03.04.2007 - 18:04 - Sport

Eishalle Ilmenau: Drachen im Umbruch

Pressemitteilung von: EHC Erfurt Black Dragons / PR Agentur: Sport- und Eventmanagement Thüringen GmbH
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Die Halle wird auf einem zentralen und bisher brachliegendem Standort an der Ecke Karl-Liebknecht-Straße / Langewiesener Straße / Talstraße errichtet.
Die Eishockeysaison in der Regionalliga Nord/Ost ist abgelaufen. In der Führungsetage des EHC wird derweil schon vorausgedacht - auch in Richtung Ilmenau. Da die Saison am 1. April nun Geschichte ist, wird bei den Black Dragons kaum etwas bleiben, wie es war. Und das in mehrfacher Hinsicht. Die wichtigste Veränderung aus hiesiger Sicht - aus den Erfurter Eishockey-Spielern könnten ein wenig auch Ilmenauer werden. In erster Linie geht es darum, die im Falle eines finanziellen Oberliga-Aufstiegs geforderten Auflagen zu erfüllen. Die Erhöhung der Plexiglasscheiben an den Seitenbanden, Netze darüber, deutlich getrennte Spielerbänke, ein veränderter, mit mehr Sicherheitsvorkehrungen versehener Weg zu den Gastkabinen, die Vergrößerung der Kabinen für die Gastmannschaften - alles in allem auf 60 000 Euro geschätzt - sind nur die eine Seite. Vorher aber wird er noch das Gespräch mit Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (CDU) suchen. Denn das Bekenntnis zu Erfurt ist zugleich auch ein klares Bekenntnis zu Ilmenau.

Die Black Dragons werden im Aufstiegsfall ein Drittel bis maximal die Hälfte der geschätzten 30 bis 35 Heimspiele im Thüringer Wald austragen. "Um den Eishockeysport in Thüringen zu stärken", begründet EHC-Präsident Holger Eden den Plan, der bei den Fans aus Erfurt auf massiven Widerspruch stoßen wird. Aber daran führe kein Weg vorbei, argumentiert der EHC-Chef vorbeugend. "Ohne die Kombination Erfurt-Ilmenau keine DEB-Lizenz, so einfach stehen die Dinge", sagt er. Aber bei Ilmenau als zweitem Spielort beiße die Maus keinen Faden ab, lässt er Entschlossenheit durchblicken.

Damit wird die sportliche Zukunft des Clubs auch für hiesige Eishockey-Fans immer interessanter. Vieles davon steht noch in den Sternen. Das beginnt bei der Neubesetzung der Trainerstelle. Denn Thomas Belitz´ Entscheidung, als Chef an der Bande aufzuhören, steht unumstößlich fest.

Derste Personalentscheidung ist bei den drachen bereits gefallen. Als Nachfolger für den scheidenden Thomas Belitz wird ab der neuen Saison Stefan Kargerer das Sagen an der Bande haben. Der 43-Jährige Trainer verfügt über reichliche Erfahrung in der Oberliga, so trainierte er bisher die Haßfurt Sharks, Rayreuth Tigers (hier unter anderem die Drachenspieler Florian Müller und Tim Donelly) sowie zuletzt die Ratinger Ice Aliens.

Da man beim EHC davon ausgeht, dass die Oberliga kein Hirngespinst ist, wird auch mit der Mannschaft verhandelt, um sich der Mitwirkung gestandener Aktiver zu versichern. Gesetzt ist für den Präsidenten als Ausländer definitiv Zbynek Marak. Die durchgängig starken Leistungen des Tschechen haben ihn überzeugt. Auch Tim Donnelly würde man nach derzeitigem Stand gern halten. Eden: "Er hat gute Karten." Chance in der ersten Mannschaft zu spielen, bekommen Youngster Axthelm, Kämmerer, Manske und der bereits jetzt überzeugende Brink. Ganz klar gesetzt ist die Glanzfigur im Tor der Drachen, Kai Fischer. Um die voraussichtlich fünf vakanten Stellen neu zu besetzen, laufe, so Eden, seit geraumer Zeit die Sondierung.

Sport- und Eventmanagement Thüringen GmbH
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99096 Erfurt

Ekkehard Deutschmann
Geschäftsführer

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1990 wurde der Eishockey in Erfurt mit der Neugründung der Sektion Eishockey beim ESC Erfurt wiederbelebt. Seit der Saison 91/92 nahm die erste Männermannschaft erfolgreich am Spielbetrieb teil und erreichte in der ersten Saison sogar Platz 1 der Hessenliga. Den wohl größten Erfolg feierten die Erfurter Männer mit der Hessenmeisterschaft und dem 1. Platz in der Relegation der Regionalliga Nordrhein-Westfalen und dem damit verbundenen Aufstieg in die 1. Liga Nord (ab 99/00 Oberliga). Auch dort konnte man gut mithalten, verpasste man doch nur knapp die Teilnahme an den PlayOffs zur 2. Bundesliga, welche aber im darauffolgenden Jahr erreicht werden konnte.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Ein Jahr später begannen die Probleme. Auf Grund finanzieller Misswirtschaft meldete der ESC nach der Saison 2000/2001 Insolvenz an und die Black Dragons zogen sich aus dem Spielbetrieb der Oberliga zurück. Es begannen Jahre des Neuaufbaus. Sachsenliga hieß die erste Station, welcher die neugegründete Regionalliga Ost folgte. Seit der Saison 2005/2006 gehen die Black Dragons in der 2005 zusammengelegten Regionalliga Nord/Ost auf Puckjagd.

Neben den Black Dragons, die seit 2006 ein eigenständiger Verein sind, gibt es beim ESC Erfurt eine Vielzahl von Eishockeymannschaften in allen Alterklassen.

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