(openPR) Es gibt bislang keine Studien, die belegen, dass Patienten mit essentieller Hypertonie seltener eine für Bluthochdruck typische Folgeerkrankung erleiden, wenn sie ihr Körpergewicht verringern. Allerdings senkt Abnehmen den Blutdruck. Wird das Körpergewicht alleine durch eine Diät abgebaut, ist die blutdrucksenkende Wirkung größer als bei einer durch Medikamente unterstützten Gewichtsreduktion. Aufgrund methodischer Mängel der meisten Studien ist die Aussage zur Effektivität der Diäten aber mit Unsicherheit behaftet. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).
Insgesamt konnten die IQWiG-Mitarbeiter 17 Studien ausfindig machen, die sich auf die Fragestellung des Auftrags bezogen. Darunter waren sieben Studien, die gewichtsreduzierende Arzneimittel untersuchten. Die übrigen Studien widmeten sich verschiedenen nichtmedikamentösen Verfahren wie Diäten. Zu operativen, den Magen verkleinernden Maßnahmen wie "Magenband" oder "Magenballon" fanden sich keine entsprechenden Untersuchungen.
Wie die Auswertung der IQWiG-Mitarbeiter ergab, lässt keine der im Bericht berücksichtigten Studien Aussagen über patientenrelevante Endpunkte und damit über den langfristigen Nutzen einer Gewichtsreduktion bei essentieller Hypertonie zu. So sagen sie beispielsweise nichts über die Verringerung des Risikos für Folgeerkrankungen aus.
Diäten können bei einer Behandlungsdauer von bis zu einem Jahr das Körpergewicht vermindern und den Blutdruck senken .
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Dr. J. Wolff
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