09.01.2007 - 09:23 - Gesundheit & Medizin

Charité und Vivantes Klinikum Spandau / 2. Berliner Psychiatrie-Tage: Depression in Berlin

Pressemitteilung von: Charité am Campus Benjamin Franklin / PR Agentur: Akzent Agentur für strategische Kommunikation
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Charité und Vivantes Klinikum Spandau bieten Austausch und Information zur Volkskrankheit Depression

Berlin, 9. Januar 2007. Zu den 2. Berliner Psychiatrie-Tagen laden die Charité und das Vivantes Klinikum Spandau vom 11. bis 13. Januar ins Langenbeck-Virchow Haus der Berliner Medizinischen Gesellschaft ein. Die Veranstaltung findet in diesem Jahr unter dem hochaktuellen Leitthema „Depression in Berlin“ statt. Über 400 Teilnehmer von Universitäten, Klini¬ken, Praxen, dem psychiatrischen Komplementärbereich und der Selbst¬hilfe werden mit ausgewiesenen Experten über den derzeitigen Stand der Forschung sowie über Prävention, Therapie und Rehabilitation klinik- und praxisrelevant diskutieren. Die Veranstaltungsreihe, im Jahr 2005 erstmals durchgeführt, ist einzigartig in Berlin. In diesem Jahr werden die Psychia¬trie-Tage erstmals gemeinsam von einer Universitäts- und städtischen Klinik getragen. Das Symposium bietet somit eine optimale Plattform für den interdiszi¬plinären Meinungsaustausch zu verschiedenen psychischen Erkrankungen.

„In den letzten Jahren ist die Zahl psychisch erkrankter Menschen in Berlin kontinuierlich gestiegen, gleichzeitig spüren wir die massiven Kosteneinsparungen im Gesundheitssystem. Um den erreichten Versorgungsstandard in unserer Stadt aufrechterhalten zu können und die noch immer bestehenden Vorurteile in der Bevölkerung abzubauen, benötigen wir eine stärkere Vernetzung aller Leistungs¬erbringer in der Psychiatrie. Ziel unseres übergreifenden psychiatrischen Sympo¬siums ist es deshalb, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam mögliche Lösungswege zu diskutieren“, so PD Dr. Michael Dettling, Veranstalter und Ärztlicher Leiter des Bereichs Sozialpsychiatrie der Psychiatrischen Klinik der Charité am Campus Benjamin Franklin. Das jährlich stattfindende Sympo¬sium unter Beteiligung von Betroffenen, namhaften nationalen und internatio¬na¬len Experten, Forschern der Charité, klinischen Praktikern und dem komplemen¬tären Versorgungsbereich dient dazu, über psychische Erkrankungen, ihre Behandlungsmöglichkeiten und sozialen Konsequenzen zu informieren sowie die Berliner Hilfsangebote vorzustellen.

Volkskrankheit Depression im Fokus der Tagung

Mit dem diesjährigen Leitthema „Depression in Berlin“ treffen die Verantwort¬lichen den Nerv der Zeit. In Deutschland leiden ca. 4 Millionen Menschen im Laufe ihres Lebens an einer depressiven Störung. „Das Thema liegt uns sehr am Herzen, da wir es mit einer echten Volkskrankheit zu tun haben. In Berlin liegen sogar die Fehlzeiten wegen Depression mit knapp sechs Prozent um mehr als die Hälfte über dem bundesweiten Durchschnitt, was unter anderem sicherlich mit den besonderen seelischen und körperlichen Belastungen des Lebens in der Gro߬stadt zu tun hat“, so Dettling. Depressionen beeinträchtigen wie keine an¬dere Erkrankung fundamental die Lebensqualität der Betroffenen. So unterstrei¬chen beispielsweise neuere Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit überraschender Deutlichkeit die hohe gesundheits- und gesellschafts¬poli¬tische Relevanz depressiver Erkrankungen. Nach wie vor bleiben ca. ein Drittel der depressiven Störungen unerkannt, und mehr als die Hälfte der Betrof¬fenen werden nicht konsequent behandelt, was letztlich auch zu den erschrek¬kend hohen Suizidraten in Deutschland beiträgt (ca. 12.000 Suizide pro Jahr).

Breiter Themenfächer für Fachpublikum und interessierte Öffentlichkeit

Über 40 Referenten haben es sich im Rahmen der 2. Berliner Psychiatrie-Tage zum Ziel gemacht, ein möglichst umfassendes Bild der Erkrankung und der Versorgung depressiv Erkrankter wiederzugeben. Neben dem Programm für das Fachpublikum, das an den ersten beiden Kongresstagen im Vordergrund steht, haben die Veranstalter am Samstag, dem 13. Januar ab 10 Uhr eine Reihe von Workshops vorgesehen, die sich an die interessierte Bevölkerung richten. Am ersten Tag werden nach einem Impulsreferat zur Thematik vor allem die komple¬mentären Angebote Berlins vorgestellt: Krisendienste, Wohnprojekte, Selbsthilfe¬gruppen, Reha-Einrichtungen und viele mehr, die depressiv erkrankten Men¬schen in Berlin Unterstützung und Hilfe anbieten. Am zweiten Tag stehen die internationale Depressionsforschung und die einschlägige Forschung an der Charité auf dem Programm. Bei den öffentlichen Informationsveranstaltungen am letzten Tag des Symposiums beantworten Experten der Charité und des Vivantes Klinikums Spandau Fragen zu unterschiedlichen Themenbereichen und geben praxisorientierte Hilfe. Der Eintritt am Samstag ist kostenfrei.

Nach dem großen Erfolg der letztjährigen Veranstaltung zum Thema „Schizophrenie in Berlin“ sind bereits die nächsten Berliner Psychiatrie-Tage für Anfang 2008 geplant. Sie wenden sich wiederum einem Thema zu, das angesichts der demographischen Entwicklung in unserem Land zunehmend an Bedeutung gewinnt: der Demenz.

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Die 2. Berliner Psychiatrie-Tage werden gefördert durch AstraZeneca GmbH, Janssen-Cilag GmbH, Lilly Deutschland GmbH, Lundbeck GmbH, Pfizer Pharma GmbH, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel, Servier Deutschland GmbH und Wyeth Pharma Deutschland.

Charité Centrum 15 für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie
Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie CBF
Manfred Schönhoff, Karin Neumann
Eschenallee 3, 14050 Berlin
Fon: 030 / 84 45 – 84 00, Fax: 030 / 84 45 – 83 89
E-Mail: ,

Pressekontakt:
Akzent Agentur für strategische Kommunikation
Ulrike Feldhusen, Kirsten Thellmann
Fon: 030 / 63 41 32 – 05, 0761 / 70 76 – 904
Fax: 030 / 63 41 32 – 06, 0761 / 70 76 – 905
E-Mail: ,

Die Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie, CBF (Direktorin: Professor Dr. Dipl.-Psych. Isabella Heuser) deckt das gesamte Spektrum der Versorgung und Lehre von seelischen Erkrankungen ab und schließt die neurobiologisch-psychosoziale Erforschung ausgewählter psychischer Erkrankungen ein. Die Klinik ist versorgungspflichtig für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und ist in den Bereichen Versorgung und Forschung nach einem modularen Konzept organisiert. Jedes Modul umfasst einen stationären Bereich und eine eigene Hochschulambulanz mit Spezialsprechstunde: Patienten werden an das jeweils passende Modul verwiesen, so dass von Anfang an ein auf ihre jeweilige Erkrankung spezialisiertes Team für sie bereit steht.

Affektive Störungen werden sowohl stationär als auch in einer Tagesklinik und ambulant in Sprechstunden für unipolare und bipolare Depressionen und Angststörungen behandelt.

Patienten mit psychotischen Störungen steht auch eine sozialpsychiatrische Tagesklinik und eine Sprechstunde für schizophrene Erkrankungen zur Verfügung. Die Gerontopsychiatrie bietet stationäre Behandlung und Aufnahme in eine Tagesklinik an und hält Spezialsprechstunden für dementielle Erkrankungen ab.

Bei den Persönlichkeitsstörungen liegt der Schwerpunkt der Klinik auf Borderline-Störungen, die stationär nach einer speziellen Form der Verhaltenstherapie (dialektische behaviorale Therapie) behandelt werden. Außerdem gibt es eine Spezialsprechstunde für Schlafstörungen mit Schlaflabor, wo auch das Aufmerksamkeits-defizitsyndrom von Erwachsenen diagnostiziert wird.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Die Schwerpunkte der Forschung liegen in der Neurobiologie und Psychopharmakologie affektiver und dementieller Erkrankungen, in der Psychopharmakologie psychotischer Erkrankungen, in der Versorgungsforschung und in der Psychotherapieforschung und Psychopharmakologie von Persönlichkeitsstörungen, in der Pharmakogenetik psychiatrischer Pharmaka, außerdem beim Schlaf, bei kognitiven Funktionen und antidepressiven Stimulationsverfahren.

Schließlich unterhält die Klinik zahlreiche wissenschaftliche Kooperationen mit anderen universitären und forschenden Instituten, ist (Vorstands-) Mitglied im Kompetenznetz "Demenzen, Schizophrenie und Depression" und hat die Leitung im Graduiertenkolleg "Neuropsychologie und Neuropsychiatrie des Alterns".

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