20.03.2007 - 15:45 - Kunst & Kultur

Ausstellung im Künstlerhaus Dortmund, 30.03.-13.05.2007: Repeat when necessary

Pressemitteilung von: Künstlerhaus Dortmund
Bild im Großformat
Anne Katrin Schreiner, "Hellfire Panther"
Mit den Techniken der Wiederholung, der Rotation und des Prozesses sind populäre Vorgehensweisen in der Bildenden Kunst beschrieben. Künstler wählen diese Verfahren, wenn ihre Bildwelt sich im weitesten Sinne an populäre Vorbilder anlehnt, um in der Technik eine Entsprechung zu den überbordenden ästhetischen Angeboten des Alltags zu finden. Die Ausstellung im Künstlerhaus Dortmund zeigt in Installation und Malerei, in Fotografie und Aktion, zu welchen Ergebnissen die Künstler auf diese Weise gelangen. Die Spannbreite reicht dabei von inszenierter über repetitive bis hin zu automatisierter Malerei, von rotierender Motivik in der Fotografie bis hin zur Parodie auf die populären Mitmachaktionen. Im Künstlerhaus werden ausführliche Werkgruppen der einzelnen Positionen zu sehen sein.

Am Eröffnungsabend ab 22 Uhr open-club: im Hinblick auf Rotation und populäre Strategien wird der open-club angesagte Funk-Djs präsentieren - Funk-E-Evening.

Mit Arbeiten folgender KünstlerInnen:

JENS ANDRES (*1967)
...malt diese Wirklichkeit, indem er sie zunächst wiederholt und ihr scheinbar ganz belanglose Motive entnimmt, die er realistisch auf kleinere Leinwandformate überträgt ...Dieseeinzelnen Tableuas werden mit anderen zu einer installativen Malerei” kombiniert, zu einem inhaltlichen wie auch stilistischen Cross-Over. Das anfänglich Banale wird so im neuen Kontext zu einem Symbol abstrahiert, das sich in eine Assoziationskette reiht, die nicht erzählen will, sondern zum intelligenten Denken und durchaus humorvollen Raten anregt. (Dietmar Schuth)

ditisdit (NL)
In subversiven populären Aktionen entstehen unter Beteiligung des Publikums Malereien an Hauswänden, Aktionen im öffentlichen Raum, bei denen die Arbeit des einzelnen in etwas großem, häufig genug auch Provokativem aufgeht.

GILBERT GEISTER (*1973)
Geister zeigt eine großformatige Malerei, die durch den permanenten Überflug eines malenden Hubschraubers entstanden ist. Das Modell steht nicht dem Maler Modell, sondern wird hier in der Malerei selbst aktiv, weniger die Auslöschung der künstlerischen Handschrift ist Thema als vielmehr deren technische Medialisierung.

RALF GEMEIN (*1975)
Dass die Subjektivität der künstlerisch-malerischen Praxis dabei mit der Stereotypie ihrer objektiven Ausführung konkurriert, gehört ebenso zum Konzept wie die spannungsreich angelegte Beziehung zwischen Linearität und Bildfläche einerseits, sowie der Vielschichtigkeit des bezeichneten Bildarums andererseits. (J.L.)

ANNE KATRIN SCHREINER (*1967)
Aus den bildgewordenen Verführungen dieser (Schein-) Welten greift sie einzelne Puzzleteile heraus und erfindet neue Kombina-tionen, die wiederum einen ornamental anmutenden Charakter annehmen. (Lisa von Mengden)

KLAUS WALTER (*1966)
Die Stilisierung von Formen wird bei ihm soweit geführt, dass einige Arbeiten an Tapetenmuster erinnern. Unter Verwendung von Schablonen nutzt er ein traditionsreiches Druckverfahren, das Vervielfältigung auf unkomplizierte Weise ermöglicht. Für Walter tragen Muster den Charakter niemals endender Struktur ... Wer sich wie Walter mit dem Thema "Muster" auseinandersetzt, kommt zwangsläufig zu der Fragestellung nach der Bedeutung der Handschrift im Gestaltungsprozess. (Kornelia Röder)

STEFANIE UNRUH (*1959)
Gezeichnete Interieurs wurden computeranimiert und als Videos gezeigt. Auf diese Weise erhielten die Zeichnungen eine zeitliche Dimension. Präsentiert wurden die Videos in nachgebauten Wohnensembles, die ebenso aus den gezeichneten Interieurs entwickelt wurden. Die Zeichnungen sind auf diese Weise nicht nur medial wiederholt und verändert worden, sondern werden zum räumlichen Statement.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Künstlerhaus Dortmund
Sunderweg 1
44147 Dortmund

Profil
Das Künstlerhaus Dortmund besteht seit 1983 als selbstorganisiertes Ausstellungs- und Atelierhaus und lebt vom ehrenamtlichen Engagement einer Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern, die Mitglieder des Vereins "Künstlerhaus Dortmund" sind.
Das Haus ist Spielstätte für Werke aller Kunstrichtungen - Malerei, Bildhauerei und Grafik ebenso wie Fotografie, Film, Video, Rauminstallationen und Neue Medien. Dieses Spektrum spiegelt sich sowohl in den Arbeitsfeldern der Mitglieder als auch in den Ausstellungen wider, die von den Mitgliedern als Gruppenausstellungen und ausschließlich für KünstlerInnen von außerhalb des Hauses organisiert werden. Der Schwerpunkt auf zeitgenössischer und experimenteller Kunst fördert insbesondere junge, nicht etablierte KünstlerInnen. Neben ortsansässigen Museen, Kunstvereinen und Galerien mit ihren traditionellen Einzelpräsentationen oder primär wirtschaftlichen Interessen, belebt das Künstlerhaus die Kunstszene Dortmunds mit einem in dieser Form einzigartigen Ort. Das Künstlerhaus schafft einen Freiraum für die Kunst, bietet KünstlerInnen aus dem In- und Ausland ein gutes Arbeitsklima und baut durch direkte Vermittlung Schwellenängste bei Besuchern ab.

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