08.05.2007 - 13:56 - Kunst & Kultur

Neue Dokumentation über Takenplatten des Rheinlandes

Pressemitteilung von: Helios-Verlag; Aachen
Bild im Großformat
Cover zu Eiserne Bibel
Herskamp,Wolfgang: Die Eiserne Bibel– Alte Ofen- und Kaminplatten im Rheinland mit Bildern zur Bibel nach Holzschnitten und Kupferstichen der Meister des 15. bis 17. Jahrhunderts; 270 Seiten, fest gebunden mit Schutzumschlag,245 Abbildungen,28 x 23cm; ISBN978-3-938208-33-5; €36,80;
Inhalt: Sie sind als Wandschmuck an Häusern zu sehen oder in volkskundlichen Museen zu besichtigen: bebilderte Ofen- und Kaminplatten, in der Eifel kurz Takenplatten genannt, eiserne Zeugnisse der Wohnkultur vergangener Jahrhunderte. In diesem Buch werden Platten im Rheinland mit Bildern zur Bibel, zum Alten und zum Neuen Testament, als Bildfolge vorgestellt. Manche werden hohen künstlerischen Erwartungen gerecht, wie die des Formschneiders Philipp Soldan zu Frankenberg oder des unbekannten Meisters, der um 1550 für die Hütte in Eisenschmitt, Eifel, tätig war. Andere fallen durch ihre prächtigen Verzierungen auf, wie viele barocke Kaminplatten aus dem Siegerland. Alle diese Platten aber sagen uns, von welchen biblischen Bildern die Menschen jener Zeit angetan und welche Glaubensinhalte ihnen wichtig waren. Den Bibelplatten vorangestellt sind ihre grafischen Vorbilder, zumeist Holzschnitte und Kupferstiche, der besten Künstler der damaligen Zeit. Viele dieser Grafiken waren bisher als solche Vorlagen nicht bekannt. Bilder von Martin Schongauer, Hans Holbein d.J., von Hans Sebald Beham und Heinrich Aldegrever, des zu Lebzeiten schon weithin berühmten Albrecht Dürer oder solche aus der Werkstatt Lucas Cranachs, von bekannten Bibelillustratoren wie Virgil Solis, Jost Amman und Matthäus Merian und von namenhaften niederländischen Meistern wie Cornelis Cort, Dirck Volckertszoon Coornhert und Philipp Galle (und vieler anderer) haben den Formschneidern als Vorlagen gedient. Diese Vorlagen sind mit dem zugehörigem Bibeltext abgebildet. Da die biblischen Personen auf den Bildern damals in der Kleidung und im Umfeld der Zeit des Künstlers dargestellt wurden, wird dem heutigen Betrachter auch ein Eindruck von Trachten, Rüstungen und Städtebildern des 15. und 16. Jahrhunderts vermittelt. Viele großartige Holzschnitte und Kupferstiche und schöne in Eisen gegossene Bilder aus vergangener Zeit werden in dieser einzigartigen Bilderbibel wieder in den Blick genommen, bekannte oder vergessene biblische Erzählungen und ihre religiösen Aspekte dem Leser in anschaulicher Weise (wieder) nahe gebracht.

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Helios-Verlag
Karl-Heinz Pröhuber
Brückstr. 48
52080 Aachen
Tel.: 0241-555426
eMail: helios-verlag@t-online
www.helios-verlag.de

Der Helios-Verlag ist ein in Aachen ansässiger Fachbuchverlag und wurde 1913 gegründet. Übernommen wurde der Helios-Verlag Anfang der neunziger Jahre von Karl-Heinz Pröhuber, dem heutigen Geschäftsführer. Pröhuber, der politische Wissenschaften und Soziologie studierte, stammt aus einem deutsch-belgischen Elternhaus mit „linkem“ Hintergrund. Schwerpunkt der verlegerischen Arbeit ist die militärische Zeitgeschichte, Regionalliteratur, Literatur zum jüdischen Widerstand. Darüberhinaus gibt er auch Belletristik heraus. Derzeit werden die Werke von über 100 Autoren verlegt. Dem Helios-Verlag ist es in den letzten Jahren gelungen, eine dominierende Stellung innerhalb der seriösen populärwissenschaftlichen militärischen Zeitgeschichte, aber auch innerhalb der Regionalliteratur zu erlangen. Er arbeitet mit diversen in- und ausländischen Geschichtsvereinen zusammen. Im Gegensatz zu den etablierten Großverlagen konzentriert sich der Helios-Verlag auf die Herausgabe überschaubarer Auflagen. Diese werden in hoher handwerklicher Qualität hergestellt.

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