(openPR) Mülheim im Januar 2007. Dicke Backe und unerträgliche Schmerzen gelten als gefürchtete Symptome von erkrankten Zahnwurzeln. Karies-Bakterien dringen mit der Zeit durch den Zahnschmelz in die Wurzel ein, reizen sie und sorgen dafür, dass sich kleine Blutgefäße ausdehnen und auf sensible Nerven drücken. Unterbleibt die Behandlung, greifen kariöse Bakterien nach und nach den Knochen an, Zähne lockern sich und es kommt unweigerlich zum Zahnverlust. „Heute stehen Zahnmedizinern modernste Methoden wie die Endodontie zur Verfügung, um betroffene Wurzeln dauerhaft zu erhalten“, erklärt Dr. med. dent. Michael Weber, ärztlicher Leiter der Zahnklinik Rhein-Ruhr. „Ich empfehle allerdings jedem Betroffenen sich vor der Behandlung gründlich über die Behandlung zu informieren, nicht jeder Zahnmediziner wendet neuste Methoden an.“
Mit moderner Endodontie, einem Verfahren, das auch kleinste Verunreinigungen exakt entfernt, erhalten die Experten betroffene Zähne meist über viele Jahre. Am Anfang einer Wurzelentzündung reagiert der kariöse Zahn nur auf süße, saure, warme oder kalte Speisen empfindlich, nach einiger Zeit verschwindet der Schmerz jedoch nicht mehr. Spätestens dann hat sich die Entzündung bis in die Zahnwurzel ausgebreitet und wird letztendlich den gesamten Bereich befallen. Nicht rechtzeitig aufgehalten, suchen sich Bakterien ihren Weg und können binnen weniger Stunden über den Kieferknochen weiterwandern. Folge: geschwollene Wange. Im schlimmsten Fall breitet sich die Entzündung noch weiter aus, gelangt in die Blutbahn und verursacht in Herz und Gehirn schwere Erkrankungen. Je früher Betroffene einen Zahnarzt aufsuchen, desto besser. Jede Wurzelbehandlung hat die Reparatur des Zahns zum Ziel, nicht jede ist jedoch von Erfolg gekrönt. Herkömmliche Behandlungen beschränken sich in der Regel darauf, mit kleinen Feilen das Wurzelsystem zu säubern und die Wurzelkanäle mit Stiften aus Naturgummi zu verschließen. Hier besteht die Gefahr, nicht alle Verunreinigungen exakt zu säubern und zu verschließen. „Damit sich keine neuen Bakterien in den betroffenen Arealen ansiedeln können, wenden wir die Endodontie an. Bei diesem Verfahren reinigen und versiegeln wir mithilfe eines Operationsmikroskops auch winzige Wurzelkanäle gründlich“, erklärt Spezialist Weber.
Anschließend mit der richtigen Füllung verschlossen, kann der Zahn jahrelang seinen Dienst wieder aufnehmen. Zahnmediziner benutzen heute statt ausgedientem Amalgam Füllmaterialien wie Kunststoff, Keramik oder Gold. Bei der Wahl der Füllung spielen Kosten und Lage eine entscheidende Rolle. „Die nötige Erfahrung und Sorgfalt bei endodontischen Therapien vorausgesetzt, liegen die Erfolgsaussichten, den betroffenen Zahn zu retten, bei 75 Prozent. Als besonders nützlich erweist sich diese Methode, wenn der Zahn als Pfeiler für Brücken dienen soll, da Kosten für ein Implantat erheblich höher ausfallen als die einer modernen Wurzelbehandlung“, erklärt Dr. Weber. Zusätzliches Plus: Endodontische Behandlungen verringern das Risiko den Zahn mit einer Wurzelspitzenentfernung behandeln zu müssen. Dies wird erforderlich, wenn sich in der Spitze eine Parodontitis – also ebenfalls eine bakterielle Entzündung – entwickelt. Ungenügende Reinigung bei der Wurzelbehandlung kann diese Erkrankung verursachen. „Patienten, bei denen Wurzelfüllungen unsachgemäß durchgeführt wurden, können wir ebenfalls mit endodontischen Behandlungen helfen. So vermeiden wir gefürchtete Wurzelspitzenresektionen“, schließt Dr. Weber. Betroffene sollten sich also vor jeder Behandlung über den Kenntnisstand des Arztes, seine Erfahrungen und Methoden informieren.
Weitere Informationen unter www.zahnklinik-rhein-ruhr.de

















