(openPR) Unbehandeltes Vorhofflimmern führt sehr häufig zum Schlaganfall:
Telemonitoring reduziert Krankenhaustage
Mannheim - Mindestens 800.000 Bundesbürger leiden unter einem Vorhofflimmern des Herzens. Das entspricht rund einem Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung. Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung und Ursache vieler Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte. Oft wird das Vorhofflimmern von den Betroffenen nicht bemerkt und zufällig bei einer EKG-Untersuchung festgestellt. Experten gehen deshalb von einer hohen Dunkelziffer aus. Zudem nimmt die Zahl der Betroffenen aufgrund der demographischen Entwicklung weiter zu. „Das Auftreten von Vorhofflimmern ist assoziiert mit einer Erhöhung des Schlaganfallrisikos um den Faktor 5. Etwa 25 Prozent aller ischämischen Schlaganfälle entstehen auf dem Boden einer kardiovaskulären Grunderkrankung. In diesem Zusammenhang ist die Früherkennung von asymptomatischem Vorhofflimmern zur Prävention von Schlaganfällen von wesentlicher Bedeutung“, stellte Privatdozent Dr. med. Stefan Sack, Kardiologe und Oberarzt am Westdeutschen Herzzentrum der Universitätsklinik in Essen, bei seinem Vortrag anlässlich der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim fest.
Gerade dem Telemonitoring kommt beim Vorhofflimmern eine entscheidende Rolle bei Diagnostik, Therapie und Risikoverminderung zu. Die Vitaphone GmbH, führender Anbieter telemedizinischer Dienstleistungen, die auf dem Kongress der DGK als Aussteller vertreten war, bietet hierfür in Verbindung mit ihrem rund um die Uhr dienstbereitem medizinischen Service Center die entsprechenden telemedizinischen Tools (u. a. EKG-Monitoring-Card Vitaphone 100 IR, Loop-Recorder 3100/3300 BT, Vitaphone 2300 (Herz Handy®).
Breites Interesse bei den mehr als 7.000 Kongressteilnehmern fand die EKG-Monitoring-Card Vitaphone 100 IR. Kaum größer als eine Scheckkarte, erweitert sie die Basis der kardiologischen Rhythmus-Diagnostik in Klinik und Praxis durch Telemonitoring erheblich. Auch die korrekte Funktion und Einstellung von Herzschrittmachern lässt sich einfach und sicher überprüfen.
Gerade die kurzen Herz-Rhythmusstörungen, die diagnostisch schwer erfassbar sind, weil sie immer dann auftreten, wenn der Patient sich nicht in der Nähe einer Klinik oder Arztpraxis befindet und kein EKG zur Verfügung steht, seien besonders gefährlich, erläutert Professor Gert Baumann von der Berliner Charité. Mit der EKG-Monitoring-Card 100 IR, die der Patient um den Hals trägt und im Bedarfsfall auf die nackte Brust legt, kann er jederzeit und überall ein EKG aufzeichnen. Einfach, per Knopfdruck und immer dann, wenn er das Gefühl hat, sein Herz gerät aus dem Takt.
Anschließend übermittelt die Card die EKG-Daten per Infrarotdatenübertragung an das zum Set gehörende Mobiltelefon. Vom Handy aus werden die EKG-Daten automatisch an einen Server im medizinischen Service Center der Vitaphone GmbH geschickt. Technische Vorkenntnisse sind dazu nicht erforderlich. Das Mobiltelefon wird von der EKG-Monitoring-Card per Knopfdruck kinderleicht gesteuert. Der gesamte Prozess läuft automatisch ab.
Steht kein Mobiltelefon zur Verfügung, so können die EKG-Daten auch mittels des in die Karte integrierten Akustikkopplers über ein Festnetztelefon gesendet werden. Dabei ruft der Patient eine bestimmte Telefonnummer an, wird automatisch angeleitet und sendet sein EKG.
Unmittelbar nach Abschluss der Datenübertragung wird den behandelnden Ärzten das EKG zur Beurteilung in Klinik oder Praxis zur Verfügung gestellt, - per Fax, als PDF-Datei per E-Mail oder in naher Zukunft auf einer Plattform im Internet. Kliniken und große Praxen können bei Bedarf auch mit der entsprechenden Software ausgerüstet werden und die EKGs selbst empfangen.
Da jede EKG-Karte über eine eigene Nummer verfügt, die mit den Daten übertragen wird, ist eine Zuordnung der vom Patienten gesendeten EKGs ohne Probleme möglich. Verwechslungen sind damit ausgeschlossen.
Die Stromversorgung der EKG-Monitoring-Card 100 IR, die gerade mal 37 Gramm wiegt, erfolgt durch eine Lithium-Batterie. Deren Lebensdauer beträgt bei normaler Anwendung vier bis fünf Jahre.
"Durch den Einsatz der EKG-Card können wir innerhalb von sieben Tagen bei über 85 Prozent der Patienten die Ursachen ihrer Herz-Rhythmusstörungen aufklären", so Prof. Dr. med. Baumann. Mit herkömmlichen Mitteln, wie beispielsweise dem Langzeit-EKG, komme man auf eine Trefferquote von deutlich weniger als 50 Prozent.
Gerade im Bereich der kardiologischen Diagnostik trägt die EKG-Monitoring-Card Vitaphone 100 erheblich zur Verringerung der Kosten bei. Im Zeitalter von Fallpauschalen ein entscheidendes Argument für Kliniken, denn Herz-Patienten können dank der Telemedizin nach Abschluss der kardiologischen Diagnostik entlassen und müssen nicht bis zum erneuten Auftreten von Rhythmusstörungen hospitalisiert werden. Zudem erlaubt die Card ein effizientes Patienten-Monitoring, beispielsweise bei kardiologischen Patienten, die nach ihrer Entlassung weiter klinisch überwacht und betreut werden müssen.
Auch im ambulanten Bereich beim Einsatz in der Praxis des niedergelassenen Kardiologen oder Internisten verbessert und verkürzt die EKG-Monitoring-Card Vitaphone 100 IR die Diagnostik. Risiko-Patienten werden frühzeitig und sicher identifiziert und erhalten eine Therapie, die unter Umständen lebensrettend sein kann.
Die Vorteile des Telemonitorings haben auch den Landesverband der Betriebskrankenkassen in Nordrhein-Westfalen überzeugt. Da Vorhofflimmern eine häufige Begleiterkrankung der Herzinsuffizienz ist, gehört das das telemedizinische EKG-Monitoring von Herzinsuffizienz-Patienten durch die Vitaphone GmbH zum festen Bestandteil des Projektes CorBene, - einem Vertrag zur Integrierten Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz des BKK-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, der über 3.5 Millionen Versicherte repräsentiert.
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