15.01.2007 - 23:42 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Adler Modemärkte verzichtet zukünftig auf den Verkauf von Echtpelzprodukten
Pressemitteilung von: Offensive gegen die Pelzindustrie
Weiteres Modeunternehmen steigt aus dem Pelzhandel aus
Seit im August 2006 die beiden renommierten Modehausketten Peek & Cloppenburg Nord, sowie Peek & Cloppenburg West auf Grund einer fast 4 Jahre andauernden Kampagne der Offensive gegen die Pelzindustrie ihren Ausstieg aus dem Handel mit Pelzen angekündigt haben, hat sich diesbezüglich viel in der deutschen und österreichischen Modebranche getan. Auf der Suche nach einem neuen Kampagnenziel konnte die Offensive gegen die Pelzindustrie in Deutschland erfreulicherweise bisher stets vor dem offiziellen Beginn der Proteste gegen die ausgewählten Unternehmen den zukünftigen Verzicht auf Echtpelzprodukte im Sortiment der Unternehmen verkünden. Direkt nach dem P&C-Ausstieg entschloss sich das Kölner Modeunternehmen Appelrath-Cüpper mitsamt der Tochterfirma Pohland aus dem Pelzhandel auszusteigen. Darauf folgend beendete auch der Branchenriese Kaufhof sowie die österreichischen Unternehmen Schöps und Turek nach Kontaktaufnahme seitens der Offensive aus Angst vor einer gegen sie gerichteten Anti-Pelz-Kampagne den Handel mit Pelz.
Als offizielles nächstes Kampagnenziel wurde nun das Haibacher Modeunternehmen Adler ausgewählt. Zwei Wochen vor dem offiziellen Kampagnenstart veröffentlichte das Unternehmen nun am 12.01.2007 eine Pressemeldung über den angekündigten "Orderstop von Bekleidung mit Echtpelzen". Der unbefristete Ausstieg beziehe sich auf "Bekleidung mit Echtpelzapplikationen oder -verbrämungen" und Restbestände würden noch abverkauft. Die Adler Modemärkte GmbH begründete ihren Verzicht auf Echtpelz mit öffentlich "kontrovers geführten Diskussionen um die Pelztierhaltung" und bekennt sich "mit diesem deutlichen Orderstop sämtlicher Echtpelzartikel [...] zu den Grundsätzen sozialer und geschäftspolitischer Verantwortung." Weiter gibt das Unternehmen an, mit der Entscheidung "ein weiteres Zeichen für einen sensibleren Umgang mit den gesellschaftlich relevanten Gedanken von Tierschutz und Nachhaltigkeit" zu setzen.
Die Offensive gegen die Pelzindustrie begrüßt den Entschluss der Adler Modemärkte GmbH, zukünftig keine Echtpelzprodukte mehr zu ordern und zu verkaufen, wird das Unternehmen allerdings unter Beobachtung halten und den angekündigten Ausstieg und Abverkauf der Restbestände kontrollieren. Die Tatsache, dass so viele Unternehmen seit dem Ende der P&C-Kampagne den Handel mit Pelzen beendeten, liegt wohl nicht zuletzt auch am Beispielcharakter der P&C-Kampagne. Dazu Offensive-Sprecher Daniel Kopp: "Es ist natürlich verständlich, dass kein Unternehmen Ziel einer Anti-Pelz-Kampagne werden will. Gerade durch den Erfolg bei P&C wurde gezeigt, dass die Offensive nicht einlenkt und wenn es sein muss auch jahrelang protestiert. Mehr als 1500 Aktionen im Rahmen der Kampagne gegen P&C sprechen wohl für sich. Dass sich nun endlich auch die Adler Modemärkte entschlossen haben auf den Pelzverkauf zu verzichten, freut uns sehr."
Es gibt eine deutlich spürbare Trendwende auf dem europäischen Modemarkt hin zur Pelzfreiheit. Entgegen den Äußerungen der Pelzindustrie sinkt die gesellschaftliche Akzeptanz von Pelzen und auch der Absatzmarkt wird auf Grund der vielen pelzfreien Unternehmen immer kleiner. Die Offensive gegen die Pelzindustrie wird weiterhin Kampagnen gegen pelzverkaufende Unternehmen führen, bis der Pelzhandel abgeschafft ist. Das nächste Kampagnenziel wird bald bekannt gegeben. Eine engere Auswahl möglicher Ziele wurde bereits getroffen.
Für weitere Informationen über die Offensive gegen die Pelzindustrie besuchen
Sie bitte unsere Website www.offensive-gegen-die-pelzindustrie.org
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Für Rückfragen kontaktieren Sie bitte den Pressesprecher der Offensive Daniel Kopp unter der Nummer +49-(0)151-53966636 oder per E-Mail unter:
Die Offensive gegen die Pelzindustrie ist eine Kampagnengruppe, die für die Abschaffung des Pelzhandels eintritt. Als Kampagne ist sie auf Pelz bezogen, verfolgt ein bestimmtes Fernziel (Beendigung der Pelzindustrie) und mehrere Nahziele (Pelzverkaufsstopp in einzelnen Waren- und Modehäusern, Schließung von Pelzläden und sog. Pelztierfarmen, gesetzliches Verbot der Pelztierhaltung). Für die Realisierung dieser Ziele entwickelt sie eine bestimmte Strategie (einen Aktionsplan) und verfügt über eine Netzwerkstruktur. Die Offensive gegen die Pelzindustrie - und mit ihr ihre einzelnen Kampagnen gegen den Pelzhandel - versteht sich ausdrücklich als Teil der Tierrechtsbewegung und Tierbefreiungsbewegung. Sie kämpft für die Rechte und die Befreiung der Tiere und stellt sich damit grundsätzlich gegen die systematische und institutionalisierte Gewalt gegen Tiere in all ihren Formen, auch wenn sie sich aus strategischen Gründen hier auf die Pelzindustrie konzentriert. Sie fordert keine Reform der Tierausbeutung und somit zum Beispiel keine Reform der Pelztierhaltung, sondern ihre Abschaffung. Eine friedliche Koexistenz zwischen der menschlichen Gesellschaft und tierlichen Individuen sieht sie in der veganen Lebensweise. In ihrem Selbstverständnis bedeutet diese eine generelle Ablehnung jeglicher Diskriminierung und Ausbeutung von Individuen. Tierbefreiung wird dabei von der Offensive gegen die Pelzindustrie als Bedingung und Ergebnis einer allgemeinen emanzipativen Praxis und vernünftigen Gesellschaft gesehen. Repressive, antiemanzipatorische Ideen und Praxen sind dem Selbstverständnis der Offensive gegen die Pelzindustrie entgegengestellt und finden keine Toleranz oder gar Unterstützung.
Seit im August 2006 die beiden renommierten Modehausketten Peek & Cloppenburg Nord, sowie Peek & Cloppenburg West auf Grund einer fast 4 Jahre andauernden Kampagne der Offensive gegen die Pelzindustrie ihren Ausstieg aus dem Handel mit Pelzen angekündigt haben, hat sich diesbezüglich viel in der deutschen und österreichischen Modebranche getan. Auf der Suche nach einem neuen Kampagnenziel konnte die Offensive gegen die Pelzindustrie in Deutschland erfreulicherweise bisher stets vor dem offiziellen Beginn der Proteste gegen die ausgewählten Unternehmen den zukünftigen Verzicht auf Echtpelzprodukte im Sortiment der Unternehmen verkünden. Direkt nach dem P&C-Ausstieg entschloss sich das Kölner Modeunternehmen Appelrath-Cüpper mitsamt der Tochterfirma Pohland aus dem Pelzhandel auszusteigen. Darauf folgend beendete auch der Branchenriese Kaufhof sowie die österreichischen Unternehmen Schöps und Turek nach Kontaktaufnahme seitens der Offensive aus Angst vor einer gegen sie gerichteten Anti-Pelz-Kampagne den Handel mit Pelz.
Als offizielles nächstes Kampagnenziel wurde nun das Haibacher Modeunternehmen Adler ausgewählt. Zwei Wochen vor dem offiziellen Kampagnenstart veröffentlichte das Unternehmen nun am 12.01.2007 eine Pressemeldung über den angekündigten "Orderstop von Bekleidung mit Echtpelzen". Der unbefristete Ausstieg beziehe sich auf "Bekleidung mit Echtpelzapplikationen oder -verbrämungen" und Restbestände würden noch abverkauft. Die Adler Modemärkte GmbH begründete ihren Verzicht auf Echtpelz mit öffentlich "kontrovers geführten Diskussionen um die Pelztierhaltung" und bekennt sich "mit diesem deutlichen Orderstop sämtlicher Echtpelzartikel [...] zu den Grundsätzen sozialer und geschäftspolitischer Verantwortung." Weiter gibt das Unternehmen an, mit der Entscheidung "ein weiteres Zeichen für einen sensibleren Umgang mit den gesellschaftlich relevanten Gedanken von Tierschutz und Nachhaltigkeit" zu setzen.
Die Offensive gegen die Pelzindustrie begrüßt den Entschluss der Adler Modemärkte GmbH, zukünftig keine Echtpelzprodukte mehr zu ordern und zu verkaufen, wird das Unternehmen allerdings unter Beobachtung halten und den angekündigten Ausstieg und Abverkauf der Restbestände kontrollieren. Die Tatsache, dass so viele Unternehmen seit dem Ende der P&C-Kampagne den Handel mit Pelzen beendeten, liegt wohl nicht zuletzt auch am Beispielcharakter der P&C-Kampagne. Dazu Offensive-Sprecher Daniel Kopp: "Es ist natürlich verständlich, dass kein Unternehmen Ziel einer Anti-Pelz-Kampagne werden will. Gerade durch den Erfolg bei P&C wurde gezeigt, dass die Offensive nicht einlenkt und wenn es sein muss auch jahrelang protestiert. Mehr als 1500 Aktionen im Rahmen der Kampagne gegen P&C sprechen wohl für sich. Dass sich nun endlich auch die Adler Modemärkte entschlossen haben auf den Pelzverkauf zu verzichten, freut uns sehr."
Es gibt eine deutlich spürbare Trendwende auf dem europäischen Modemarkt hin zur Pelzfreiheit. Entgegen den Äußerungen der Pelzindustrie sinkt die gesellschaftliche Akzeptanz von Pelzen und auch der Absatzmarkt wird auf Grund der vielen pelzfreien Unternehmen immer kleiner. Die Offensive gegen die Pelzindustrie wird weiterhin Kampagnen gegen pelzverkaufende Unternehmen führen, bis der Pelzhandel abgeschafft ist. Das nächste Kampagnenziel wird bald bekannt gegeben. Eine engere Auswahl möglicher Ziele wurde bereits getroffen.
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Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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Die Offensive gegen die Pelzindustrie ist eine Kampagnengruppe, die für die Abschaffung des Pelzhandels eintritt. Als Kampagne ist sie auf Pelz bezogen, verfolgt ein bestimmtes Fernziel (Beendigung der Pelzindustrie) und mehrere Nahziele (Pelzverkaufsstopp in einzelnen Waren- und Modehäusern, Schließung von Pelzläden und sog. Pelztierfarmen, gesetzliches Verbot der Pelztierhaltung). Für die Realisierung dieser Ziele entwickelt sie eine bestimmte Strategie (einen Aktionsplan) und verfügt über eine Netzwerkstruktur. Die Offensive gegen die Pelzindustrie - und mit ihr ihre einzelnen Kampagnen gegen den Pelzhandel - versteht sich ausdrücklich als Teil der Tierrechtsbewegung und Tierbefreiungsbewegung. Sie kämpft für die Rechte und die Befreiung der Tiere und stellt sich damit grundsätzlich gegen die systematische und institutionalisierte Gewalt gegen Tiere in all ihren Formen, auch wenn sie sich aus strategischen Gründen hier auf die Pelzindustrie konzentriert. Sie fordert keine Reform der Tierausbeutung und somit zum Beispiel keine Reform der Pelztierhaltung, sondern ihre Abschaffung. Eine friedliche Koexistenz zwischen der menschlichen Gesellschaft und tierlichen Individuen sieht sie in der veganen Lebensweise. In ihrem Selbstverständnis bedeutet diese eine generelle Ablehnung jeglicher Diskriminierung und Ausbeutung von Individuen. Tierbefreiung wird dabei von der Offensive gegen die Pelzindustrie als Bedingung und Ergebnis einer allgemeinen emanzipativen Praxis und vernünftigen Gesellschaft gesehen. Repressive, antiemanzipatorische Ideen und Praxen sind dem Selbstverständnis der Offensive gegen die Pelzindustrie entgegengestellt und finden keine Toleranz oder gar Unterstützung.
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