27.04.2007 - 13:51 - Politik, Recht & Gesellschaft

RettetDarfur.de: Prominente appellieren an Bundeskanzlerin Merkel

Pressemitteilung von: RettetDarfur.de
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RettetDarfur.de-Pressekonferenz in Berlin (v.l.n.r.): Serge Castro, Cosmo Klein, Noaz Deshe, Ute Schechtel, Ulrich Delius, Ahmed Musa
Berlin, 27. April 2007 – Mit einem von zahlreichen Prominenten aus Musik, TV, Sport und Kultur unterstützten Appell, der von Völkermord bedrohten schwarzafrikanischen Zivilbevölkerung in Darfur zu helfen und Sanktionen gegen die sudanesische Regierung zu verhängen, haben sich Fairplanet und die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. „Es ist eine Frage der Menschlichkeit, dieses Morden nicht länger hinzunehmen,“ heißt es in dem Appell, den unter anderen Anne Will, Roger Willemsen, Nina Ruge, Franziska van Almsick, Stefanie Hertel, Peter Maffay sowie die Söhne Mannheims unterzeichnet haben. Der Aufruf ist der Auftakt zu der breit angelegten Informationskampagne RettetDarfur.de, die Fairplanet und die GfbV anlässlich des Global Day for Darfur auf einer Pressekonferenz in Berlin vorstellten. In weltweit mehr als 300 Städten in 35 Ländern finden an diesem Wochenende Aktionen, Demonstrationen und Mahnwachen für Darfur statt.

Dieser Tage wurde das Internetportal RettetDarfur.de gelauncht. „Ab sofort sind Informationen über das Schicksal der Zivilbevölkerung in Darfur also einfach zugänglich", sagte Ute Schechtel von Fairplanet. "Auf RettetDarfur.de halten wir aber auch Petitionen zum Abruf bereit, rufen zu Aktionen auf und versuchen zu darzulegen, warum die Politik unserer Meinung nach bislang versagt hat."

Sänger Cosmo Klein, der den Appell an Angela Merkel ebenfalls unterzeichnet hat, betonte, dass es wichtig sei die breite Öffentlichkeit für das Geschehen in Darfur zu sensibilisieren: „Ich finde es erschreckend, wie wenig diese Katastrophe in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und wie zögerlich auf politischer Ebene agiert wird.“

"Europas Realpolitik gegenüber dem Sudan geht über Leichen", kritisierte auch Ahmed Musa, Sprecher der Darfur-Hilfe (Münster) die Untätigkeit der europäischen Regierungen. Deshalb appellierte der GfbV-Afrika-Experte Ulrich Delius während der Pressekonferenz eindringlich an die Bundeskanzlerin: "Frau Merkel, stehen Sie zu Ihrem Wort, Afrika nicht zu vergessen. Die Menschen in Darfur warten auf ihre Hilfe - jetzt!" Bis zu 400.000 Menschen seien dem Genozid bereits zum Opfer gefallen. Rund 2,7 Millionen seien von arabischen Reitermilizen, unterstützt von der sudanesischen Armee und Luftwaffe, vertrieben worden; das Überleben von drei Millionen Menschen hänge von Hilfslieferungen ab.

Unter dem Motto „Wir schlagen Alarm – Rettet Darfur!“ ruft die GfbV für Sonntag, den 29. April zu einem Demonstrationszug vom Brandenburger Tor zum Potsdamer Platz auf. Dort werden die Teilnehmer um 5 Minuten vor 12 Uhr mit Weckern, Kochtöpfen und Trommeln lautstark daran erinnern, dass die Menschen in Darfur den Verbrechen von Reitermilizen, sudanesischer Armee und Luftwaffe schutzlos ausgeliefert sind. Zeitgleich wird die RettetDarfur.de-Videoclip-Serie des renommierten New Yorker Filmemachers Noaz Deshe auf der Videoleinwand im Sony Center am Potsdamer Platz gezeigt. In seinen Filmen thematisiert Deshe „das Gefühl des persönlichen Verlustes“, das so viele Menschen in Darfur täglich erleiden müssen.

RettetDarfur.de
Pressebüro
Rebecca Gerth
Kastanienallee 73
10435 Berlin

tel. 030.28 59 93 39
fax 030.28 59 93 39
mobil 0178.389 88 08


Inhaltliche Fragen beantwortet Ulrich Delius, Afrikareferent der GfbV unter tel. 0160.9567 1403

www.RettetDarfur.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Die Fairplanet GmbH mit Sitz in Berlin betreibt mit fairplanet.net eine Internetplattform für nachhaltigen Lebensstil. Fairplanet versteht sich in erster Linie als Anbieter von Informationen und stellt neben Projekten, Personen und Produkten auch Kampagnen und NGOs im Kampf für Gerechtigkeit und die Umwelt auf seinem Portal vor. Gemeinsam mit der Gesellschaft für bedrohte Völker hat Fairplanet die Initiative RettetDarfur.de ins Leben gerufen.

Die internationale Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) setzt sich für verfolgte und bedrohte ethnische und religööse Minderheiten, Nationalitäten und Ureinwohnergemeinschaften ein. Ihre ideologisch und parteipolitisch unabäängige Menschenrechtsarbeit auf allen Kontinenten haben auch die Vereinten Nationen anerkannt und der GfbV Rederecht vor UN-Gremien eingeräumt.

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