21.03.2007 - 08:24 - Medien & Telekommunikation

smokersnews.de - Umfrage zum 22. März: Tabakwaren-Branche erwartet das Schlimmste

Pressemitteilung von: smokersnews.de
Gesetzesvorlage „Nichtraucherschutz“: Fast die Hälfte der Befragten erwartet totales Rauchverbot in einigen Bundesländern

Am Donnerstag, 22. März 2007, entscheiden die Ministerpräsidenten der Länder über die Gesetzesvorlage „Nichtraucherschutz“. Die Tabakwaren-Branche sieht diesem Termin mit eher unguten Gefühlen entgegen und erwartet sogar das Schlimmste: ein totales Rauchverbot in einigen Bundesländern. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer Umfrage des Online-Branchendienstes www.smokersnews.de unter seinen Lesern.

Zwischenhead: 46 Prozent rechnen mit totalem Rauchverbot

46 der Befragten erwarten für die Abstimmung am Donnerstag ein totales Rauchverbot. 22 Prozent von ihnen gehen sogar davon aus, dass es ein bundesweites totales Rauchverbot gibt. 78 Prozent von ihnen erwarten ein totales Rauchverbot in einigen Bundesländern.

54 Prozent der Befragten rechnen mit einem eingeschränkten Rauchverbot in der deutschen Gastronomie. Von diesen 54 Prozent erwarten deutlich mehr als die Hälfte (58,8 Prozent), dass die Gastronomie gezwungen wird, abgetrennte Raucherzimmer einzuführen. Für den Rest (41,2 Prozent) wird es künftig so aussehen, dass Raucher- und Nichtraucher-Lokale von außen entsprechend gekennzeichnet sind.

Zwischenhead: „Rote Karte“ von MUT: 75 Prozent positiv

Die Initiative „Rote Karte“ der MUT-Gruppe (Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft) finden 75 Prozent der Befragten gut und richtig, 30 Prozent glauben allerdings, dass sie zu spät kommt. Lediglich neun Prozent der Befragten waren der Meinung, dass sie überhaupt nichts bringen wird. 16 Prozent der Befragten kannten die Aktion nicht. Die MUT-Gruppe hat nach eigenen Angaben rund zwei Millionen dieser „Roten Karten“ eingesammelt und an die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer als „Platzverweis“ geschickt.

Darin heißt es unter anderem: „Wer das totale Rauchverbot in der Gastronomie verlangt oder dem Wirt und den Gästen die Wahlfreiheit nimmt, handelt gefährlich undemokratisch. Der Bedarf schafft die Regel und nicht umgekehrt. Wir fordern daher die Wahlfreiheit für Raucher und Nichtraucher! Damit hat jeder Bürger seine Möglichkeit. Diese Lösung ist in anderen Ländern erfolgreich und wird auch hierzulande von klugen Nichtrauchern und besonnenen Politikern unterstützt.“

Zwischenhead: Und das sagen smokersnews-Leser zur Gesetzesvorlage „Nichtraucherschutz“

Nachfolgend noch einige Statements von smokersnews-Lesern. Die smokersnews-Redaktion hat aus Paritätsgründen die anonyme Darstellung gewählt; die Namen sind der Redaktion aber bekannt.

„Mir ist zu Ohren gekommen, dass sämtliche radikalen Rauchverbote im Europa-Parlament aufgehoben wurden. Das wäre doch einmal schön zu wissen, ob die Politiker wieder einmal für sich Ausnahmen regeln.“

„Würden sich unsere politischen Entscheidungs-Träger im unpopulistischen Sinne zu ‚Raucher und Nichtraucherlokale werden gekennzeichnet’ bekennen, ist das ein Akt der Vernunft, wodurch den Betroffenen Ihre Eigenverantwortung übertragen wird und somit als mündiger Bürger geachtet würde!“

„Die Bundesregierung würde ein wichtiges und vor allem richtiges Zeichen für die Branche setzen, wenn sie einem Gastwirt das Recht zur Selbstbestimmung (Stichwort Raucherlokal) lassen würde.“

„Die Diskussion um ein Rauchverbot ist für mich Beweis für den Populismus unserer Politiker und die steten Versuche, den Bürger zu entmündigen. Ich bin gespannt, was als nächstes Verbot kommt.“

„Sonst soll der Markt alles regeln, warum nicht auch die Sache mit dem Rauchen in der Gastronomie?! Mit Verboten kuriert man an Symptomen herum und erreicht keine wirklichen, nachhaltigen Änderungen. Die lägen in vernünftigem Umgang mit Genussmitteln, wirklicher Genuss sollte im Vordergrund stehen.“

„Mit jedem Verbot wird unsere persönliche, bürgerliche Freiheit eingeschränkt. Eine Freiheit, für die unsere Vorfahren gekämpft und gelitten haben. 1848 haben übrigens unsere Vorväter das Rauchen in der Öffentlichkeit erkämpft - einer der wenigen Erfolge aus dieser Revolution, die erhalten geblieben sind - bis jetzt.“

„Hier werden Regelungen getroffen, die selbst nach Meinung meines überwiegend nicht rauchenden Umfeldes so überflüssig sind wie ein Kropf. In diesem Zusammenhang ein dreifach Hoch auf unsere tolle EG; ohne sie wären wir schutzlos allen Widrigkeiten wie Feinstaub, Klimawandel etc., etc. etc. ausgeliefert.“

"Wir hoffen, dass bei Emotionalität in dieser Debatte noch rationale Argumente in die Entscheidung mit einfließen werden."

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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