(openPR) Hamburg, Feb. 2007. Keine Lust auf Sex ist viel weiter verbreitet, als gemeinhin angenommen wird: Mehr als 40 Prozent aller Frauen zwischen 30 und 45 Jahren sind davon betroffen. Bisher wurden Libidostörungen allerdings oft als „altersbedingt“ oder „psychisch“ abgetan, sie sind aber häufig hormonell bedingt. Schon das Absetzen der Pille oder eine Zufuhr geringer Mengen männlicher Hormone könnte vielen Frauen wieder zu einem zufriedenstellenden Sexualleben verhelfen.
Studien zufolge leiden 40-50% aller Frauen im Alter von 30-45 Jahren und sogar 86% der Frauen über 60 Jahren in Deutschland an einem deutlichen Libido-Mangel, sie haben also keine oder wenig Lust auf Sex. Die Ursachen sind vielfältig, häufig sind es aber Folgen einer Operation der Eierstöcke oder die Einnahme der Pille. „Viele Frauen nehmen diesen Zustand einfach so hin, leiden aber erheblich darunter“, erklärt Dr. Johann Sievers, ein auf sexuelle Störungen spezialisierter Gynäkologe, die Situation. „Dabei gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie ihnen geholfen werden könnte.“
Partnerschaft leidet zusätzlich
Libidomangel oder Libidoverlust geht meistens einher mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit, latenter Traurigkeit und Antriebsarmut. Die betroffenen Frauen haben kein Interesse an Sex, sie vermeiden die Nähe zu ihrem Partner und ziehen sich zurück. Starker Leidensdruck entsteht oft erst dadurch, dass die Partnerschaft bedroht ist, trotzdem finden die Betroffenen keine Lösungsmöglichkeiten für ihr Problem. Ist eine Operation, bei der die Eierstöcke entfernt wurden, die Ursache des Leidens, gibt es inzwischen aber wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeiten. „Diesen Frauen fehlt nämlich das – eigentlich männliche – Hormon Testosteron, das nach dem Eingriff nicht mehr ausreichend produziert wird. Gleicht man dieses aus, werden die Beschwerden behandelbar“, erläutert Dr. Sievers. Auch das Absetzen der Pille kann helfen, da die Pille die Bildung von SHBG (Sexual Hormon Binding Globuline) induziert, das seinerseits biologisch Testosteron bindet und damit die Libido unterdrückt.
Hormonelles Milieu wird normalisiert
Das Gefühl von Verlangen und Sehnsucht entsteht im zentralen Nervensystem. Die Nervenzellen dort benötigen für eine physiologische Funktion ein spezielles hormonelles Milieu. Ist dieses Milieu aber gestört – z.B. durch operative Entfernung der Eierstöcke – funktionieren die Nervenzellen nicht mehr adäquat, es kommt zum Verlust der Libido. Das hormonelle Milieu lässt sich neuerdings aber wieder herstellen, indem mit einem kleinen Pflaster das Hormon Testosteron zugeführt wird. Dazu Sievers: „Das richtige Hormon zur richtigen Zeit am richtigen Ort verbessert die Libido, die Patientin fühlt sich außerdem wieder kräftiger, unternehmungsfreudiger und lebendiger, also insgesamt zufriedener.“
Spezielles frauenärztliches Angebot bei sexuellen Störungen
Neben Operationen gibt es eine Reihe weiterer möglicher Ursachen für Störungen der Libido. So können Angststörungen oder Depressionen, eine Chemotherapie bei Krebs, Partnerschaftskonflikte und Störungen der Hirnanhangdrüse oder der Schilddrüse ebenfalls Libidomangel verursachen. Für die Diagnose und Therapie sexueller Störungen bei Frauen, wie z.B. des Libidomangels, gibt es nach Angaben des Experten Dr. Sievers bisher in Deutschland fast kein spezielles frauenärztliches Angebot. Deshalb hat er Ende 2005 in Hamburg die erste gynäkologische Praxis Deutschlands eröffnet, die sich ausschließlich auf sexuelle Störungen der Frau spezialisiert hat. Neben Libidostörungen behandelt er dort schwerpunkt¬mäßig Patientinnen mit Erregungsstörungen, Orgasmusstörungen und Schmerzen beim Verkehr.
Weitere Informationen zu sexuellen Störungen der Frau und zu modernen Behandlungsmöglichkeiten finden Sie unter www.sexuelle-stoerungen-der-frau.de.
Pressekontakt:
Juliane Papendorf
Tel.: 0170/9304930
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