04.01.2007 - 14:38 - Kunst & Kultur

Shankar Mahadevan: Die moderne Stimme Indiens zwischen Vokalkunst und Kommerz

Pressemitteilung von: local media / peacelounge / beatscience / PR Agentur: local media
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beatScience/Saregama präsentiert die erste in Europa veröffentlichte Doppel-CD von Indiens populärstem und vielseitigstem Sänger der heutigen Zeit, der in der Film-Industrie, auf Jazz Festivals und der indischen Klassik gleichermaßen zuhause ist.

Shankar Mahadevan ist ein Sänger, der vielleicht wie kein anderer das heutige, moderne Indien repräsentiert; im Norden geboren, aber von einer Familie aus dem Süden stammend; ausgebildet in klassischer indischer Musik, aber dennoch genauso vertraut mit Jazz, Filmmusik, Balladen und freier Improvisation. Seinen Durchbruch schaffte er 1998, als er mit “Breathless” einen großen, landesweiten Hit hatte – einem 3-Minuten-Song, den er in einem Atemzug (!) sang. Dennoch ist er wahrscheinlich in der westlichen Welt besser bekannt für seine Zusammenarbeit mit John McLaughlins legendärer Band Shakti, als Teil des sehr erfolgreichen Komponisten-Teams Shankar: Ehsaan: Loy und als einer der Lieblings-Sänger von A. R. Rahman.

Die vorliegende Doppel-CD beinhaltet nicht nur seine größten Hits – inklusive das Video zu “Breathless” – sondern auch einige seiner in Tamil, Telugu oder anderen südlichen Sprachen gesungenen Film-Songs, rare Balladen und Ausflüge in den Jazz. Kurzum: eine perfekte Werkschau einer der größten Stimmen im heutigen Indien.

Obwohl Hindi natürlich immer noch die wichtigste der offiziellen Landessprachen ist, kann es sich kein Künstler, der im ganzen Land gehört werden will, leisten, den Süden zu ignorieren. Hier ist nicht nur Englisch so wichtig wie Hindi, es sind Sprachen wie – vor allem – Tamil sowie Malayalam, Telugu und andere, die die Münder der Menschen beherrschen. Shankar Mahadevan, der in einem Vorort von Mumbai (Bombay) geboren wurde, aber von einer tamilisch sprechenden Familie aus dem Süden stammt, versteht es aufgrund seiner Herkunft und Biografie genau, mit dem babylonischen Sprach-Wirrwarr in einem so großen und komplexen Land wie Indien umzugehen.

Obwohl er eine gute Ausbildung sowohl in klassisch karnatischer (aus dem Süden stammenden) als auch hindustanischer (aus dem Norden stammenden) Musik genoss und durchaus ein sehr guter Schüler war, fand er seine erste feste Anstellung in der Computerbranche und war Teil eines Teams, das Programmiersprachen der vierten Generation für Oracle entwickelte.

Mahadevans Musikgeschmack ist ein typisches Abbild des selbtstbewussten, aber dennoch westlich orientierten Indiens. Künstler wie Weather Report, Stevie Wonder, Pink Floyd und Bobby McFerrin waren große Einflüsse für den jungen Sänger. In diesem Punkt ähnelt er sehr A. R . Rahman, der ebenso tamilischen Ursprunges ist und wie Mahadevan multilingual aufwuchs.

«Irgendwo tief in mir war Musik schon immer meine erste Liebe. Obwohl ich ebenso gut mit Computern umgehen konnte, wusste ich, daß ich singen und komponieren werde. Denn nur so bin ich glücklich und mache andere Menschen glücklich… »

Die erste Gelegenheit “andere Menschen glücklich zu machen” – und zwar weltweit – ergab sich 1987 als er die schwedische Gruppe Mynta traf. Während ihrer Tour durch Indien kamen sie mit Shankar und dem Tabla-Spieler Fazal Qureshi zusammen. Dies bedeutete den Beginn einer Zusammenarbeit, die über 10 Jahre andauerte, 5 Alben und unzählige Tourneen auf der ganzen Welt hervorbrachte.

Fünf Jahre später, im Jahre 1993, sang Shankar einen Ghazal (eine in der Sprache Urdu gesungene poetische Liedform) für den sehr erfolgreichen Film Muhafiz (In Custody), der auf einem Roman von Anity Desai basierte und dessen Musik von Zakir Hussain und Ustad Sultan Khan komponiert wurde. Obwohl er nur einen kleinen Part hatte und kaum in den Linernotes erwähnt wurde, wurde er so erstmals bei einem größeren Publikum bekannt.

Aber letztendlich war es der Song « Breathless », der ihm zum entgültigen Durchbruch verhalf. Der Song, der in Zusammenarbeit mit dem legendären Songtexter Javed Akhtar entstand, zeigte, daß Shankar durchaus in der Lage war große Hits zu singen. Sein in einem Atemzug gesungenes Stück war so erfolgreich, daß er fast ununterbrochen im indischen Fernsehen lief.

Javed Akhtar und Mahadevan wiederholten ihre Zusammenarbeit erfolgreich im Jahre 2003 für das Album 9 Nine. Davor bereits formierte er sich mit Ehsaan Noorani und Loy Mendonsa zu dem Trio Shankar:Ehsaan:Loy, das ihre Stücke selbst komponierte, aufnahm, produzierte und performte. Sie landeten damit zahlreiche Bollywood-Hits und erhielten zahlreiche Auszeichnungen – darunter vier der renommierten Filmfare-Awards. Das Erfolgs-Trio, das unter anderem für die Soundtrack zu den Filmen Kabhi Alvida Naa Kehna, DON (das aktuelle Remake mit Shahrukh Khan) und Kuch Naa Kaho verantwortlich zeichnet, besteht bis heute. Als Sänger wirkte Mahadevan u.a. bei dem Film Gaja Gamini (2000) mit, von dem das Stück « Deepak Rag » auf unserer Doppel-CD enthalten ist.

Mahadevans neueste Zusammenarbeit mit John McLaughlin auf dem 2006 erschienene Album «Industrial Zen» und seine Liveperformance auf der «Remember Shakti»-Tour passt ins Bilde des « modernen » indischen Sängers und runden sein Werk ab. Die Gruppe Shakti war in den 70ern sowohl künstlerisch als auch kommerziell, im Kontext des Jazz, unglaublich erfolgreich und hatte – was manchmal übersehen wird – großen Einfluss auf viele Musiker in Indien. Shakti war eine einzigartige Fusion – befreit von jeglichem exotischen Kitsch und ohne Kompromisse in Sachen Aufnahmequalität und Liveperformance. Indische und westliche Musiker arbeiteten gleichberechtigt zusammen, und so war es kein Wunder, daß die Gruppe unter den jungen, dem Westen aufgeschlossenen, indischen Musikern hohes Ansehen genoss. Während Shankar zu jung ist, um Shakti seit der ersten Stunde zu kennen, hallte deren Einfluss in Indien länger nach als in der westlichen Welt, so daß es durchaus angemessen ist und McLaughlins Musikverständnis zu Gute gehalten werden muss, dass Mahadevan nun mit solch einer Gruppe auf der Bühne und im Studio steht.

Shankar Mahadevan singt gleichermaßen überzeugend Folklore, Klassik, Jazz und Pop in mehreren Sprachen. Dabei hat er jederzeit volle Kontrolle über seine Technik. Er ist westlichen Klängen gegenüber aufgeschlossen und pocht zugleich selbstbewußt auf seine Herkunft und ist – wie die vorliegende Doppel-CD eindrucksvoll zeigt – wirklich eine der wichtigsten Stimmen des modenen Indien.

"Introducing Shankar Mahadevan - The Voice Of India Today"
erscheint am 2. Februar 2007 in Deutschland, Schweiz und Österreich.
Die 2. CD enthält als Bonus den Video Clip seines ersten großen Hits “Breathless”

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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Das Frankfurter Label beatScience macht seit 3 Jahren mit ambitionierten Produktionen aus dem Repertoirebereich "Weltmusik" von sich reden. Die Bandbreite reicht dabei von Drum & Bass bis zu brasilianischer Body Percussion Musik (Barbatuques), ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit dem indischen Label Saregama, deren klassischer Katalog rund 300.000 Songs aus 100 Jahren umfasst, darunter Hauptwerke von Ravi Shankar, Zakir Hussein, Hariprasad Chaurasia und vielen anderen. Neben beatScience sind unter dem Dach der von Christian Arndt geführten Firma local media auch noch die Labels peacelounge recordings (lounge, electronica) und tonwert (Instrumental, Neoklassik) vereinigt.

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