(openPR) Vom Gesundheitswesen zum Gesundheitsmarkt, vom Krankenhaus zum Gesundheitsdienstleister, vom Patienten zum Kunden – diese Entwicklungen setzen den Rahmen des Healthcaregipfels Klinikmanagement 2010 am 27./28. Februar in Berlin. Geschäftsführer, Ärztliche Direktoren und CIOs großer Kliniken sowie Spitzenberater und Wissenschaftler aus D/A/CH kommen im Rahmen eines innovativen Veranstaltungsformats zusammen, um neue Konzepte für profitables und qualitativ hochwertiges Klinikmanagement im Sinne des Patienten auszutauschen. Für Klinikmanager ist die Teilnahme kostenfrei.
Die Veranstalter vom Elitenetzwerk econique laden leitende Klinikmanager ein und arrangieren Einzelgespräche mit ebenfalls geladenen Top-Beratern. Die Gesprächspartner geben im Vorfeld Interessen und Kompetenzen an. So entsteht für jedes Meeting eine Gesprächsagenda. Vorteil für die Klinikmanager: Sie treffen unverbindlich, neutral und effizient auf Beratungs- und Industriepartner zu drängenden Fragen des Klinikmanagements wie Prozessoptimierung, Effizienzsteigerung, Medizin-Controlling oder Workflow Management.
Neben Einzelgesprächen sind Kaminrunden das zweite Element des Gipfels. In kleinen Gruppen können Manager hier vertraulich diskutieren. Die erste Kaminrunde beschäftigt sich mit der Integration von Krankenhaus-Informations-Systemen in neue eHealth-Infrastrukturen. Weitere Themen sind Medizin-Controlling und Outsourcing.
Ein ambitioniertes Vortragsprogramm mit Best-Practice-Vorträgen bildet die dritte Säule des Healthcaregipfels. Die Veranstalter haben bewusst kaufmännische, medizinische und IT Leiter eingeladen. Nur ein noch besseres Zusammenspiel dieser drei Disziplinen macht Kliniken unter den Bedingungen harten Wettbewerbs und Kostendrucks fit für die Zukunft.
Prof. Dr. Rüdiger Klar, Leiter Medizinische Informatik des Universitätsklinikums Freiburg, übernimmt den Vorsitz und die Einführung. Die Key Note steuert Dr. Markus Müschenich bei, Vorstand des Trägers Verein zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser, der sieben Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg betreibt und neue Wege im Management geht. Der Verein verfügt über eine durchdeklinierte mittelfristige Strategieplanung, die mit mehr Patientenfokus mehr Umsatz anstrebt.
Müschenich bringt seinen Controlling-Leiter Gunnar Reddemann mit, der die Methoden und Erfolge des Strategischen Medizincontrollings innerhalb der Gruppe präsentiert. Wie IT-gestütztes Controlling auf Basis von Business Intelligence zu mehr Effizienz im Krankenhaus Workflow führt, erklärt Volker Lowitsch, Leiter Geschäftsbereich IT-Direktion des Universtätsklinikums Aachen, für das eine deutliche Effizienzsteigerung Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben ist. Ein weiterer Weg zu effizienteren Prozessen beschreibt das Konzept der Klinischen Behandlungspfade. Marcus Bollmann, Vorstand der European Pathway Association zeigt in seinem Beitrag auf, wie Clinical Pathways die Neugestaltung klinischer Prozesse bei gesteigerter Qualität und reduzierten Kosten ermöglichen.
Patienten agieren zunehmend wie Kunden, die sich ein Krankenhaus wie ein Hotel aussuchen. Instrumente der Kundenbindung gehören für das Krankenhaus der Zukunft zum kaufmännischen Handwerkszeug. Telemedizin unterstützt dieses Ziel, wie der Vortrag von Dr. Silke Schmidt zeigt, Leiterin des Zentrums für Psychosoziale Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Denn Telemedizin verbessert die Arzt-Patienten-Kommunikation nachhaltig und bindet den zufriedenen Patienten stärker an die Klinik.
Ist effizientes Krankenhausmanagement eine Frage der Träger Trägerschaft? Diese Frage beantwortet Dr. Ralf-Michael Schmitz, Geschäftsführer des Klinikums Stuttgart, das an vier ehemals selbständigen Standorten 51 Kliniken und Institute vereint, in seinem Beitrag zum Healthcaregipfel.
Unabdingbar für mehr Effizienz ist ein zukunftsfähiges IT Management, weiß Dr. Jan Marco Leimeister vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität München. Sein Institut berät die bayerischen Unikliniken in Sachen IT Management und hat erst kürzlich eine Studie zu diesem Thema abgeschlossen.
Nicht zuletzt legen Analysen des klinischen Workflows Effizienzpotenziale frei. Prof. Dr. Jochen Tröger, Prorektor Forschung und Struktur der Medizin beim Universitätsklinikum Heidelberg, belegt dies in seinem Vortrag am Beispiel seines Hauses.
Effizienzsteigerung und Qualität schließen sich nicht aus. Im Gegenteil führt der intelligente Einsatz von IT nachweisbar zu mehr Patientensicherheit und weniger Todesfällen, die nicht selten auf Informationslücken zurückzuführen sind. Qualitäts- und Risikomanagement sollten integrale Bestandteile des Klinikmanagements sein. In vielen Häusern sind diese Disziplinen jedoch nicht ausreichend entwickelt. Für Rupert Ringelhann, Leiter Qualitätsmanagement der Städtischen Kliniken Esslingen a.N. ist das Krankenhaus ein Unternehmen, das es mit Qualitätsmanagement zu entwickeln gilt. Wie das erfolgreich funktioniert verdeutlicht sein Beitrag.
Risikomanagement als Teil des Qualitätsmanagement ist das Vortragsthema von Dr. Matthias Albrecht, Leiter Zentrales Qualitätsmanagement der Elisabeth Klinik Berlin. Die Klinik hat 2003 ein Qualitätsmanagement etabliert, an dem alle Abteilungen aktiv „über den Tellerrand hinweg“ in Teams mitarbeiten. Sie harmonisieren die Leitlinien, entwickeln Behandlungspfade und optimieren interne und externe Prozessabläufe. Aktuelle Projekte der Teams betreffen die Ambulanzreorganisation, das Risk Management, das Vorschlagswesen sowie die integrierte Versorgung. Ein Krankenhaus im permanenten Innovationsprozess – angestoßen durch Qualitätsmanagement.
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