25.04.2007 - 00:15 - Politik, Recht & Gesellschaft

Aufforderung zur Änderung der Startverfahren für Grossraumfrachtflieger am Flughafen Basel Mulhouse

Pressemitteilung von: BISF
An die Direktion des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg
An den Regierungsrat des Kantons Baselland
An den Regierungsrat des Kantons Baselstadt
An das Regierungspräsidium Freiburg
An das Landratsamt des Landkreises Lörrach

Kopien an: Betroffene Gemeinden
Medien

Trinationale Resolution gegen inakzeptable Frachtflüge

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Start eines Frachtflugzeuges des Typs Boeing 747-400 am Sonntag, 15. April 2007, 18.58 Uhr, über Allschwil-Dorf, wo 90 dB(A) gemessen wurden, sowie über Hegenheim/Hésingue/Bourgfelden und um 19.02 Uhr über Kandern-Tannenkirch veranlasst uns, zu folgender dringender Intervention:

Die Starts von Cargo-Grossraumflugzeugen wie im vorliegenden Fall jenen des Typs Boeing 747-400 (Malaysian Air) wie auch des noch lärmigeren Typs 747-200 (Korean Air) über die 270 Grad ELBEG-Kurve sind für die betroffenen Anrainer absolut unzumutbar. Diese Maschinen nutzen den Flughafen in unerträglicher und unnötiger Weise. Wie im erwähnten Fall fliegen sie oftmals in sehr geringer Höhe (ca. 200 – 300m) über dichtbesiedelte Wohngebiete und versetzen wegen ihrer Grösse und ihres bedrohlich wirkenden Turbinengedonners (90 bis 100 dB) die Bewohner in Angst und Schrecken; ganz zu schweigen vom Schadstoffausstoss, der durch die Rechtskurve erhöht wird. Diese Beeinträchtigungen sind, wie man weiss, für Kinder und Erwachsene gesundheitsschädigend.

Es wäre flugtechnisch durchaus machbar, das Abflugregime so zu steuern, dass diese lärmigen und beängstigenden Grossraumflugzeuge, wenn es die Windverhältnisse zulassen, ausschliesslich nach Norden geradeaus über 14 Km Hardtwald starten. Es gibt keine stichhaltigen Gründe, die vielen tausend betroffenen Anwohner nicht mit dieser Massnahme vor den bedrohlichen Überflügen zu schützen. Durch den Verzicht auf den Südstart mit Rechtskurve im Steigflug könnten zudem die Sicherheit erhöht und der massive Schadstoffausstoss dieser Flugzeuge reduziert werden. Und wegen seiner Nähe zu dicht besiedeltem Gebiet ist der EuroAirport ohnehin der falsche Standort für Fracht-Grossraumflugzeuge.

Die unterzeichnenden Organisationen, die die Interessen ihrer Anwohner vertreten, fordern deshalb den EuroAirport und die für den Flughafen zuständigen Behörden dringend auf, ihre diesbezügliche Verantwortung wahrzunehmen und mit Rücksicht auf die Wohn- und Lebensqualität und die
Gesundheit der betroffenen Bevölkerung darauf hinzuwirken, dass das bestehende Flugregime ab sofort geändert wird.

Der elsässische Schutzverband ADRA mit seinem Präsidenten Patrik Striby erklärt grundsätzlich sein Verständnis für die in dieser Resolution geäusserten Anliegen. Offiziell wird die ADRA anfangs Mai 2007 zu diesem Problem Stellung beziehen.

Allschwil und Weil, 23. April 2007.

Forum Flughafen – nur mit der Region

Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Basel-Mülhausen

Bürgerinitiative Südbadischer Flughafenanrainer BISF e.V.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Bürgerinitiative Südbadische Flughafenanrainer BISF e.V.
Postfach 21
79564 Weil/Rhein-Haltingen)
Email:
Internet: www.euroairport-laerm.de
Tel.:+49-(0)1212-5109-85-469 (12.4 ct/min)

BISF
Zielsetzung des gemeinnützigen Vereins:
Vertretung der Interessen der Bürger in Südbaden, die von den Emissionen des binationalen Flughafens Basel-Mulhouse (Schweiz+Frankreich) betroffen sind.

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