03.04.2007 - 23:37 - Wissenschaft, Forschung, Bildung
Studieren für den Weltfrieden -- Rotary Centers bilden neue Generation von Friedensstiftern aus
Pressemitteilung von: Rotary International
Evanston: 3. April 2007. Angesichts der täglichen Schlagzeilen und Bilderflut aus den unzähligen Kriegs- und Konfliktgebieten dieser Welt sehnen wir uns alle nach ein bißchen Frieden auf Erden – und das nicht nur zur Weihnachtszeit.
Drei junge Frauen aus Deuschland haben diese Sehnsucht zu ihrem Berufziel gemacht und sich erfolgreich um ein Weltfriedensstipendium bei Rotary beworben.
Seit 2002 werden jährlich bis zu 70 Stipendien für ein Aufbaustudium an einem der weltweit sieben Rotary Centers for International Studies vergeben. An diesen Zentren werden künftige Führungskräfte aus verschiedenen Kulturen und Ländern auf eine Laufbahn in der Friedensförderung und nachhaltigen Entwicklungshilfe vorbereitet. Im Rahmen des Programms absolvieren die Studenten ein zweijähriges Masterstudium der Friedens- und Konfliktforschung an renommierten Universitäten in England, Frankreich, Japan, Australien, Argentinien und den USA.
Die Kandidaten werden von lokalen Rotary Clubs vorgeschlagen und müssen sich einer weltweiten Auslese unterziehen. Zu den Auswahlkriterien gehören ein abgeschlossenes Studium, persönliches Engagement für den Weltfrieden und relevante Berufserfahrung, beispielsweise in den Bereichen Entwicklungshilfe, soziale Gerechtigkeit, öffentliche Verwaltung, Journalismus oder internationales Recht. In den ersten Jahrgängen waren 52 Nationen vertreten, darunter drei Deutsche:
• Corinna Heyder (2005-07):
Nicht zuletzt wegen ihres langjährigen Engagements bei Amnesty International interessiert sich die Hamburger Rechtsanwältin für Menschenrechts- und Flüchtlingsfragen. Nach Abschluss ihres Referendariats hat sie ihr Studium an der University of California Berkeley (USA) mit Schwerpunkt Internationales Recht aufgenommen, mit dem Ziel später beim Versöhnungs- und Wiederaufbauprozess in Post-Konfliktgesellschaften zu helfen.
• Brigitta von Messling (2004-06):
Die gebürtige Deutsche lebt seit ihrem 12. Lebensjahr in den USA, wo sie als Journalistin und Lehrerin tätig war, bevor sie ihr Friedensstudium an der University of Bradford (England) aufgenommen hat. Aufgrund ihrer langjährigen Auslandserfahrung in Mexiko und Kolumbien möchte sie sich nach dem Studienabschluss mit Konfliktlösungs- und Menschenrechtsfragen in Lateinamerika beschäftigen.
• Carmen Strigel (2002-04):
Die 29jährige Ravensburgerin hat im Gründungsjahrgang am Rotary Friedenzentrum an der University of North Carolina und Duke University (USA) studiert und arbeitet nun beim Research Triangle Institute (www.rti.org/idg) als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin für Entwicklungshilfeprojekte in Pakistan, Indonesien, Samoa und der Mongolei. Während ihres Lehramtsstudiums in Weingarten und Schweden war sie aktives Mitglied bei Rotaract (der Jugendorganisation von Rotary), wo sie ihr Interesse an internationalen Beziehungen weiter entwickelte.
Strigel sagt, in ihrem Studium habe sie gelernt, politische Lösungsmodelle zu komplexen Konfliktsituationen zu entwickeln, was sie nun in ihrer praktischen Tätigkeit auch umsetze: "Doch der Schwerpunkt meines Studiums und meiner Arbeit bei RTI ist die Rolle von Bildung und Erziehung als Schlüssel zur Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, nachhaltigen Friedenssicherung und Konfliktprävention."
Zur Vorbereitung auf ihre künftigen Betätigungsfelder müssen alle Friedensstipendiaten ein Praktikum in Konfliktregionen oder bei relevanten Hilfsprojekten leisten. Strigel hat zum Beispiel ein Praktikum bei einem U.N. Entwicklungshilfeprojekt in Aserbaidschan absolviert, wo sie U.N. Mitarbeiter in Verhandungs- und Meditationstechniken schulte. Brigitta von Messing volontiert derzeit in Berlin bei CSSProject (www.cssproject.org), eine Nicht-Regierungsorganisation (NGO), die Mediations- und Konfliktlösungstraining im Balkan organisiert.
„Internationale Krisen und Kriege sind letztlich nur einzudämmen, wenn immer mehr Menschen die Mechanismen der Friedensförderung beherrschen und diese aktiv vor Ort einsetzen“, sagt Paul-Josef Zeisler, Rotarier aus Tübingen und Regional Rotary Foundation Coordinator. Für die künftigen Friedensstifter stehen, so Zeisler, zahlreiche Tätigkeitsfelder zur Verfügung, sowohl in staatlichen Einrichtungen und internationalen Organisationen als auch in Verbänden und privaten Initiativen.
Das Rotary-Weltfriedensstipendium dient zur Deckung der Studiengebühren und Lebenshaltungskosten. Voraussetzung ist ein erster Studiumsabschluss und mindestens drei Jahre Berufserfahrung. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2007 für den Studienbeginn 2008. Die Bewerbung erfolgt über einen Rotary Club.
Weitere Informationen zu den weltweiten Rotary Centers und dem Bewerbungsverfahren finden Sie unter:
www.rotary.org/foundation/educational/amb_scho/centers/in...
Rotary International
1560 Sherman Ave., Evanston, IL 60201, USA
Sandra Prufer, Senior Media Relations Specialist - Europe/Africa
+ 1 847-866-3208,
Paul-Josef Zeisler, Regional Rotary Foundation Coordinator
07032 / 222-38,
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Rotary ist eine Organisation von Angehörigen aller Berufe, die sich weltweit vereinigt haben, um humanitäre Dienste zu leisten und sich für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen. Paul P. Harris gründete den ersten Dienstclub der Welt 1905 in Chicago. Heute gibt es weltweit mehr als 1,2 Millionen Rotarier in 162 Ländern der Erde.
Die internationalen Friedensanstrengungen der Rotarier entsprechen nicht nur ihrer innersten Überzeugung, sondern sind auch Teil ihres Vermächtnises. Die Gründung der Vereinten Nationen zum Beispiel geschah unter maßgeblichem Einfluss von Rotariern und noch heute genießt Rotary International bei der UNO einen Sonderstatus als Beobachter. Auch die Gründung von UNICEF sowie einer Reihe anderer internationaler Organisationen gehen auf Initiative von Rotary zurück. Die Rotary Centers for International Studies stellen ebenso eine Investition in eine friedliche Zukunft dar.
Drei junge Frauen aus Deuschland haben diese Sehnsucht zu ihrem Berufziel gemacht und sich erfolgreich um ein Weltfriedensstipendium bei Rotary beworben.
Seit 2002 werden jährlich bis zu 70 Stipendien für ein Aufbaustudium an einem der weltweit sieben Rotary Centers for International Studies vergeben. An diesen Zentren werden künftige Führungskräfte aus verschiedenen Kulturen und Ländern auf eine Laufbahn in der Friedensförderung und nachhaltigen Entwicklungshilfe vorbereitet. Im Rahmen des Programms absolvieren die Studenten ein zweijähriges Masterstudium der Friedens- und Konfliktforschung an renommierten Universitäten in England, Frankreich, Japan, Australien, Argentinien und den USA.
Die Kandidaten werden von lokalen Rotary Clubs vorgeschlagen und müssen sich einer weltweiten Auslese unterziehen. Zu den Auswahlkriterien gehören ein abgeschlossenes Studium, persönliches Engagement für den Weltfrieden und relevante Berufserfahrung, beispielsweise in den Bereichen Entwicklungshilfe, soziale Gerechtigkeit, öffentliche Verwaltung, Journalismus oder internationales Recht. In den ersten Jahrgängen waren 52 Nationen vertreten, darunter drei Deutsche:
• Corinna Heyder (2005-07):
Nicht zuletzt wegen ihres langjährigen Engagements bei Amnesty International interessiert sich die Hamburger Rechtsanwältin für Menschenrechts- und Flüchtlingsfragen. Nach Abschluss ihres Referendariats hat sie ihr Studium an der University of California Berkeley (USA) mit Schwerpunkt Internationales Recht aufgenommen, mit dem Ziel später beim Versöhnungs- und Wiederaufbauprozess in Post-Konfliktgesellschaften zu helfen.
• Brigitta von Messling (2004-06):
Die gebürtige Deutsche lebt seit ihrem 12. Lebensjahr in den USA, wo sie als Journalistin und Lehrerin tätig war, bevor sie ihr Friedensstudium an der University of Bradford (England) aufgenommen hat. Aufgrund ihrer langjährigen Auslandserfahrung in Mexiko und Kolumbien möchte sie sich nach dem Studienabschluss mit Konfliktlösungs- und Menschenrechtsfragen in Lateinamerika beschäftigen.
• Carmen Strigel (2002-04):
Die 29jährige Ravensburgerin hat im Gründungsjahrgang am Rotary Friedenzentrum an der University of North Carolina und Duke University (USA) studiert und arbeitet nun beim Research Triangle Institute (www.rti.org/idg) als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin für Entwicklungshilfeprojekte in Pakistan, Indonesien, Samoa und der Mongolei. Während ihres Lehramtsstudiums in Weingarten und Schweden war sie aktives Mitglied bei Rotaract (der Jugendorganisation von Rotary), wo sie ihr Interesse an internationalen Beziehungen weiter entwickelte.
Strigel sagt, in ihrem Studium habe sie gelernt, politische Lösungsmodelle zu komplexen Konfliktsituationen zu entwickeln, was sie nun in ihrer praktischen Tätigkeit auch umsetze: "Doch der Schwerpunkt meines Studiums und meiner Arbeit bei RTI ist die Rolle von Bildung und Erziehung als Schlüssel zur Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, nachhaltigen Friedenssicherung und Konfliktprävention."
Zur Vorbereitung auf ihre künftigen Betätigungsfelder müssen alle Friedensstipendiaten ein Praktikum in Konfliktregionen oder bei relevanten Hilfsprojekten leisten. Strigel hat zum Beispiel ein Praktikum bei einem U.N. Entwicklungshilfeprojekt in Aserbaidschan absolviert, wo sie U.N. Mitarbeiter in Verhandungs- und Meditationstechniken schulte. Brigitta von Messing volontiert derzeit in Berlin bei CSSProject (www.cssproject.org), eine Nicht-Regierungsorganisation (NGO), die Mediations- und Konfliktlösungstraining im Balkan organisiert.
„Internationale Krisen und Kriege sind letztlich nur einzudämmen, wenn immer mehr Menschen die Mechanismen der Friedensförderung beherrschen und diese aktiv vor Ort einsetzen“, sagt Paul-Josef Zeisler, Rotarier aus Tübingen und Regional Rotary Foundation Coordinator. Für die künftigen Friedensstifter stehen, so Zeisler, zahlreiche Tätigkeitsfelder zur Verfügung, sowohl in staatlichen Einrichtungen und internationalen Organisationen als auch in Verbänden und privaten Initiativen.
Das Rotary-Weltfriedensstipendium dient zur Deckung der Studiengebühren und Lebenshaltungskosten. Voraussetzung ist ein erster Studiumsabschluss und mindestens drei Jahre Berufserfahrung. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2007 für den Studienbeginn 2008. Die Bewerbung erfolgt über einen Rotary Club.
Weitere Informationen zu den weltweiten Rotary Centers und dem Bewerbungsverfahren finden Sie unter:
www.rotary.org/foundation/educational/amb_scho/centers/in...
Rotary International
1560 Sherman Ave., Evanston, IL 60201, USA
Sandra Prufer, Senior Media Relations Specialist - Europe/Africa
+ 1 847-866-3208,
Paul-Josef Zeisler, Regional Rotary Foundation Coordinator
07032 / 222-38,
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Rotary ist eine Organisation von Angehörigen aller Berufe, die sich weltweit vereinigt haben, um humanitäre Dienste zu leisten und sich für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen. Paul P. Harris gründete den ersten Dienstclub der Welt 1905 in Chicago. Heute gibt es weltweit mehr als 1,2 Millionen Rotarier in 162 Ländern der Erde.
Die internationalen Friedensanstrengungen der Rotarier entsprechen nicht nur ihrer innersten Überzeugung, sondern sind auch Teil ihres Vermächtnises. Die Gründung der Vereinten Nationen zum Beispiel geschah unter maßgeblichem Einfluss von Rotariern und noch heute genießt Rotary International bei der UNO einen Sonderstatus als Beobachter. Auch die Gründung von UNICEF sowie einer Reihe anderer internationaler Organisationen gehen auf Initiative von Rotary zurück. Die Rotary Centers for International Studies stellen ebenso eine Investition in eine friedliche Zukunft dar.
News-ID: 128776 • Views: 2792
Schlagwörter
Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:
Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.
Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr
© openPR 2011 | Impressum

