(openPR) Berlin im April 2007 - Rückenleiden und Bandscheibenvorfälle gehören längst zu den sogenannten „Volkskrankheiten“, unter denen eine Vielzahl von Menschen quer durch alle Gesellschaftsschichten leidet. Besonders chronische Beschwerden empfinden Betroffene häufig als unerträglich. Nur eine professionell durchgeführte Therapie hilft dann noch. Entgegen den Befürchtungen zahlreicher Patienten bewirkt oft schon eine kurzzeitige Behandlung an der Lendenwirbelsäule eine große Linderung des Leidens.
„Möglich macht dies die Methode der Epiduralen Infiltration“, erklärt Dr. med. Munther Sabarini, Neurochirurg und Begründer der Internationalen Wirbelsäulenklinik Berlin. Bei diesem Verfahren, kurz EpIn, führt der Arzt unter örtlicher Betäubung und ohne chirurgische Schnitte einen Spezialkatheter durch den Spinalkanal am unteren Ende des Steißbeines bis zur betroffenen Stelle. Durch diesen injiziert der Mediziner dann Substanzen, die Schwellungen vermindern, die Entzündung beseitigen und die Durchblutung der Neuralstrukturen verbessern. Während der viertägigen Tragezeit des Katheters bleiben die Patienten relativ beweglich und müssen neben einer zwei- bis dreiwöchigen Regenerationsphase nur wenige Einschränkungen in Kauf nehmen.
„Wir führen diese Therapie in der Wirbelsäulenklinik fast täglich durch und erreichen dabei eine beachtliche Erfolgsquote“, betont Dr. Sabarini. Auf Hilfe durch dieses Verfahren können Patienten mit bestimmten Bandscheibenvorwölbungen und Bandscheibenvorfällen hoffen. Aber auch Schmerzen bei Verschleißerscheinungen und Einengung des Spinalkanals behandelt der Berliner Mediziner erfolgreich mit dieser Methode. Es handelt sich um Patienten, bei denen die konservativen Therapien nicht helfen und es noch keinen Grund für eine Operation gibt. Zur Anwendung kommt die Epidurale Infiltration zudem bei Gleitwirbeln und Rückenschmerzen mit und ohne Ausstrahlung in Extremitäten sowie bei Schmerzen nach offenen Operationen. Verschleißerscheinungen hebt die Epidurale Infiltration allerdings nicht auf. Jedoch begünstigt die langfristig erzielte Linderung der Schmerzen die Bewegungsfreiheit der Menschen. Aus der Zunahme der körperlichen Aktivitäten resultiert dann zumeist eine Erstarkung der Muskulatur, die dann ihrerseits wiederum den gesamten Rückenbereich entlastet.
Viele Betroffene mit Bandscheibenproblemen scheuen den Gang zum Spezialisten, weil sie eine Operation unter Vollnarkose befürchten, stellt Dr. Sabarini, der Anfang des Jahres auch eine Niederlassung in Hamburg eröffnet hat, in seiner täglichen Praxis immer wieder fest. In den meisten Fällen besteht jedoch überhaupt keine Notwendigkeit für einen derartigen Eingriff. Vor einer Behandlung sollte aber immer erst eine ausführliche ärztliche Beratung in ruhiger Atmosphäre stattfinden, um die Vor- und Nachteile der einzelnen möglichen medizinischen Verfahren zu erörtern und diese dann individuell auf jeden Patienten abzustimmen.
Weitere Informationen unter www.spine-clinic.de.

