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PEG – Sondenernährung: Ethische Grundlagen der Entscheidungsfindung

19.01.200717:55 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Bedingt durch den medizinischen und technischen Fortschritt ist die enterale Ernährung mit der PEG eine vergleichsweise einfache und komplikationslose Möglichkeit geworden, Patienten auch über einen längeren Zeitraum hinweg mit Nahrung und Flüssigkeit zu versorgen. In diesem Zusammenhang stehend sind Probleme u.a. medizinischer, ernährungs-physiologischer, ethischer, pflegerischer und nicht zuletzt rechtlicher Natur aufgeworfen, die in der Literatur nicht immer einhellig beantwortet werden.
Vornehmlich im geriatrischen Bereich wird zunehmend die Frage offen problematisiert, ob die PEG-Sonde den betroffenen Patienten noch einen sog. Nutzen bietet und ob es nicht geboten wäre, die künstliche Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr abzubrechen oder letztlich erst gar nicht zu beginnen. Hierzu möchten wir auf den gleichnamigen Beitrag von Georg Marckmann im Ärzteblatt Baden-Württembergisch 01/2007, S. 23 ff. verweisen. >>> http://www.laek-bw.de/arzteblatt/Homepage/aktuell/Ethik.pdf

Kurze Anmerkung:
In seinem Beitrag versucht der Autor, die wesentlichen ethischen Grundlagen der Entscheidungsfindung bei der PEG-Sondenernährung darzustellen, wobei die künstliche Ernährung bei Demenz- und Wachkomapatienten eine besondere Berücksichtigung findet. Ob es ihm gelungen ist, mag ein jeder für sich selbst entscheiden. Problematisch ist m.E., dass hier offensichtlich eine Engführung der ethischen Legitimationsbasis für die Durchführung medizinischer Maßnahmen vorgenommen wird, die sich allzu streng an dem Nutzenkalkül orientiert und letztlich einen ethischen Konsens voraussetzt, der sich in der Rechtsethik widerspiegeln müsste. Dem ist allerdings nach diesseitiger Auffassung nicht so, zumal die Medizinethik neben vielen anderen Bereichsethiken u.a. einen Beitrag zur Rechtsethik leistet. Hierzu wird in Kürze in einem Beitrag zu erwidern sein.

Lutz Barth

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