21.02.2007 - 21:53 - Politik, Recht & Gesellschaft
Geseker JuLis zu Besuch in Emsdetten
Pressemitteilung von: Junge Liberale Geseke
Geseke/Emsdetten. Ein Vierteljahr nach dem schockierenden Amoklauf eines 18-Jährigen in seiner ehemaligen Schule besuchten die Jungen Liberalen Geseke am Dienstag den Tatort. Zumindest oberflächlich sind alle Spuren beseitigt, die Gänge erstrahlen nach der Renovierung in freundlichen Pastelltönen, bunte Werke aus dem Kunstunterricht verdecken den kalten Beton. "Doch innerlich", berichtet Schulleiterin Karola Keller, "haben noch viele Schüler mit dem schrecklichen Vorfall zu kämpfen, das bekommen unsere Lehrer Tag für Tag in ihren Klassen mit." Bei vielen hätte es Wochen gedauert, bis die grausamen Erinnerungen aus dem Unterbewusstsein traten; umso schlimmer würden die Ereignisse nun an ihnen nagen.
In dem gut zweistündigen anschließenden Gespräch erörterten Schulleiterin Keller und der Emsdettener Bürgermeister Georg Moenikes zusammen mit den Geseker Jungpolitikern Ursachen und Konsequenzen der Tat und stellten übereinstimmend fest: Die Gründe sind zu vielschichtig, als dass sie die Politik mit einem in der Öffentlichkeit vieldiskutierten "Killerspielverbot" oder ähnlichem lösen könnte. "Jetzt darf nicht in Aktionismus verfallen werden, die Probleme müssen von verschiedenen Seiten - angefangen bei der Unterstützung von Familien mit schwierigen Kindern - angegangen werden.", so der Stadtverbandsvorsitzende Andreas Bode. Martin Janisch, stellvertretender Vorsitzender und Organisator der Geseker Jungliberalen, fügte hinzu: "Es wäre grober Unfug, Computerspielen oder den neuen Medien die Schuld an jugendlicher Gewalt zu geben. Ein Spieleverbot vertuscht zwar die Symptome, aber an den Ursachen ändert es nichts." Diese lägen oft im sozialen Umfeld, aber auch in der psychologischen Verfassung vieler Jugendlicher, die sich missverstanden fühlten, während die Eltern tatenlos zusähen. Als Folge flüchteten viele in eine virtuelle Scheinwelt, die aber selbst mehr Probleme schafft als löst.
Daher begrüßten die jugendlichen Geseker besonders die vielen Maßnahmen, die die Schule in Angriff nahm, um ihren Schülern ein verantwortungsvolles Umgehen mit Internet, Handy und co. nahe zu bringen und sahen darin ein Vorbild für alle Schulen: "Viele Eltern sind damit überfordert, ihre Kinder in Bezug auf Medien aufzuklären. Hier ist auch der Staat als Schulträger in der Verantwortung, um die Schüler zu mündigen Mediennutzern zu machen.", ist Bode überzeugt. Auch die schulpsychologische Betreuung, die in Emsdetten überdurchschnittlich gut ist, sei wichtig und erstrebenswert.
Bode kündigte diesbezüglich an, in naher Zukunft mit den Jungen Liberalen einen politischen Konzeptplan auszuarbeiten, um diesen möglichst bald einem Sprecher der Landesregierung vorzustellen.
Kenny Koa, stellvertretender Vorsitzender und Programmatiker des Stadtverbandes, resümierte am Ende der Visite: "Ganz lässt sich eine solche Tat wohl nie verhindern. Aber es ist wichtig, dass die Probleme Jugendlicher endlich in den gesellschaftlichen Fokus gerückt und auch angegangen werden."
Ein neuer Wandanstrich reiche da nicht.
V.i.S.d.P.:
Junge Liberale Geseke
Pressesprecher Benedikt Laame
Ostmauer 26
59590 Geseke
E-Mail:
www.julis-geseke.de
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Tel.: 0151-12751625
Die Jungen Liberalen im Kreis Soest sind der Jugendverband der FDP im Kreis Soest.
In dem gut zweistündigen anschließenden Gespräch erörterten Schulleiterin Keller und der Emsdettener Bürgermeister Georg Moenikes zusammen mit den Geseker Jungpolitikern Ursachen und Konsequenzen der Tat und stellten übereinstimmend fest: Die Gründe sind zu vielschichtig, als dass sie die Politik mit einem in der Öffentlichkeit vieldiskutierten "Killerspielverbot" oder ähnlichem lösen könnte. "Jetzt darf nicht in Aktionismus verfallen werden, die Probleme müssen von verschiedenen Seiten - angefangen bei der Unterstützung von Familien mit schwierigen Kindern - angegangen werden.", so der Stadtverbandsvorsitzende Andreas Bode. Martin Janisch, stellvertretender Vorsitzender und Organisator der Geseker Jungliberalen, fügte hinzu: "Es wäre grober Unfug, Computerspielen oder den neuen Medien die Schuld an jugendlicher Gewalt zu geben. Ein Spieleverbot vertuscht zwar die Symptome, aber an den Ursachen ändert es nichts." Diese lägen oft im sozialen Umfeld, aber auch in der psychologischen Verfassung vieler Jugendlicher, die sich missverstanden fühlten, während die Eltern tatenlos zusähen. Als Folge flüchteten viele in eine virtuelle Scheinwelt, die aber selbst mehr Probleme schafft als löst.
Daher begrüßten die jugendlichen Geseker besonders die vielen Maßnahmen, die die Schule in Angriff nahm, um ihren Schülern ein verantwortungsvolles Umgehen mit Internet, Handy und co. nahe zu bringen und sahen darin ein Vorbild für alle Schulen: "Viele Eltern sind damit überfordert, ihre Kinder in Bezug auf Medien aufzuklären. Hier ist auch der Staat als Schulträger in der Verantwortung, um die Schüler zu mündigen Mediennutzern zu machen.", ist Bode überzeugt. Auch die schulpsychologische Betreuung, die in Emsdetten überdurchschnittlich gut ist, sei wichtig und erstrebenswert.
Bode kündigte diesbezüglich an, in naher Zukunft mit den Jungen Liberalen einen politischen Konzeptplan auszuarbeiten, um diesen möglichst bald einem Sprecher der Landesregierung vorzustellen.
Kenny Koa, stellvertretender Vorsitzender und Programmatiker des Stadtverbandes, resümierte am Ende der Visite: "Ganz lässt sich eine solche Tat wohl nie verhindern. Aber es ist wichtig, dass die Probleme Jugendlicher endlich in den gesellschaftlichen Fokus gerückt und auch angegangen werden."
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