16.03.2007 - 16:59 - Politik, Recht & Gesellschaft
Bairisch sprechen – eine sprachliche Behinderung!?
Pressemitteilung von: Bayernpartei München
Ein Kommentar von Christian Schröder, Beisitzer im Bezirksvorstand der Bayernpartei München.
Man ist ja als Dialektsprecher in der bayerischen Landeshauptstadt so einiges gewohnt, aber was ich letzte Woche schwarz auf weiß gedruckt in der „Hallo München“ vom 21. Februar 2007 (Ausgabe Nord) auf den Seiten 1 und 6 lesen durfte, war zu viel des Guten.
Eine Kindergärtnerin bedrängt die Eltern eines Bairisch sprechenden Kindes ihm seine Muttersprache abzugewöhnen und mit ihm Hochdeutsch zu reden und der Kindergartenfreund unseres Buben landete gar beim Logopäden.
Bairisch sprechen – eine Behinderung!?
Mir erscheint es fast so. Denn es ist mir mindestens noch ein weiterer derartiger Fall aus München persönlich bekannt. Eine sehr gute Freundin und ihre jüngere Schwester wollte der Kinderarzt ebenfalls zum Sprachdoktor schicken. Das alpenländische „R“ und „CH“ seien zu ausgeprägt. Den berechtigten Entsetzensschrei der Mutter wollte der fürsorgliche Arzt durch den Hinweis abmildern, daß es bei der „Kleinen“ ja noch die Kasse zahlen würde. Vergeblich. Diese Freundin und ihre Schwester sprechen noch immer Bairisch!
Bairisch-frei auf Krankenschein und das, obwohl sich die bayerische Staatsregierung zumindest offiziell um die bayerischen Sprachen bemüht. In München ist das Realität.
Was unsere Staatsregierung dazu sagt? Nichts. Sie schweigt wie ein Grab, muß Sie doch Bayern als das Musterdeutschland schlechthin präsentieren und gleichzeitig vor Frau Merkel in gutem Lichte dastehen. Etwas was sich scheinbar mit dem Bairischen schwer verträgt. Statt sich im Ruhme des Brandenburger Tores zu sonnen, sollten Stoiber und seine Minister endlich mal zu dem stehen, was sie sind – nämlich die bayerische Staatsregierung.
Und eine solche sollte sich auch um die Belange der bayerischen Bürger kümmern. Und ein derartiger Belang ist auch die Sprache. Es zuzulassen, daß Mediziner die Sprache von Bayerns Bürgern als Krankheit oder gar sprachliche Behinderung auffassen, entspricht nicht diesem Bild. Es ist im Gegenteil das, was man hierzulande als Sauerei bezeichnet und nicht gerade für die hochheilige CSU als Vertretung der Bayern spricht.
Wir sprechen bairisch und wollen dies auch noch in Zukunft tun. Ich eingeschlossen. Auch meine Kinder werden es wie ich als Muttersprache lernen. Und das ist gut so!
Als geborener Rosenheimer werde ich mich denn auch gleich morgen Vormittag auf den Weg zur Münchner Stadtverwaltung machen. Schließlich bin ich ja nach ärztlicher Auffassung sprachlich behindert und habe Anspruch auf einen Behindertenausweis.
In diesem Sinne werd ich auch weiter Bairisch reden wie mir der Schnabel gwachsen is.
Ihr Christian Schröder
Bayernpartei
Bezirksverband München
Untere Weidenstr. 14
81543 München
Tel: 089/6518051
www.bpmuenchen.de
Thomas Christian Hummel
Bezirksvorsitzender

Auch Ihre Meinung zählt - mitschimpfen, mitdiskutieren, mitentscheiden. Schildern Sie uns Ihre Ansichten im Forum der BP München unter www.bpmuenchen.de/Forum
Unsere Pressemitteilungen sind zum Teil auch als Podcast unter www.bpmuenchen.de verfügbar.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Die Bayernpartei ist die politische Organisation der fränkischen, schwäbischen, altbairischen und freiheitlich denkenden Bürger im Freistaat. Sie wendet sich gegen den Berliner und Brüsseler Zentralismus und gegen eine Globalisierung, die die historisch gewachsenen Regionen als Heimat der Menschen außer Acht läßt. Nach dem Leitbild der Subsidiarität sollen alle Entscheidungen auf der kleinstmöglichen Ebene fallen - dies kann der Freistaat sein, aber auch die Bezirke, Landkreise, Gemeinden und schließlich der Bürger selbst. Auf mittel- oder langfristige Sicht soll sich Bayern von der Bundesrepublik Deutschland lösen und somit souverän innerhalb eines Europas der Regionen stehen.
Die Bayernpartei München ist einer der acht Bezirksverbände der Bayernpartei. Er gliedert sich derzeit in vier Kreisverbände.
Man ist ja als Dialektsprecher in der bayerischen Landeshauptstadt so einiges gewohnt, aber was ich letzte Woche schwarz auf weiß gedruckt in der „Hallo München“ vom 21. Februar 2007 (Ausgabe Nord) auf den Seiten 1 und 6 lesen durfte, war zu viel des Guten.
Eine Kindergärtnerin bedrängt die Eltern eines Bairisch sprechenden Kindes ihm seine Muttersprache abzugewöhnen und mit ihm Hochdeutsch zu reden und der Kindergartenfreund unseres Buben landete gar beim Logopäden.
Bairisch sprechen – eine Behinderung!?
Mir erscheint es fast so. Denn es ist mir mindestens noch ein weiterer derartiger Fall aus München persönlich bekannt. Eine sehr gute Freundin und ihre jüngere Schwester wollte der Kinderarzt ebenfalls zum Sprachdoktor schicken. Das alpenländische „R“ und „CH“ seien zu ausgeprägt. Den berechtigten Entsetzensschrei der Mutter wollte der fürsorgliche Arzt durch den Hinweis abmildern, daß es bei der „Kleinen“ ja noch die Kasse zahlen würde. Vergeblich. Diese Freundin und ihre Schwester sprechen noch immer Bairisch!
Bairisch-frei auf Krankenschein und das, obwohl sich die bayerische Staatsregierung zumindest offiziell um die bayerischen Sprachen bemüht. In München ist das Realität.
Was unsere Staatsregierung dazu sagt? Nichts. Sie schweigt wie ein Grab, muß Sie doch Bayern als das Musterdeutschland schlechthin präsentieren und gleichzeitig vor Frau Merkel in gutem Lichte dastehen. Etwas was sich scheinbar mit dem Bairischen schwer verträgt. Statt sich im Ruhme des Brandenburger Tores zu sonnen, sollten Stoiber und seine Minister endlich mal zu dem stehen, was sie sind – nämlich die bayerische Staatsregierung.
Und eine solche sollte sich auch um die Belange der bayerischen Bürger kümmern. Und ein derartiger Belang ist auch die Sprache. Es zuzulassen, daß Mediziner die Sprache von Bayerns Bürgern als Krankheit oder gar sprachliche Behinderung auffassen, entspricht nicht diesem Bild. Es ist im Gegenteil das, was man hierzulande als Sauerei bezeichnet und nicht gerade für die hochheilige CSU als Vertretung der Bayern spricht.
Wir sprechen bairisch und wollen dies auch noch in Zukunft tun. Ich eingeschlossen. Auch meine Kinder werden es wie ich als Muttersprache lernen. Und das ist gut so!
Als geborener Rosenheimer werde ich mich denn auch gleich morgen Vormittag auf den Weg zur Münchner Stadtverwaltung machen. Schließlich bin ich ja nach ärztlicher Auffassung sprachlich behindert und habe Anspruch auf einen Behindertenausweis.
In diesem Sinne werd ich auch weiter Bairisch reden wie mir der Schnabel gwachsen is.
Ihr Christian Schröder
Bayernpartei
Bezirksverband München
Untere Weidenstr. 14
81543 München
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Die Bayernpartei ist die politische Organisation der fränkischen, schwäbischen, altbairischen und freiheitlich denkenden Bürger im Freistaat. Sie wendet sich gegen den Berliner und Brüsseler Zentralismus und gegen eine Globalisierung, die die historisch gewachsenen Regionen als Heimat der Menschen außer Acht läßt. Nach dem Leitbild der Subsidiarität sollen alle Entscheidungen auf der kleinstmöglichen Ebene fallen - dies kann der Freistaat sein, aber auch die Bezirke, Landkreise, Gemeinden und schließlich der Bürger selbst. Auf mittel- oder langfristige Sicht soll sich Bayern von der Bundesrepublik Deutschland lösen und somit souverän innerhalb eines Europas der Regionen stehen.
Die Bayernpartei München ist einer der acht Bezirksverbände der Bayernpartei. Er gliedert sich derzeit in vier Kreisverbände.
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