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Hexenschuss: Teuflischer Schmerz im Rücken - Beschwerden deuten häufig auf andere Erkrankungen hin

24.04.200715:27 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) München im April 2007 - Völlig unerwartet schlägt der Hexenschuss zu – schweres Heben, eine falsche Bewegung oder eine abrupte Drehung sorgen für plötzliche und unerträgliche Schmerzen im Wirbelsäulenbereich. Betroffene verspüren oftmals derart starke Beschwerden, dass alltägliche Tätigkeiten unmöglich werden. „Fälschlicherweise verwechseln viele Patienten einen Hexenschuss, in der Fachsprache auch Lumbago genannt, mit einem Bandscheibenvorfall. Ausgelöst durch eine Reizung der sensiblen Nervenfasern der Wirbelsäule stellt der Hexenschuss ein Symptom für verschiedene Erkrankungen dar“, erklärt Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist aus München.



Unterschiedliche Ursachen gelten als Auslöser

Am häufigsten entsteht der Hexenschuss im Bereich der Lendenwirbelsäule. „Nach dem akuten Stich treten zunächst ein starkes Schmerzgefühl und anschließend eine Bewegungssperre ein“, erklärt Dr. Schneiderhan, Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga e. V. Dadurch können Betroffene nur unter Schmerzen aufstehen und gehen notgedrungen in einer gekrümmten Haltung. Auch beim Sitzen und Liegen sowie beim Husten oder Lachen verspüren sie extreme Beschwerden. Bandscheibenvorfälle und Bandscheibenvorwölbungen gelten neben Arthrose – Verschleiß an Wirbelkörpern und Gelenken – sowie der Knochenschwunderkrankung Osteoporose als häufigste Auslöser des Hexenschusses. Extremes Übergewicht, Bewegungsmangel und einseitige Belastungen fördern ebenfalls die Erkrankung.

Sofort-Maßnahmen lindern den akuten Schmerz

Tritt ein Hexenschuss auf, hilft Folgendes: am besten auf den Rücken legen, Unterschenkel auf einem Stuhl platzieren, wobei die Knie einen rechten Winkel bilden, und ungefähr zehn Minuten liegen bleiben. So entspannt die Lendenwirbelsäule und nimmt den Druck von den unteren Bandscheiben. Hexenschuss verhärtet die untere Rückenmuskulatur. Abhilfe schaffen Wärmekissen oder Wärmflaschen. Sie fördern die Durchblutung und lindern den Schmerz. „Bestehen die Schmerzen länger als zwei Tage, sollten Betroffene einen Orthopäden aufsuchen und sich gründlich untersuchen lassen“, empfiehlt Dr. Schneiderhan.

Moderne Behandlungswege bei extremen Beschwerden

„Wenn keine konservativen Maßnahmen wie Krankengymnastik, Physiotherapie oder Medikamente helfen, müssen bei lang anhaltenden Beschwerden die Ursachen gezielt mit modernen Therapien behandelt werden“, erklärt Dr. Schneiderhan. Bei Bandscheibenvorfall oder Bandscheibenvorwölbungen setzt der Mediziner beispielsweise den schonenden Wirbelsäulenkatheter ein. Mithilfe einer Spezialkanüle und einer kleinen Sonde spritzt er eine Medikamentenmischung direkt an die schmerzende Nervenwurzel zwischen Rückenmarkshülle und Wirbelkanal und beruhigt so gereizte Stellen. Parallel entzieht ein Kochsalz-Enzymgemisch dem umliegenden Gewebe Flüssigkeit. In der Folge schrumpft dieses und engt keine Nerven mehr ein. Resultiert der Hexenschuss aus arthrosebedingten Verschleißerkrankungen, vermindern gezielte Infiltrations- oder Hitzesondebehandlungen Beschwerden. Vorteil: Diese schonenden Methoden dauern nur 40 bis 60 Minuten und verkürzen stationäre Aufenthalte und Rehabilitationszeiten. Ebenfalls bietet die Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen sämtliche minimalinvasiven und neurochirurgischen Methoden auch für Kassenpatienten an, wenn ein stationärer Aufenthalt medizinisch begründet ist.

Bewegung stärkt Muskeln langfristig

„Um langfristig einem Hexenschuss vorzubeugen, muss die gesamte Rückenmuskulatur gestärkt werden. Je kräftiger die Muskulatur, desto mehr entlastet sie die Wirbelsäule“, verdeutlicht der Wirbelsäulenspezialist. Bereits regelmäßiges Radfahren oder Schwimmen stabilisiert das Muskelkorsett. Rückenschulen oder spezielle Wirbelsäulengymnastik bauen ebenfalls gezielt schwach ausgebildete Muskelpartien auf. Tägliche Aktivitäten im Alltag wie beispielsweise zu Fuß gehen oder Treppensteigen statt Fahrstuhlfahren kräftigen langfristig die Muskelstränge. Um Übergewicht vorzubeugen, gilt es, neben ausreichender Bewegung auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu achten.

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com.

Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen,
Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Anja Koutny,
Eschenstr. 2, 82024 München / Taufkirchen
Tel: 089 / 614510-0, Fax: 089 / 614510-12,
E-Mail: E-Mail, www.orthopaede.com

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