26.03.2007 - 09:17 - Logistik & Transport

TOSHIBA betreibt in Regensburg die größte RFID-basierte Supply Chain-Lösung in Europa

Pressemitteilung von: TOSHIBA TEC Europe
Effizientes Lagermanagement und Kundenaufträge sind Motor für RFID-Technologie

In der nördlichsten Biegung der Donau in Bayern, nur eine Stunde Fahrt in nördlicher Richtung von München entfernt und direkt im Zentrum einer der drei wichtigsten High-Tech-Regionen in Deutschland liegt Regensburg.* Weltweit operierende Firmen wie Siemens, BMW, Toshiba und Infineon – um nur einige zu nennen – haben hier riesige Produktionsstätten aufgebaut, so dass Regensburg heute ein wichtiger Technologiestandort ist. Vom Erfolg dieser Firmen angezogen entscheiden sich immer mehr kleinere und mittlere Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Energietechnik und Biotechnologie sowie Unternehmen der Automobilindustrie für eine Ansiedelung in dieser Region.

Der Geschäftsbereich Computersysteme der Toshiba Europe GmbH gehört mit seiner Fertigungsanlage zu den größten Arbeitgebern in der Region um Regensburg. Die Anlage ist seit 1990 in Betrieb. Hier wird jeder für Europa, den Nahen Osten oder Afrika bestimmte Toshiba-Laptop kundenspezifisch konfiguriert.

Im neuesten Bericht von IDC heißt es: „Notebooks bleiben weiterhin ein Motor für das allgemeine Wachstum des Marktes in EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika). Die Auslieferung stieg hier um solide 19,7 % und blieb damit nur leicht hinter den Erwartungen zurück. In Mittel- und Osteuropa, dem Nahen Osten und in Afrika setzte sich das Wachstum unverändert fort, auch in Westeuropa war – ungeachtet der dortigen Bestandslage – eine positive Entwicklung zu verzeichnen.”

Elsa Opitz, Analystin bei IDC für die Entwicklung des PC-Bereichs in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, sagte dazu: „Der Rückgang bei der Nachfrage und beim Bestand hat einige europäische Länder hart getroffen. Die kontinuierliche Nachfrage nach Notebooks durch Verbraucher und kleine und mittlere Unternehmen konnte jedoch in vielen Ländern Westeuropas diese Entwicklung abfedern. Generiert wurde die Nachfrage durch zunehmend attraktive Preisangebote, immer höherwertige Produkte und die Vorbereitung auf das kommende Schuljahr und das neue Semester an den Universitäten. Der Markt für tragbare Computer ist nach wie vor sehr umkämpft, doch viele Anbieter melden auch weiterhin deutliche Zuwächse.“

Dank eines weiteren Quartals mit ausgezeichneten Ergebnissen – Toshiba verzeichnete mit 36,5 % die höchste Wachstumsrate unter den fünf Top-Anbietern – behielt das Unternehmen seinen fünften Platz im Gesamt-Ranking der PC-Anbieter in EMEA. Seinen anhaltenden Erfolg auf dem Markt für Notebooks hat Toshiba nicht zuletzt seinem starken Produktportfolio und seinen verbesserten Strategien im Bereich der Vertriebswege und bei der Erschließung neuer Märkte zu verdanken.

Jessica Goepfert, Program Manager des IDC-Programms U.S. IT Opportunity: Manufacturing, sagte in diesem Zusammenhang: „Um sich nicht nur gegenwärtig, sondern auch künftig auf dem Markt zu positionieren, ist es heute für IT-Anbieter wichtiger denn je, speziell auf die Bedürfnisse der Fertigungsindustrie zugeschnittene Lösungen anzubieten.“

„Für die Anbieter bedeutet das, dass sie ihr Fachwissen über den reinen IT-Bereich hinaus erweitern und sich mit den Funktionen, Abläufen und besonderen Herausforderungen in der Produktion im Detail vertraut machen müssen. Nur so können sie die konkreten Probleme verstehen und einzuschätzen, wo der Bedarf für eine technologische Lösung am größten ist.“

Die Herausforderung

Unabhängig von ihrer Größe stehen Produktionsbetriebe mit geringem Produktionsumfang und solche mit Lagerfertigung oft vor den gleichen Herausforderungen. Dazu gehören die effiziente Verwaltung des Montageverfahrens, die ständige Optimierung der Bestände und die Ausführung der Kundenbestellungen bei gleichzeitiger Erhaltung der Budgetkontrolle.

Gerd Holzhauser, Manager EMEA ENG bei Toshiba in Regensburg, rät: „Am besten beginnt man am Ende, denn die klare Definition des angestrebten Ziels ist der Ausgangspunkt für jede gute Strategie hin zu einer schlanken Produktion.“

Weiter erklärt er: „Im Falle unserer Supply Chain-Lösung bestehen die wichtigsten Ziele in der Sicherung von Qualität und Effizienz sowie optimaler Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit. So sorgen wir dafür, dass die Strukturen zum Einsatz und zur Ausgabe jedes einzelnen Artikels tadellos funktionieren. „Für unsere Kunden bedeutet das: Toshiba garantiert durch maximale Kompetenz und Ansprechbarkeit für die Zuverlässigkeit und die Qualität des Produktes. Wir legen größten Wert darauf, kundenspezifisch angepasste Produkte zu liefern, den Bestellvorgang einfach zu gestalten und die Lieferkapazitäten zur Ausführung jeder Bestellung bereitzustellen – ob für Großkunden, Einzelhändler oder andere Kunden.“

„Aus diesem Grund besteht unser wichtigstes Ziel in einer stetigen Zunahme des Ertragsflusses mit akzeptabler Gewinnspanne bei kostengünstigem Betrieb. All das mag etwas theoretisch klingen, doch nur so wird verständlich, was wir hier zu erreichen versuchen.“

Die Aussichten von Toshiba auf dem europäischen Markt für Laptops haben den Anstoß für ein Engineering-Projekt gegeben, das als eine der derzeit größten RFID-basierten Supply Chain-Lösungen in Europa bezeichnet werden kann.

RFID-Partnerschaft schafft Engpässe in der Lagerhaltung ab
Im Bereich der Lagerhaltung gab es immer wieder Probleme bei den Lagerbewegungen, die typischerweise bei diesem Supply Chain-Modell auftreten. In den letzten fünf Tagen eines Monats mussten in der Anlage in Regensburg 40 Prozent aller Verkäufe des Monats abgewickelt und ausgeliefert werden, wobei ein großer Teil sich auf den letzten Tag konzentrierte.

Die Erfüllung der Anforderungen jedes einzelnen Kunden ist an sich schon eine enorme Aufgabe, doch durch den Zeitdruck erhöhte sich das Risiko von Fehlern durch Mehrfachbuchungen, räumliche Engpässe und Verzögerungen bei der Produktverfügbarkeit noch zusätzlich.

Nach gründlicher Prüfung zog das RFID Project-Team in Regensburg drei RFID-Technologieanbieter in die engere Wahl. Diese erhielten den Auftrag, eine kostengünstige und gleichzeitig zukunftssichere Lösung für die expandierende Anlage zur Konfiguration von Laptops zu entwickeln.

Es wurde ein Team aus Vertretern der drei Anbieter UPM Raflatac (Hersteller von RFID-Etiketten), Tyco/ADT (Anbieter von RFID-Hardware und Service wie RFID Performance Test, Standortanalysen des physikalischen Umfelds und Installation des Equipments) und TOSHIBA TEC (Hersteller von RFID-fähigen Etikettendruckern) gebildet. Gemeinsam entwickelte das Team eine integrierte RFID-Lösung zur Verbesserung des Worksflows, mit der nicht nur das ursprüngliche Problem der Engpässe gelöst werden konnte, sondern auch das Supply Chain-System eine neue Qualität erreichte und damit die Zukunft der Anlage in Regensburg gesichert werden konnte.

Hans-Peter Scheidt, Business Development Manager, RFID bei Tyco / ADT, sagt: „Durch die hervorragende Zusammenarbeit des Teams gelang der Erfolg in diesem Projekt. Schon zu Beginn war klar, dass die optimale Positionierung der RFID Etiketten der Schlüsselfaktor für ein erfolgreiches Projekt sein würde. Mit der Durchführung eines Label Placement Tests in unserem EPCglobal zertifizierten RFID Performance Test Center waren wir in der Lage die optimale Etikettenpositionierung festzulegen. Das Zusammenspiel zwischen dem UPM Raflatac RFID Label und dem Tyco Agile II Lesegerät garantiert eine gute System Performance. Die EOS Software, die auf dem Lesegerät Agile II läuft, bietet eine stabile und zuverlässige Schnittstelle zur TOSHIBA Software.“

Norbert Jungbauer, Senior Specialist, CIM Engineer bei Toshiba in Regensburg, und sein Team haben die Schnittstelle zwischen dem Linux-Betriebssystem der Anlage und dem RFID-Lesegerät entwickelt und so das System optimiert.
Thomas Wythe von UPM Raflatac dazu: „UPM Raflatac produziert Tags und Inlays, die auf der passiven RFID-Technologie basieren. Das bedeutet, dass sie keine Batterien oder interne Stromversorgung benötigen. Die zur Steuerung des Tags benötigte Energie wird durch das Magnetfeld geliefert, das um die Antenne der Leseeinheit entsteht. Die Fähigkeit des Tags, die Energie des RF-Feldes des Lesegeräts zu nutzen, basiert auf dem allgemein bekannten Resonanzeffekt.“

Mit der RFID-Breitbandantenne von UPM Raflatac können Benutzer unabhängig von den lokalen Frequenzregelungen mit demselben Tag in allen UHF-Frequenzbereichen weltweit eine kontinuierlich hohe Leistung erzielen. Für Firmen mit Kundenstandorten, Fertigungsanlagen und Vertriebsstandorten in unterschiedlichen Teilen der Welt stellt dies einen wichtigen Wettbewerbs- und Logistikvorteil dar. Hier kann nun derselbe RFID-Tag verwendet werden, um den Weg jedes einzelnen Produkts über alle Teile der Logistikkette – vom Hersteller über den Logistikanbieter bis hin zum Einzelhändler – genau und kostengünstig zu verfolgen und einwandfrei zu identifizieren.

Samuli Strömberg, VP Marketing, RFID bei UPM Raflatac, sagte dazu: „In der Lösung von Toshiba sind die Vorteile von RFID auf Artikel-Ebene in den Logistikketten hochwertiger Produkte mit hoher Umschlaggeschwindigkeit klar erkennbar. Im Falle gut organisierter, hochmoderner Geschäftsabläufe wird das Supply Chain-Management durch die RFID-Technologie wesentlich vereinfacht. In diesem konkreten Fall hat die professionelle und begeisterte Zusammenarbeit zwischen verschiedenen RFID-Anbietern stark dazu beigetragen, dass die Technologie so schnell und erfolgreich umgesetzt werden konnte. Wir bei UPM Raflatac sind stolz darauf, Toshiba die Kurzdipol-Tags Rafsec G2 liefern zu können.“

Der dritte Partner in diesem Projekt ist TOSHIBA TEC. Bereits 40 TOSHIBA TEC Drucker waren im Einsatz bei TOSHIBA Regensburg. Die lange Lebensdauer und Beständigkeit dieser Drucker war letztlich ausschlaggebend dafür, dass man sich im Rahmen des RFID-Projekts in Regensburg für den Einsatz der neuen B-SX4 Etikettendrucker entschieden hat.

„Der B-SX4 Desktopdrucker bietet solide und zuverlässige Leistung, er ist RFID-fähig und wird bereits von einigen Referenzkunden, die mit Produkten von ADT und UPM Raflatac arbeiten, erfolgreich eingesetzt“, so Andreas Unterbusch von TOSHIBA TEC Deutschland.

„Doch das wirklich Besondere am B-SX4 ist die einzigartige „Head-up“-Funktion, bei der der Druckkopf über den Chip gehoben wird, um so gleichzeitig die empfindlichen Smart-Etiketten und den Druckkopf zu schützen. Diese innovative Funktion optimiert die Zeitspanne zwischen zwei Ausfällen (Mean Time Between Failure) und reduziert das Risiko von Beschädigungen des Mikrochips auf dem Etikett“, so Andreas Unterbusch weiter.

SPRINT™ (Short Pitch RFID Encoding Technology) ist eine von TOSHIBA TEC entwickelte kundengesteuerte Lösung für Lieferanten mit RFID-Aufträgen.

Unternehmen, die mit SPRINT™ arbeiten, erhalten eine Geräteinfrastruktur der neuesten Generation, in der die B-SX Strichcodedrucker von Toshiba mit preisgünstigen RFID-Tags kombiniert werden. Die Strichcode-Etikettendrucker der SX-Serie von TOSHIBA TEC sind weltweit die einzigen, mit denen die Etiketteninformationen direkt auf die RFID-Tags gedruckt werden können.

Eine ganz neue Ebene

Nachdem das RFID-Team komplett war und alle Komponenten dieses groß angelegten RFID-Projekts optimal aufeinander abgestimmt waren, stand der Konfiguration von Laptops in der Regensburger Anlage nichts mehr im Wege.

Als nächstes, so Gerd Holzhauser, Manager EMEA bei Toshiba in Regensburg, erwarte man, dass sich der Pro-Kopf-Durchsatz an Lagerbuchungen in der Regensburger Anlage dank des Einsatzes der RFID-Technologie um erstaunliche 57 Prozent erhöhen wird.

Derzeit liegt der durchschnittliche Pro-Kopf-Durchsatz bei etwa 9.500 ordnungsgemäß konfigurierten Laptops pro Tag, die zur Auslieferung an Hunderte von Distributoren in Europa, dem Nahen Osten und Afrika bereitgestellt werden. Für die zweite Hälfte des Jahres 2006 wird erwartet, dass sich der durchschnittliche Durchsatz der Anlage in Regensburg auf 15.000 Einheiten pro Tag erhöht und Spitzenkapazitäten von bis zu 30.000 Einheiten pro Tag erreicht werden. Da jeder einzelne Toshiba-Laptop mit einem RFID-Tag versehen wird, entspricht dies fast 4 Millionen RFID-Tags jährlich!

Früher wurden Paletten mit 36 Laptops angeliefert und ins Lager gebracht. Dort lagen sie dann so lange, bis das entsprechende Personal kam, um jeden Laptop der Palette einzeln einzuscannen und die Palette auf diese Weise einzubuchen. Erst nachdem diese 36 einzelnen Scanvorgänge abgeschlossen waren, konnte die Palette weitergereicht werden.

All das änderte sich mit der Einführung der RFID-Technologie im Lagerbereich. Die von Tyco/ADT, UPM Raflatac und ToshibaTEC gemeinsam entwickelte integrierte Lösung unterstützt einen reibungslosen Durchlauf der Paletten durch ein einziges, mit RFID-Technologie ausgestattetes Gate, an dem der gesamte Inhalt der Paletten in nur einem Arbeitsgang gescannt und eingebucht wird. Nachdem die Paletten das Gate passiert haben, können sie bis zur weiteren Verwendung eingelagert werden.

Vorteile einer RFID-basierten Lagerhaltung

Für die Fertigungsanlage von Toshiba in Regensburg brachte diese Umstellung mehrere Vorteile mit sich: „Im Vergleich zu vorher sparen wir jetzt bis zu 90 Prozent der Zeit ein und können außerdem die Lagerkapazitäten viel effizienter nutzen“, so Holzhauser. „Doch der größte Vorteil besteht darin, dass Produkte nicht länger mehrfach abgefertigt werden müssen und es zu keinen Verzögerungen bei der Verfügbarkeit kommt.“

Das Projekt, das derzeit in der Anlage von Toshiba in Regensburg umgesetzt wird, gilt mit seinen derzeit 2 Millionen RFID-Tags pro Jahr schon jetzt als eines der umfangreichsten in Europa.

Als äußerst erfolgreicher Ingenieurs- und Technologiestandort ist Regensburg ganz sicher erfreut darüber, dass die Zukunft einer der größten Fertigungsanlagen der Stadt durch den Einsatz der RFID-Technologie noch weiter abgesichert werden konnte.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

TOSHIBA TEC Europe Retail Information Systems S.A.
Niederlassung Deutschland
Susanne Hamke
Europark Fichtenhain B 15
47807 Krefeld
++49 (0) 2151 / 838-189
++49 (0) 2151 / 838-109


Über TOSHIBA TEC
TOSHIBA TEC Europe ist einer der führenden Hersteller von Informationssystemen für Einzelhandel und Industrie. Ziel unserer Produktentwicklung ist es, potentielle Kundenbedürfnisse proaktiv zu erfüllen. Dadurch erhalten Kunden leistungsstarke, rentable Produkte. Als Provider von Komplettlösungen bietet TOSHIBA TEC Europe umfangreiche Leistungen: von Kundenberatung über Systemdesign und Systeminstallation bis hin zu Betrieb und Instandhaltung von Kassensystemen, Registrierkassen, Waagen, Barcodedruckern, Peripheriegeräten und Software-Informationssystemen. TOSHIBA Corporation ist Hauptaktionär von TOSHIBA TEC und bietet TOSHIBA TEC die Unterstützung eines erstklassigen globalen Unternehmens mit starker Präsenz auf vier Kontinenten.

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