24.04.2007 - 17:14 - Politik, Recht & Gesellschaft
Eröffnung einer Gedenktafel für belarussische KZ-Häftlinge in Sachsenhausen
Pressemitteilung von: Botschaft der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland
Am 22. April 2007 wurde in der Gedenkstätte Sachsenhausen auf dem Territorium des ehemaligen Konzentrationslagers eine Gedenktafel zu Ehren der Häftlinge belarussischer Abstammung feierlich eröffnet.
Das plastische Werk stellt ein gestreiftes schwarzgraues Marmorflachrelief mit Inschrift dar und symbolisiert eine mit Kugel durchschossene Häftlingsjacke. Es ist bereits die zweite Tafel dieser Art, die im Namen des Präsidenten der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland eingeweiht wurde. Die erste, die ein Jahr zuvor auf Initiative der belarussischen Botschaft geschaffen worden war, befindet sich in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.
Der Gedenkstein, der von dem belarussischen Bildhauer Vladimir Slobodtschikov und dem Architekt Igor Morosov geschaffen worden ist, beinhaltet folgende Inschrift in Belarussisch und Deutsch: «Zum Gedenken an die Häftlinge aus Belarus, die im Konzentrationslager Sachsenhausen zu Tode gequält worden sind, 1941-1945. Präsident der Republik Belarus. 2007».
Die Eröffnungszeremonie fand im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zum 62. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers statt.
Als Initiator des Projekts ist diesmal die Belarussische Vereinigung ehemaliger KZ-Häftlinge und Teilnehmer des antifaschistischen Widerstands aufgetreten. Zur Teilnahme an der Festveranstaltung in Sachsenhausen traf eine Delegation ehemaliger Häftlinge des KZ aus Belarus ein. Der Besuch wurde durch Beistand der belarussischen Stiftung „Verständigung und Versöhnung“ und der diplomatischen Mission möglich gemacht.
Auf der Eröffnungszeremonie würdigte der Botschafter der Republik Belarus Wladimir Skworzow im Namen der belarussischen Regierung all diejenigen, die zur Schaffung der Gedenktafel beigetragen und die Realisierung dieses Projektes unterstützt hatten.
Die Einweihung der Gedenktafel in der Gedenkstätte Sachsenhausen sei ein wichtiger Schritt zur Verewigung belarussischer Opfer des Zweiten Weltkrieges und solle zur weiteren Versöhnung und Verständigung zwischen den Menschen in Belarus und Deutschland beitragen, so Wladimir Skworzow.
An der Veranstaltung nahmen u.a. Mitarbeiter der belarussischen diplomatischen Mission in Berlin, die Autoren der Gedenktafel Vladimir Slobodtschikov und Igor Morosov, der Leiter von Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen und Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Prof. Dr. Günter Morsch sowie Mitglieder des Internationalen Sachsenhausen Komitees, das die Vertreter von Opferorganisationen verschiedener Länder vereint, ehemalige Häftlinge des KZ aus einigen anderen Staaten, Vertreter der Öffentlichkeit und Medien teil.
Das KZ Sachsenhausen wurde im Sommer 1936 auf SS-Befehl errichtet. Nach Angaben der Gedenkstätte waren zwischen 1936 und 1945 im KZ mehr als 200 Tsd. Menschen inhaftiert. Im Lager befanden sich Vertreter mehrerer Nationen, unter ihnen auch viele Belarussen. Zehntausende von denen waren an Hunger und Krankheiten gestorben, sind zum Opfer von Hinrichtungen, unerträglicher Zwangsarbeit, medizinischen Experimenten und systematischen Vernichtungsaktionen von SS gefallen.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
2.Botschaftssekretär Aleksei Zhbanov
Botschaft der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland
Am Treptower Park 32
12435 Berlin
Tel. 030/53635913
Fax 030/53635923
E-mail:
Botschaft der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland
www.belarus-botschaft.de
Das plastische Werk stellt ein gestreiftes schwarzgraues Marmorflachrelief mit Inschrift dar und symbolisiert eine mit Kugel durchschossene Häftlingsjacke. Es ist bereits die zweite Tafel dieser Art, die im Namen des Präsidenten der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland eingeweiht wurde. Die erste, die ein Jahr zuvor auf Initiative der belarussischen Botschaft geschaffen worden war, befindet sich in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.
Der Gedenkstein, der von dem belarussischen Bildhauer Vladimir Slobodtschikov und dem Architekt Igor Morosov geschaffen worden ist, beinhaltet folgende Inschrift in Belarussisch und Deutsch: «Zum Gedenken an die Häftlinge aus Belarus, die im Konzentrationslager Sachsenhausen zu Tode gequält worden sind, 1941-1945. Präsident der Republik Belarus. 2007».
Die Eröffnungszeremonie fand im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zum 62. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers statt.
Als Initiator des Projekts ist diesmal die Belarussische Vereinigung ehemaliger KZ-Häftlinge und Teilnehmer des antifaschistischen Widerstands aufgetreten. Zur Teilnahme an der Festveranstaltung in Sachsenhausen traf eine Delegation ehemaliger Häftlinge des KZ aus Belarus ein. Der Besuch wurde durch Beistand der belarussischen Stiftung „Verständigung und Versöhnung“ und der diplomatischen Mission möglich gemacht.
Auf der Eröffnungszeremonie würdigte der Botschafter der Republik Belarus Wladimir Skworzow im Namen der belarussischen Regierung all diejenigen, die zur Schaffung der Gedenktafel beigetragen und die Realisierung dieses Projektes unterstützt hatten.
Die Einweihung der Gedenktafel in der Gedenkstätte Sachsenhausen sei ein wichtiger Schritt zur Verewigung belarussischer Opfer des Zweiten Weltkrieges und solle zur weiteren Versöhnung und Verständigung zwischen den Menschen in Belarus und Deutschland beitragen, so Wladimir Skworzow.
An der Veranstaltung nahmen u.a. Mitarbeiter der belarussischen diplomatischen Mission in Berlin, die Autoren der Gedenktafel Vladimir Slobodtschikov und Igor Morosov, der Leiter von Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen und Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Prof. Dr. Günter Morsch sowie Mitglieder des Internationalen Sachsenhausen Komitees, das die Vertreter von Opferorganisationen verschiedener Länder vereint, ehemalige Häftlinge des KZ aus einigen anderen Staaten, Vertreter der Öffentlichkeit und Medien teil.
Das KZ Sachsenhausen wurde im Sommer 1936 auf SS-Befehl errichtet. Nach Angaben der Gedenkstätte waren zwischen 1936 und 1945 im KZ mehr als 200 Tsd. Menschen inhaftiert. Im Lager befanden sich Vertreter mehrerer Nationen, unter ihnen auch viele Belarussen. Zehntausende von denen waren an Hunger und Krankheiten gestorben, sind zum Opfer von Hinrichtungen, unerträglicher Zwangsarbeit, medizinischen Experimenten und systematischen Vernichtungsaktionen von SS gefallen.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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