Heftige Kontroverse um VGF-Ehrenkodex zum Fondsrating

Pressemitteilung von: Ratingwissen
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4. Deutscher Fondsrating-Tag
Offenen Widerspruch erfährt der Plan des Branchenverbandes VGF, die Analysten von Geschlossenen Fonds bis Ende des Jahres zum Unterzeichnen einer Art Ehrenkodex zu verpflichten. Dieses Vorhaben wurde am vergangenen Mittwoch in Hamburg erstmalig einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Wie sich in einer Diskussion von Analysten mit VGF-Geschäftsführer Eric Romba zeigte, hatte dieser mit keiner der auf dem Kongress vertretenen Ratingagenturen zuvor gesprochen. Auch Verbandsmitglieder zeigten sich von der Ankündigung überrascht.

Auf dem 4. Deutschen Fondsrating-Tag von Ratingwissen prallten die Meinungen in einer Podiumsdiskussion heftig aufeinander. Strikt abgelehnt wurde die Unterzeichnung irgendeiner Regulierungsvorschrift von Lars Tegtmeier von TKL. Er habe nur sehr wenige Vertragsverhältnisse mit Initiatoren, sondern werde von Abonnenten für die Qualität und Unabhängigkeit seiner Analysen bezahlt. Enttäuscht zeigte er sich zudem über die mangelnden Kenntnisse Rombas über die Arbeit seines Hauses. Im Internet könne jedermann sich über die Selbstverpflichtungen von TKL informieren. Das habe Romba offensichtlich bisher versäumt.

Löwer: VGF-Position von Feri dominiert

Scharf angegriffen wurden Romba und der Verband auch von Stefan Löwer, heute Handlungsbevollmächtigter von Cash, früher langjähriger Frontmann der G.U.B. Er habe den Eindruck, dass Feri Rating mittlerweile den Verband übernommen habe. Auch mit der G.U.B. habe man bisher nicht gesprochen. Es bleibe die Frage, mit wem Romba überhaupt schon gesprochen habe. Dieser reagierte ausweichend und beschwichtigend. Es sei noch nichts entschieden, man werde noch mit allen reden.
Entlarvend war einer der wenigen konkreten Punkte, der Romba in einem Nebensatz entfuhr: Zu einem ordentlichen Immobilienrating gehöre eine Objektbegehung. Diesen Aufwand kann sich allerdings nur Feri leisten, deren Ratings von den Initiatoren fürstlich honoriert werden. Auf Nachfrage des Moderators Jürgen Braatz, Ratingwissen, relativierte Romba seine Aussage dann aber sofort.

Auf dem 4. Fondsrating-Tag am 21. März in Hamburg informierten sich rund 150 Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen im Markt der Geschlossenen Fonds. Der Fachkongress des Veranstalters Ratingwissen gehört damit zu den größten Veranstaltungen der Branche. Geschäftsführer Jürgen Braatz zeigte sich äußerst zufrieden: „Wir haben in diesem Jahr nicht nur zahlenmäßig deutlich zugelegt, sondern uns auch endgültig die Anerkennung der etablierten Initiatoren erarbeitet. Der Fondsrating-Tag zum Frühlingsanfang wird in Zukunft zu den Pflichtterminen gehören.“

Der Kongress wurde maßgeblich unterstützt von den Firmen Fondsbörse Deutschland, Lloyd Fonds und Nätscher Capital.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Kontakt:
Jürgen Braatz
Ratingwissen GbR
Fon 040 31 99 278 10

www.ratingwissen.de

Für den Veranstalter Ratingwissen ist dies bereits der fünfte Fachkongress über Geschlossene Fonds. Unter dem Namen Fondswissen-Seminare bietet Ratingwissen auch Fachveranstaltungen für kleinere Gruppen an. Seit dem vergangenen Jahr gemeinsam mit Deloitte über Fondskonzeption und Rechtsfragen und erstmals in diesem Jahr auch Praxisworkshops über den Umgang mit Medien und Journalisten für Initiatoren. Ratingwissen-Geschäftsführer Jürgen Braatz ist Herausgeber des exklusiven Branchendienstes Fondswissen-Newsletter, der Ratings und Analysen von Geschlossenen Fonds vorstellt und kommentiert.

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