20.04.2007 - 09:27 - Freizeit, Buntes, Vermischtes
Studien zeigen: Höhere Mord- und Selbstmordquote dort, wo Waffen leicht verfügbar sind
Pressemitteilung von: Forum Gesundheitspolitik
In Europa ist die Verwunderung groß, dass nach dem Amoklauf an der Hochschule von Blacksburg und den 32 Mordopfern keine neue Debatte einsetzt über die für unser Verständnis allzu liberale Handhabung des Waffenbesitzes. Doch die Amerikaner pochen auf ihren Verfassungsgrundsatz. Allerdings wird die Argumentation zunehmend löchriger. Wie das Onlinemagazin "Forum Gesundheitspolitik" berichtet, belegen neuere Studien eindeutig: Wo Schusswaffen leicht verfügbar sind, ist auch die Mord- und Selbstmordquote deutlich höher.
Bereits im Januar dieses Jahres hatte eine für die USA repräsentativen Studie von Wissenschaftlern des "Harvard Injury Control Research Center" an der Harvard School of Public Health auf der Basis von 200.000 Befragten gezeigt, dass die Mordraten bei Kindern, Frauen und Männern aller Altersstufen in jenen Bundesstaaten der USA mit einer größeren Anzahl von Waffen eindeutig höher ausfallen. Dabei wurde auch der Einfluss vieler immer wieder bei Gewalt genannter Einflussfaktoren, wie etwa der Arbeitslosigkeit, des Alkoholkonsum oder des Wohnens in städtischen Ballungsgebieten kontrolliert.
Eine jetzt veröffentlichte neuere Studie, ebenfalls durchgeführt an der Harvard School of Public Health (HSPH) fand nun für die USA repräsentativ heraus, dass auch die Selbstmordrate direkt zusammenhängt mit der Verfügbarkeit von Waffen: In jenen 15 Bundesstaaten mit der im Vergleich zur Bevölkerungszahl höchsten Quote von Feuerwaffen im Haushalt begingen doppelt so viele Bürger Selbstmord wie in Bundesstaaten mit einer eher niedrigen Waffenquote.
Argumente gegen eine zu liberale Politik des Waffenbesitzes kommen jetzt auch aus Österreich. Denn seit Inkrafttreten eines strengeren Gesetzes im Jahre 1997 ist in der Alpenrepublik die Zahl der Selbstmorde und Morde mit Schusswaffen in Österreich erheblich zurückgegangen. Die Wissenschaftler von der Medizinischen Universität Wien (Universitäts Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie) haben in ihrer Studie zeigen können, dass sich einerseits Zahl der Waffenpässe, Waffenscheine und Waffenbesitzkarten in Österreich im Zeitraum 1997-2005 um 24% verringert hat. Parallel dazu ist die Zahl der Selbstmorde mit Schusswaffen um mehr als 26 Prozent gesunken und die Zahl der Morde mit Pistolen oder Gewehren sogar um über 67 Prozent.
Schon ein Jahr zuvor hatten die Wissenschaftler eine Studie veröffentlicht, die eindeutig nachwies: Selbstmorde mit Schusswaffen sind in Österreich in jenen Bundesländern häufiger, in denen es - bezogen auf die Bevölkerungszahl - auch eine höhere Zahl an Waffen gibt.
Weitere Informationen und Links zu den Studien:
www.forum-gesundheitspolitik.de/dossier/index699.htm
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Dr. Gerd Marstedt
Parkallee 39
28209 Bremen
Tel. 0421-218-4385
Email:
FORUM GESUNDHEITSPOLITIK ist eine private Initiative, die von gesundheitspolitisch engagierten Wissenschaftlern getragen wird. Zielsetzung ist eine fundiertere Information der Öffentlichkeit und insbesondere von Wissenschaftlern und Journalisten, Studenten/innen und politischen Entscheidungsträgern über gesundheitspolitische Rahmenbedingungen, gesetzliche Veränderungen in diesem Bereich sowie Ansprüche der Bevölkerung an das Gesundheitssystem. Die Website verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen.
Bereits im Januar dieses Jahres hatte eine für die USA repräsentativen Studie von Wissenschaftlern des "Harvard Injury Control Research Center" an der Harvard School of Public Health auf der Basis von 200.000 Befragten gezeigt, dass die Mordraten bei Kindern, Frauen und Männern aller Altersstufen in jenen Bundesstaaten der USA mit einer größeren Anzahl von Waffen eindeutig höher ausfallen. Dabei wurde auch der Einfluss vieler immer wieder bei Gewalt genannter Einflussfaktoren, wie etwa der Arbeitslosigkeit, des Alkoholkonsum oder des Wohnens in städtischen Ballungsgebieten kontrolliert.
Eine jetzt veröffentlichte neuere Studie, ebenfalls durchgeführt an der Harvard School of Public Health (HSPH) fand nun für die USA repräsentativ heraus, dass auch die Selbstmordrate direkt zusammenhängt mit der Verfügbarkeit von Waffen: In jenen 15 Bundesstaaten mit der im Vergleich zur Bevölkerungszahl höchsten Quote von Feuerwaffen im Haushalt begingen doppelt so viele Bürger Selbstmord wie in Bundesstaaten mit einer eher niedrigen Waffenquote.
Argumente gegen eine zu liberale Politik des Waffenbesitzes kommen jetzt auch aus Österreich. Denn seit Inkrafttreten eines strengeren Gesetzes im Jahre 1997 ist in der Alpenrepublik die Zahl der Selbstmorde und Morde mit Schusswaffen in Österreich erheblich zurückgegangen. Die Wissenschaftler von der Medizinischen Universität Wien (Universitäts Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie) haben in ihrer Studie zeigen können, dass sich einerseits Zahl der Waffenpässe, Waffenscheine und Waffenbesitzkarten in Österreich im Zeitraum 1997-2005 um 24% verringert hat. Parallel dazu ist die Zahl der Selbstmorde mit Schusswaffen um mehr als 26 Prozent gesunken und die Zahl der Morde mit Pistolen oder Gewehren sogar um über 67 Prozent.
Schon ein Jahr zuvor hatten die Wissenschaftler eine Studie veröffentlicht, die eindeutig nachwies: Selbstmorde mit Schusswaffen sind in Österreich in jenen Bundesländern häufiger, in denen es - bezogen auf die Bevölkerungszahl - auch eine höhere Zahl an Waffen gibt.
Weitere Informationen und Links zu den Studien:
www.forum-gesundheitspolitik.de/dossier/index699.htm
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Dr. Gerd Marstedt
Parkallee 39
28209 Bremen
Tel. 0421-218-4385
Email:
FORUM GESUNDHEITSPOLITIK ist eine private Initiative, die von gesundheitspolitisch engagierten Wissenschaftlern getragen wird. Zielsetzung ist eine fundiertere Information der Öffentlichkeit und insbesondere von Wissenschaftlern und Journalisten, Studenten/innen und politischen Entscheidungsträgern über gesundheitspolitische Rahmenbedingungen, gesetzliche Veränderungen in diesem Bereich sowie Ansprüche der Bevölkerung an das Gesundheitssystem. Die Website verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen.
News-ID: 131152 • Views: 2034
Schlagwörter
Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:
Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.
Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr
© 2004-2012 openPR | Impressum




