Grüne Gentechnik zwischen Wissenschaft und Gesellschaft - Fünf Jahre Informationsportal bioSicherheit.de

Pressemitteilung von: bioSicherheit.de
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Prof. Dr. Wolfgang van den Daele, Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin und Mitglied des Nationalen Ethikrates der Bundesrepublik Deutschland
Darmstadt, 16. April 2007. Gentechnisch veränderte Pflanzen - ein Umweltrisiko? Diese Frage steht im Mittelpunkt von www.bioSicherheit.de. Vor fünf Jahren eröffnete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Informationsportal mit dem Ziel, mehr Transparenz zu schaffen für die staatlich geförderte biologische Sicherheitsforschung. "Nach fünf Jahren ist bioSicherheit eine anerkannte, gut besuchte Internetseite rund um Sicherheitsfragen gentechnisch veränderter Pflanzen - in die öffentliche Diskussion gehen die wissenschaftlichen Ergebnisse aber immer noch höchst selten ein", bedauert der verantwortliche Redakteur Gerd Spelsberg. Die Meinung, dass gentechnisch veränderte Pflanzen "nicht sicher" oder "nicht erforscht" sind, sei noch immer weit verbreitet.

Anlässlich des Jubiläums veröffentlicht bioSicherheit.de ein Gespräch mit Prof. Wolfgang van den Daele, langjähriger Beobachter der Debatte und Mitglied im Nationalen Ethikrat der Bundesrepublik, über die Wahrnehmung der Grünen Gentechnik, den Symbolwert der Risikodiskussion und das gespannte Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft. Aus Sicht eines neutralen Beobachters habe die Risikodebatte kein Fundament, so der Soziologe. "Es ist erstaunlich, dass das Risikoargument immer noch eine solche Resonanz hat, obwohl eigentlich keine besonderen Risiken erkennbar geworden sind." Auf einen grundsätzlichen Vertrauensverlust in die Wissenschaft will er dies jedoch nicht zurückzuführen: "Alle rennen ständig zum Arzt und setzen auf professionelle Expertise. Aber in Bereichen, die wie die Grüne Gentechnik politisiert sind, entziehen die Menschen dem Experten ihr Vertauen." Aufklärung und Transparenz sei notwendig, man könne aber nicht damit rechnen, dass damit das Unbehagen und die Ablehnung beseitigt werden. "Man hat einen symbolischen Bereich gefunden, in dem man der Technikdynamik, der man ausgeliefert ist und die die Gesellschaft überrollt, etwas entgegensetzen kann", vermutet van den Daele. Aus seiner Sicht spielt dabei auch eine "klammheimliche Sympathie" für den Kampf David gegen Goliath eine Rolle: "Hier die sozialen Bewegungen, die Bauern und die Umweltverbände, auf der anderen Seite die großen Konzerne, denen die Grenzen aufgezeigt werden."

Gibt es trotzdem eine Möglichkeit, eine Brücke zu schlagen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft? Können wissenschaftliche Ergebnisse einen Beitrag zur sachorientierten Meinungsbildung leisten? Diese Fragen sollen auf BioSicherheit.de diskutiert werden - über die Kommentarfunktion kann die Öffentlichkeit ihren Standpunkt beitragen.

bioSicherheit im Gespräch mit Wolfgang van den Daele: "Das Unbehagen findet einen legitimen Ausdruck im Risiko"
www.biosicherheit.de/de/aktuell/563.doku.html

Kontakt:
Team bioSicherheit.de

Genius GmbH
Wissenschaft & Kommunikation
Robert-Bosch-Str. 7
D-64293 Darmstadt
www.genius.de

fon: ++49 (0) 6151 - 872 41 04
fax: ++49 (0) 6151 - 872 40 41
e-mail:

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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bioSicherheit.de - Biologische Sicherheitsforschung in Deutschland

Das Internetportal bioSicherheit.de informiert aktuell und allgemeinverständlich über die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekte zur biologischen Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen. Eine umfangreiche Datenbank mit Kurzdarstellungen zu Untersuchungsgegenstand, Versuchsmethoden und Ergebnissen wird ergänzt durch Hintergrundberichte, Interviews und Einblicke in den Forscheralltag. Das Portal macht die Ergebnisse der biologischen Sicherheitsforschung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und soll die sachkundige Meinungsfindung fördern. Es wird im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von einem Projektverbund aus Genius GmbH, Darmstadt, TransGen, Aachen und TÜV Nord Gruppe erstellt. Seit November 2006 sind die Informationen unter www.gmo-safety.eu vollständig auch in englischer Sprache verfügbar.

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