(openPR) Bei Frauen mit Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinome) gelten bei drei Viertel aller betroffenen Frauen die Unterarten HPV (Humanes Papillom Virus) 16 und HPV 18 als Auslöser. Vorsorgeuntersuchungen helfen, aber die Hälfte der Frauen ist nicht darüber aufgeklärt, warum sie überhaupt an Vorsorgeuntersuchungen teilnimmt. Es besteht also ein immenser Aufklärungsbedarf in Deutschland, da diese Krebsform bei regelmässigen Früherkennunguntersuchungen rechtzeitig diagnostiziert werden kann.
Die bestehenden Krebsfrüherkennungsprogramme sind wichtig. Seit Einführung konnten so die Neuerkrankungen am Zervixkarzinom schrittweise erfolgreich von rund 20 000 Neuerkrankungen auf 6500 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland verringert werden.
Die Bedeutung der Früherkennungsuntersuchung wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass in Ländern ohne Vorsorge-Untersuchungen die Zervixkarzinomhäufigkeit um das Drei- bis Zehnfache höher ist.
Die Grundvoraussetzung für die Entstehung eines Gebärmutterhalskrebses ist eine schleichende, sich im Verborgenen entwickelnde (persistierende) Infektion mit krebserzeugenden (onkogenen) Humanen Papillomaviren (HPV). Es wird geschätzt, dass 50-80% aller Frauen im Laufe ihres Lebens eine HPV-Infektion durchmachen, davon sind bis zur Hälfte der Infektionen mit onkogenen HPV-Typen (HPV Typen 16 und 18).
Es gibt einen neuen Impfstoff, der sich ganz gezielt gegen diese beiden Hauptverursacher richtet. Die klinischen Studien konnten zeigen, dass der Wirksamkeitsgrad einer Verhinderung der HPV 16/18-Infektion bei 100% lag. Darüber hinaus zeigen Studien erste Hinweise darauf, dass der Impfstoff vor Neuinfektionen mit zwei weiteren HPV-Typen, den Typen 45 und 31, schützen könnte, die ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs spielen.
Um sich sinnvoll vor HPV zu schützen, müssen sich vor allem die ganz jungen Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr impfen lassen.
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Dr. J. Wolff
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