.
Tel.: 06201 - 26 55 93, Fax: 06201 - 87 39 87, E-Mail:
Zum BPW Germany e.V.:
Mit 37 Clubs und über 1.700 Mitgliedern gelten die Business and Professional Women BPW) Germany als das bedeutendste branchen- und berufsübergreifende Frauennetzwerk in Deutschland. Der in den 30er Jahren entstandene und 1951 neu gegründete Verband unterstützt berufstätige Frauen auf vielfältige Weise: Neben persönlichem Austausch, Vorträgen und Mentoring leistet das Netzwerk politisch-gesellschaftliche Lobby- und Projektarbeit auf nationaler und internationaler Ebene.
Der BPW Germany kooperiert mit Wirtschaft, Medien und Politik und unterstützt seine Partner in Fragen der Unternehmensverantwortung und Chancengleichheit im Beruf. Der Verband ist Teil des BPW International, der in rund 80 Ländern vertreten ist und Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und beim Europarat genießt. Weitere Informationen unter www.bpw-germany.de.
Zur Person:
Dr. Bettina Schleicher steht seit Herbst 2004 dem Verband der Business and Professional Women (BPW) Germany als Präsidentin vor. Die Wirtschaftsanwältin und Mutter zweier Kinder lebt und arbeitet in Berlin.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Mehr zum Thema:
• Presseinformation „Rechtsanspruch auf Krippenplatz der richtige Weg“ (7. März 2007) unter www.bpw-germany.de/article.php?story=20070307202239612
• Ankündigung Europäisches Symposium „Career - Future – Family“ des BPW Germany, 7.-9. September 2007, Berlin, unter www.bpw-germany.de/article.php?story=20070514114735592
„Dieser Erziehungsbonus ist wirtschaftlich unsinnig und familienpolitisch falsch“, wandte sich Dr. Bettina Schleicher, Präsidentin des BPW Germany, gegen die Einführung eines solchen Betreuungsgeldes. „Was als Maßnahme der ‚ausgleichenden Gerechtigkeit’ daherkommt und vorgibt, Eltern in der Wahlfreiheit der Kindererziehung zu unterstützen, wird in der Praxis nur eines bewirken: dass Frauen von der Berufstätigkeit abgehalten werden.“ Die Kosten für die Kinderbetreuung plus das entgangene Betreuungsgeld plus die steuerliche Schlechterstellung, weil das Ehegattensplitting bei der Erwerbstätigkeit beider Partner weniger stark ins Gewicht fällt – in erster Linie für Frauen werde sich angesichts dieser Bedingungen und ihrer nach wie vor geringeren Bezahlung die Ausübung eines Berufs unter dem Strich nicht mehr lohnen, macht Schleicher die ernüchternde Rechnung auf.
Statt Mütter zu ermutigen, für sich und ihre Kinder eine sichere wirtschaftliche Existenz aufzubauen, subventioniere der deutsche Staat sie dafür, dass sie zu Hause bleiben. Schleicher, Wirtschaftsanwältin in Berlin, sieht darin volkswirtschaftlich eine klare Fehlsteuerung: „Es kann nicht sein, dass wir als Steuerzahler zunächst Mädchen und Frauen mit Steuergeldern ausbilden und dann Steuergelder dafür einsetzen, dass diese Investitionen vergeblich waren.“ Der BPW Germany fordere daher, bei der Ausarbeitung des Gesetzentwurfs den Erziehungsbonus ersatzlos zu streichen.
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BPW-Germany e.V., Bundesgeschäftsstelle
Lange Straße 3, 37127 Niemetal
Dr. Bettina Schleicher, Präsidentin BPW Germany e.V.
Tel.: 030 - 84 18 71 34, Fax: 030 - 84 10 84 84, E-Mail:
Dr. Christiane Pfeiffer, Pressereferentin BPW Germany e.V.
Tel.: 06201 - 26 55 93, Fax: 06201 - 87 39 87, E-Mail:
Zum BPW Germany e.V.:
Mit 37 Clubs und über 1.700 Mitgliedern gelten die Business and Professional Women BPW) Germany als das bedeutendste branchen- und berufsübergreifende Frauennetzwerk in Deutschland. Der in den 30er Jahren entstandene und 1951 neu gegründete Verband unterstützt berufstätige Frauen auf vielfältige Weise: Neben persönlichem Austausch, Vorträgen und Mentoring leistet das Netzwerk politisch-gesellschaftliche Lobby- und Projektarbeit auf nationaler und internationaler Ebene.
Der BPW Germany kooperiert mit Wirtschaft, Medien und Politik und unterstützt seine Partner in Fragen der Unternehmensverantwortung und Chancengleichheit im Beruf. Der Verband ist Teil des BPW International, der in rund 80 Ländern vertreten ist und Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und beim Europarat genießt. Weitere Informationen unter www.bpw-germany.de.
Zur Person:
Dr. Bettina Schleicher steht seit Herbst 2004 dem Verband der Business and Professional Women (BPW) Germany als Präsidentin vor. Die Wirtschaftsanwältin und Mutter zweier Kinder lebt und arbeitet in Berlin.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
• Presseinformation „Rechtsanspruch auf Krippenplatz der richtige Weg“ (7. März 2007) unter www.bpw-germany.de/article.php?story=20070307202239612
• Ankündigung Europäisches Symposium „Career - Future – Family“ des BPW Germany, 7.-9. September 2007, Berlin, unter www.bpw-germany.de/article.php?story=20070514114735592
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