11.04.2007 - 09:42 - Politik, Recht & Gesellschaft

Cem Özdemir übernimmt die Schirmherrschaft des Christopher Street Day (CSD) 2007 in Stuttgart

Pressemitteilung von: IG CSD Stuttgart e.V.
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Cem Özdemir ist Schirmherr des CSD Stuttgart 2007
Der Abgeordnete des Europäischen Parlaments für Die Grünen / Freie Europäische Allianz wird „Teil des Ganzen“ und spricht auf der Abschlusskundgebung am 28.07.

Der CSD Stuttgart 2007 findet im „Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle“ statt. Da ist es nur logisch, mit den politischen Forderungen rund um die Belange von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender im Rahmen des CSD auch in europäischen Dimensionen zu denken.

„Teil des Ganzen“, das diesjährige Motto, fügt sich hierbei ebenso ideal an das Thema Chancengleichheit an, wie die Wahl des Schirmherrn für die CSD Saison 2007. Dieses wichtige Amt übernimmt in diesem Jahr Cem Özdemir, der als Mitglied der Grünen / Freie Europäische Allianz im Europäischen Parlament sitzt.

„Lesben und Schwule kämpfen immer noch dafür, als ein natürlicher Teil unserer Gesellschaft anerkannt zu werden, ob es sich nun um Familienpolitik, die umfassende Gleichstellung von Lebenspartnern mit Ehegatten, Diskriminierung im Berufsleben oder im Alltag handelt“, schreibt Cem Özdemir in seinem Grußwort.

Bewusstschein schaffen

Gesetze sind dabei wichtig, aber nicht alles, so der gebürtige Bad Uracher: „Gesetze dürfen jedoch keinesfalls so aufgefasst werden, als sei die Arbeit damit erledigt. Denn damit allein werden wir Diskriminierung und Rassismus nicht aus der Welt schaffen. Gerade deshalb ist der jährliche Christopher Street Day so wichtig. Denn mit der Parade, den vielschichtigen Veranstaltungen und den Partys trägt er dazu bei, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Diskriminierung beziehungsweise Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen zu schaffen.“

„Wir freuen uns über das Engagement unseres diesjährigen Schirmherrn“; so Christoph Michl, Vorstand und Gesamtleiter des CSD Stuttgart. „Er unterstützt mit seiner Arbeit im Europaparlament ideal unsere politischen Forderungen zum CSD.“ „Denn“, so der Vorstand weiter: „als eines der Zugpferde der Europäischen Union sollte Deutschland auch in Sachen Menschenrechte seinen Führungsanspruch deutlich wahrnehmen. Und dafür setzt sich Cem Özdemir seit Jahren ein – in seinem Wahlkreis in Ludwigsburg, in Deutschland insgesamt und in Brüssel.“

Die CSD Organisatoren sind sich sicher, mit dieser Schirmherrschaft weitere, dringend notwendige Aufmerksamkeit für die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen in Deutschland und in Europa zu gewinnen.

Die Schirmherrschaft ist außerdem eine logische Fortsetzung der Amtsinhaber/innen aus den vergangenen Jahren. Nach einem Landesminister im Jahr 2005 (Andreas Renner, CDU) und einer ehemaligen Bundesministerin 2006 (Herta Däubler-Gmelin, SPD) folgt nun ein Europaabgeordneter.

Über den Schirmherrn

Cem Özdemir, geb. 1965 in Bad Urach, verheiratet, eine Tochter, ist seit 2004 Abgeordneter des Europäischen Parlaments (Die Grünen / Freie Europäische Allianz). Er ist Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres. Er war Vize-Präsident des so genannten CIA-Ausschusses des Europäischen Parlaments ('Nichtständiger Ausschuss zur behaupteten Nutzung europäischer Staaten durch die CIA für die Beförderung und das rechtswidrige Festhalten von Gefangenen'). Ferner ist er Mitglied der Hochrangigen Kontaktgruppe Nordzypern, der interparlamentarischen Delegation EU-Türkei sowie der Anti-Racism and Diversity Intergroup. Seine politischen Aufgabengebiete und Interessen umfassen die europäische Außenpolitik, das Verhältnis EU-Türkei, die deutsche und europäische Migrations- und Integrationspolitik sowie Islam in Deutschland und Europa. In Deutschland ist Cem Özdemir im Grünen Kreisverband Ludwigsburg (Baden-Württemberg) beheimatet.

Bisherige Schirmherren und –frauen

In den Vorjahren übernahmen ebenfalls honorige Personen aus der Politik und Wirtschaft die Schirmherrschaft zum CSD Stuttgart: Heiner Geißler (CDU – 2000), Ute Kumpf (SPD – 2001), Rezzo Schlauch (Bündnis90/Die Grünen – 2002), Corinna Werwigk-Hertneck (FDP – 2003), Hans H. Pfeifer (City-Initiative Stuttgart e.V. – 2004), Andreas Renner (CDU – 2005), Herta Däubler-Gmelin (SPD – 2006).

Pressekontakt
Christoph Michl, Vorstand & Gesamtleitung
Telefon: +49 179 7868556
E-Mail:
IG CSD Stuttgart e.V.
Weißenburgstr. 28a
70180 Stuttgart

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Pressematerial
Druckfähiges und freigegebenes Bildmaterial sowie alle bisherigen Presseveröffentlichungen zum CSD Stuttgart stehen online unter www.csd-stuttgart.de/csd2007/html/pressebilder.html oder www.csd-stuttgart.de/csd2007/html/pressemeldungen.html zum Download bereit.

Über die IG CSD Stuttgart e.V.
Die Interessengemeinschaft CSD Stuttgart e.V. ist Veranstalter des jährlichen Christopher Street Day (CSD) in der Landeshauptstadt. Der Vereinszweck (VR 6575) ist es, die Öffentlichkeit über die Lebensbedingungen von gesellschaftlichen Minderheiten insbesondere homo-, bisexueller und transgender Menschen aufzuklären. Der Verein verfolgt dies insbesondere dadurch, dass er öffentliche Veranstaltungen, wie die politische CSD Parade durchführt, bei denen die Vielfalt und die vorhandenen Probleme sichtbar gemacht werden. Durch aktive Presse- und Medienarbeit sowie ein ausgefeiltes Werbekonzept macht der CSD lautstark auf sich und seine Klientel aufmerksam – immer mit dem Ziel, realistisch und hautnah über die Lebensweisen der homosexuellen Bevölkerung zu informieren und Vorurteile abzubauen. Damit wird nicht nur dem Vereinsziel Rechnung getragen, sondern auch die Landeshauptstadt in ein weltoffenes Licht gerückt. Standortwerbung einmal anders. 2006 verfolgten laut Angaben der Stuttgarter Polizei etwa 140.000 bis 150.000 Zuschauer die Polit-Parade des CSD in der Innenstadt. www.csd-stuttgart.de

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