14.02.2007 - 10:31 - IT, New Media & Software
Erstes Doktoratsstipendium vom HPC-Konsortium vergeben
Pressemitteilung von: trans IT Entwicklungs- und Transfercenter Universität Innsbruck GmbH
Orange dargestellt ist die Verteilung des Haufengases, das Temperaturen von mehreren Millionen Grad Celsius aufweist und den Raum zwischen den Galaxien ausfüllt. Die grünen Bereiche stellen Gas dar, welches von Galaxien abgestreift wurde.
"Ich freue mich sehr darüber, dass durch das HPC-Stipendium des Tiroler High-Tech-Unternehmens mils electronic der Bereich Hochleistungs¬rechnen an der Universität Innsbruck weiter gefördert und ausgebaut wird", so Univ.-Prof. Dr. Sabine Schindler, Koordinatorin des HPC-Konsortiums. Das Stipendium in Höhe von 24.000 Euro ist das erste private Förderstipendium das von einem Unternehmen an eine Doktorandin der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (LFUI) vergeben wird.
“Für uns als Unternehmen im Bereich der Hochtechnologie beziehungsweise der Verschlüsselungstechnik ist die Kooperation mit führenden Universitäten ein essentieller Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Speziell die Förderung von talentierten Doktorandinnen und Doktoranden ist für uns - ganz im Sinne einer gesellschaftlichen Gesamtverantwortung - eine Herzens¬angelegenheit“, erklärt Otto Kugler, Geschäftsführer von mils electronic, seine Motivation, die Forschung im Bereich HPC an der LFUI zu unterstützen.
Simulationen von Galaxienhaufen
Für das Jahr 2007 wurde das Stipendium an Mag. Magdalena Mair für ihre Dissertation am Institut für Astro- und Teilchenphysik vergeben. Bereits während ihrer Diplomarbeit konnte sie Erfahrung auf dem Gebiet des Hochleistungsrechnens sammeln und wurde hierfür mit dem Diplomarbeitspreis der Österreichischen Gesellschaft für Astronomie und Astrophysik ausgezeichnet. In ihrer Dissertation zum Thema "Metal Enrichment and Mergers in Clusters of Galaxies" untersucht sie nun die Entwicklung von Galaxienhaufen mit Hilfe numerischer Simulationen.
Galaxienhaufen sind Ansammlungen von mehreren 1000 Galaxien und stellen die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Weltall dar. Damit sind sie ideale Objekte für kosmologische Untersuchungen über die Entwicklung unseres Universums. Galaxienhaufen entwickeln sich im Laufe von Milliarden Jahren, weshalb Beobachtungen mit modernen Großteleskopen immer nur einen „Schnappschuss“ in der Entwicklung verschiedener Galaxienhaufen liefern können. Mit Hilfe von Computersimulationen kann die gesamte Entwicklung verschiedener Modell-Haufen verfolgt werden, wodurch unter anderem eine genauere Interpretation der Beobachtungsdaten ermöglicht wird.
Das HPC-Konsortium
Das HPC-Konsortium wurde 2003 gegründet und stellt mit einem Zusammenschluss von mittlerweile 16 Instituten und Arbeitsgruppen einen Forschungsschwerpunkt an der LFUI dar. Gemeinsam mit den beiden Schwerpunkten 'Informatik' und 'Computational Engineering' bildet das Konsortium Hochleistungsrechnen die Forschungsplattform 'Computer Science and Applied Computing', die alle Forschungsaktivitäten der LFU auf dem IT-Sektor integriert und maßgeblich zur Profilbildung der LFUI beiträgt.
Ziel des Konsortiums ist es, seinen Mitgliedern die Möglichkeit zu bieten, in der zunehmend rechenintensiven internationalen Spitzenforschung wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies geschieht einerseits durch den Austausch von Know-how, die optimale Ausnutzung von Synergieeffekten und die Forcierung interdisziplinärer Forschung und Lehre sowie andererseits durch die koordinierte Einwerbung von Drittmitteln und die Bereitstellung des derzeit schnellsten Forschungsrechners Westösterreichs, des Hochleistungsrechners LEO I.
Über mils electronic
mils electronic ist weltweit führend in der Entwicklung und Produktion von Verschlüsselungssystemen. Sowohl Regierungen, Geheimdienste und Botschaften als auch Großkonzerne in über 50 Ländern vertrauen der Top-Level-Sicherheitstechnologie des Tiroler High-Tech-Unternehmens. Ein besonderes Anliegen von mils electronic ist der ganzheitliche Projektansatz von der Beratung und Entwicklung kundenspezifischer Lösungen bis zur Implementierung und Betreuung mit lebenslangem Support – Ziele, die letztlich erst durch das laufende Engagement der 25 hoch qualifizierten Mitarbeiter, vor allem aus den Bereichen der Kommunikationstechnik, Elektronik und Kryptographie, erreicht werden können.
Weitere Informationen:
www.mils.com
astro.uibk.ac.at
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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trans IT ist das Servicezentrum für Wissenschaft und Wirtschaft zur erfolgreichen Umsetzung gemeinsamer Forschungsprojekte. Als Wissens- und Technologietransfereinrichtung der Universität Innsbruck, des Management Center Innsbruck und der Tiroler Zukunftsstiftung unterstützt trans IT die Zusammenarbeit im Bereich der angewandten Forschung.
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